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Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung..., 04.12.07

Den richtigen Ton treffen - Definierte Farbgebung von der Aufnahme bis zur Ausgabe auf Bildschirmen und Druckern

Rot bleibt rot und grau bleibt grau, egal ob als Ausdruck auf Papier oder auf einem Bildschirm. In der Realität ist es aber oft ganz anders: Rot wird zu magenta oder grau zu gelbgrau. Eine definierte Farbgebung kann oft auch für Urlaubsbilder wichtig sein - sie ist beispielsweise von besonderer Bedeutung für die Beweissicherheit von Bildern in Dokumenten.

Um hier Abhilfe zu schaffen, entwickelten DIN (Deutsches Institut für Normung), BAM und Anwender gemeinsam die Normenreihe DIN 33866-1 bis 6:2000 für Farbkopierer, Farbdrucker, Farbscanner und Farbbildschirme, die weitgehend in das Internationale ISO/IEC-Normenwerk übernommen wurde. Eine Weiterentwicklung auf diesem Gebiet ist der Entwurf einer neuen Normenreihe DIN E 33872 Teil 1 bis Teil 6 über relative Farbwiedergabe, der diesen November erschienen ist. Darin enthalten sind fünf Prüfvorlagen (PDF-Format) zu Teil 2 bis 6, die kostenlos aus dem Internet unter http://www.ps.bam.de/33872 bezogen werden können.

So kann mit den Vorlagen im Teil 2 des Normentwurfes die Ausgabe von vier äquivalenten Graustufen geprüft werden. Der Druck von vier Graureihen, die in der Programmiersprache PostScript durch vier äquivalente Definitionen bestimmt sind, soll vier gleiche und visuell gleich gestufte Graureihen ergeben. Auf vielen Bildschirmen und beim Druck der grauen Prüfvorlage ergeben sich oft vier verschiedene, unterschiedlich gestufte, und zum Teil farbstichige Graureihen. Das liegt daran, dass die heutigen Ketten von der Aufnahme bis zur Wiedergabe einzelne Farbstufen verkleinern oder vergrößern und sie auch oft verschwinden lassen. Mit den Prüfvorlagen werden die Eigenschaften der Ausgabesysteme Drucker und Bildschirm visuell beurteilt. Optional ist eine messtechnische farbmetrische Kennzeichnung möglich.

Die Fragen zu den visuellen Ausgabeeigenschaften stehen jeweils auf der letzten Seite der Prüfvorlagen. Den meisten Nutzern fällt es nicht schwer, die Fragen zu beantworten. Ist der Nutzer nicht zufrieden, so kann er zum Beispiel für sein Rechner-Betriebssystem (Windows, Mac, Unix) eine geeignete Software auswählen, welche die vier Graureihen der PDF-Prüfdateien gleich und gleich gestuft am Monitor darstellt und am Schwarz-Weiß- und Farb-Drucker ausgibt. Das ist eine Hilfe für den Nutzer am Bildschirm- und Druckerarbeitsplatz und zum Beispiel auch für eine angestrebte beweissichere Ausgabe.

Auskünfte:
Prof. Dr. Klaus Richter
Fachgruppe VIII.1 Mess- und Prüftechnik, Sensorik
Telefon: +49 30 8104-1919
E-Mail: klaus.richter@bam.de oder klaus.richter@mac.de


Dr. Ulrike Rockland, Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung (BAM)
Quelle: Informationsdienst Wissenschaft, http://www.idw-online.de

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