Robotereinsatz in der Logistik: Bremer Forscher starten Umfrage für Studie zu neuem Markt

Dr.-Ing. Wolfgang Echelmeyer (BIBA), Projektleiter "Paketroboter"
Foto: Thorsten Scherz

Dipl.-Ök. Nicole Pfeffermann (BIBA) forscht auf dem Gebiet der Innovationskommunikation
Foto: BIBA
Nur 29 Fragen verbergen sich hinter der Untersuchung mit dem langen Titel "Status Quo und Zukunftsperspektiven der Robotertechnologie in der Dienstleistungs- und Intralogistik 2007 - aus Sicht der Industrie, Medien und Forschung". Den BIBA-Forschern geht es um Erkenntnisse zum Status Quo des Marktsegmentes, um Einsatzkriterien und Komponenten von Robotersystemen, die Einschätzung ihrer Potenziale und um die Optimierung der logistischen Prozesse: Wer setzt wann, wo und zu welchem Zweck Roboter für Logistik-Aufgaben in seinem Unternehmen ein oder möchte das künftig tun? Welche Anforderungen gibt es an Automatisierungslösungen, und wo sind die primären Einsatzorte? Wo liegen die Bedarfe, und wo werden Möglichkeiten gesehen?
Mit dem Springer-VDI-Verlag in Düsseldorf haben die Bremer Wissenschaftler einen renommierten Kooperationspartner und Förderer für ihre Studie gefunden. Der Fachverlag wird die Untersuchungen auch veröffentlichen ("LOGISTIK für Unternehmen", Ausgabe 10/2007, 12.10.2007). Teilnehmer der Befragung erhalten die Ergebnisse kostenlos.
"Allein mit ingenieurwissenschaftlichem Knowhow schaffen wir keine Innovationen"
Höchstens 15 Minuten brauche man für die Beantwortung, werben die Wissenschaftler des BIBA-Bereiches "Intelligente Produktions- und Logistiksysteme" (IPS) um Beteiligung. Interessiert an einer bedarfsgerechten und praxisorientierten Forschung erhofften sie sich unter anderem mehr Transparenz und auch Anregungen für künftige Aktivitäten. "Allein mit unserem ingenieurwissenschaftlichem Knowhow schaffen wir keine Innovationen", sagt Dr.-Ing. Wolfgang Echelmeyer. "Wollen wir unsere Ideen zu Produkten machen, müssen wir den Markt kennen - und wir brauchen zusätzlich auch andere Kompetenzen", meint der BIBA-Wissenschaftler.
Gemeinsam mit weiteren Fachleuten aus Wissenschaft und Industrie hat sich Echelmeyer in den vergangenen Jahren einen Namen gemacht - mit der Entwicklung des Paketroboters, der international auf großes Interesse gestoßen ist. Mittlerweile wird das System erfolgreich eingesetzt und zusammen mit dem Systemintegrator ThyssenKrupp Krause in den Markt eingeführt. Über das gemeinsam mit der Deutschen Post AG World Net/DHL durchgeführte Projekt "Paketroboter" hat sich ein Kompetenz-Team gebildet. "ProLogistics-Team" nennt sich diese interdisziplinäre Expertengruppe. Mit dabei ist die Wirtschaftswissenschaftlerin Nicole Pfeffermann. Ihr Forschungsgebiet ist die Innovationskommunikation.
"Innovationen brauchen Kommunikation. Sie ist das verbindende Element zwischen Forschung, Industrie, Markt und Öffentlichkeit", sagt Pfeffermann. Wichtig für einen erfolgreichen Innovationsprozess sei eine frühzeitige und vor allem proaktive Kommunikation. Sie führe zu einer kontinuierlichen Wahrnehmung der Entwicklungen und Neuerungen aus den Forschungslaboren - nicht nur in der Industrie, sondern auch in der Öffentlichkeit. Pfeffermann sieht die Innovationskommunikation als einen wesentlichen Erfolgsfaktor in den Technik-Wissenschaften. "Darum setzen wir in dem Projekt 'Paketroboter' zum Beispiel auf den Informationsaustausch mit allen Zielgruppen", erklärt sie. Auch die Studie "RoboScan '07" sei somit ein Instrument der Innovationskommunikation.
Ansprechpartner:
Dr.-Ing. Wolfgang Echelmeyer (BIBA, Projektleiter),
Telefon: 0173 616 36 83, E-Mail: ech@biba.uni-bremen.de
Dipl.-Ök. Nicole Pfeffermann (BIBA, Innovationskommunikation)
Telefon: 0178 459 79 87, E-Mail: pff@biba.uni-bremen.de
Maren Plontke (BIBA)
Telefon: 0421 218-56 18, E-Mail: pma@biba.uni-bremen.de


