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Fachhochschule Stuttgart, Hochschule für Technik, 07.11.06

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Fachhochschule Stuttgart, Hochschule für Technik, 07.11.06

RegioEnergie entwickelt beispielhafte Marktstrategien für Solar- und Bioenergie

Energie selbst erzeugen aus Photovoltaik und Biomasse - was einst als sonderbare Idee einiger Öko-Freaks belächelt wurde, hat sich heute zu einem vielversprechenden jungen Wirtschaftszweig etabliert, vor allem in Baden-Württemberg. Und davon profitieren alle: eine Erhöhung des Anteils regenerativer Energie am Stromverbrauch und Heizwärmebedarf macht uns unabhängiger von der Zulieferung fossiler Energie und schafft darüber hinaus Wirtschaftswachstum und neue Arbeitsplätze. Wie Unternehmen und bürgerschaftlich getragene Initiativen solche wirtschaftlichen Prozesse ins Rollen bringen und welche Marktpotenziale sich weiterhin strategisch erschließen lassen, ist eine Frage, die das Projekt RegioEnergie klären soll.

In drei unterschiedlich strukturierten Referenzregionen in Baden-Württemberg - westlicher Bodensee, Nordschwarzwald und Großraum Stuttgart - sollen Potenziale, Markt und Marktpartner im Geschäftsfeld Erneuerbare Energien untersucht und Strategien zur Förderung der Branche entwickelt werden. Mit 350.000 Euro fördert das Bundesministerium für Bildung und Forschung dieses Projekt, das unter Federführung der Hochschule für Forstwirtschaft Rottenburg (Prof. Dr. Rainer Luick) zusammen mit der Forschungsgruppe Solarenergienutzung an der Hochschule für Technik Stuttgart (Prof. Dr. Ursula Eicker) durchgeführt wird. Zu den Wirtschaftspartnern gehören die Sunways AG, Konstanz, die Wirtschaftsförderung Region Stuttgart GmbH, die Solarcomplex GmbH, Singen, die HEN Holzenergie Nordschwarzwald GmbH, Nagold (ein Zusammenschluss der AWG Abfallwirtschaft Landkreis Calw GmbH, A+S NaturEnergie GmbH, Pfaffenhofen, und KWA Contracting AG Bietigheim-Bissingen) und die Biopell GmbH, Horb.


Um eine nachhaltige regenerative Energieversorgung sichern zu können, müssen entlang regionaler und dezentraler Strukturen verbrauchernahe Lösungen mit optimalen Marktstrategien entwickelt werden. Bislang werden solche Vorhaben vor allem von idealistischen Bürgerinitiativen geplant und umgesetzt. Obwohl damit gerade in strukturschwachen, ländlichen Räumen beachtliche Wertschöpfungsketten, Kapitalflüsse und Beschäftigungspotenziale verbunden sind, mangelt es häufig an strategischen und ökonomischen Vorbildern, Know-how und finanzieller Unterstützung.

Vor diesem Hintergrund wird das Forschungsprojekt RegioEnergie speziell in den Bereichen Solar- und Bioenergie eine Analyse des Marktes vornehmen. Anhand der gewonnenen Ergebnisse und durch Rückschlüsse auf erfolgreiche Modelle sollen aussichtsreiche Methoden für Neueinsteiger entwickelt werden.

Das Projekt startet am Montag, 13. November, mit einer Auftaktveranstaltung in der Sunways AG Konstanz. Im Verlauf des Projekts (bis Ende 2008) sollen folgende Ergebnisse erarbeitet werden:

- Entwicklung von Methoden zur Potenzialermittlung als Planungs- und Entscheidungshilfe,
- Aufbau einer Informationsplattform für Unternehmer, Partner und Projekt-initiatoren
- Entwicklung eines Starterkits zur Unterstützung von Projekt- und Unter-nehmensgründungen, d.h. ein Handbuch mit Informationen zum Ge-schäftsfeld Erneuerbare Energien (unternehmerische Rechtsformen, Verträge etc.)
- Analyse regionaler Initiativen und ihrer Projekte und deren Auswirkungen auf den Markt
- Darstellung beispielhafter und erfolgreicher Modelle
- Ableitung von Synergieeffekten, die den Aufbau neuer regionalwirt-schaftlicher Projekte unterstützen.

Nähere Informationen zum Projekt gibt es unter Telefon 07472/951245 beim Projektteam der Hochschule Rottenburg.

Für Rückfragen:
E-Mail:
jan.springorum@hs-rottenburg.de
sonja.kay@hs-rottenburg.de
ursula.pietzsch@hft-stuttgart.de
tobias.erhart@hft-stuttgart.de


Petra Dabelstein, Fachhochschule Stuttgart, Hochschule für Technik
Quelle: Informationsdienst Wissenschaft, http://www.idw-online.de

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