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Technische Universität Chemnitz, 02.08.02

Neuer Messwagen prüft Kabelstrecken vor Ort

Tino Noske (envia), Frank Schreiter und Uwe Jilek (TU Chemnitz) (v.l.) bereiten an einer Trafostation im Netzgebiet der envia die Diagnosemessung an einem Mittelspannungskabel vor. Im Kabelmesswagen Techniker Michael Stark. Foto: TU Chemnitz/Meinhold

Neuer Messwagen prüft Kabelstrecken vor Ort
TU Chemnitz entwickelte mobiles Prüf- und Diagnosesystem für Mittelspannungskabel

Die Professur Energie- und Hochspannungstechnik der Technischen Universität Chemnitz konzipierte ein mobiles Prüf- und Diagnosesystem für Mittelspannungskabel, das gegenwärtig eines der modernsten und leistungsstärksten seiner Art in Deutschland ist. Ein mit umfangreicher Mess- und Prüftechnik ausgestatteter Kabelmesswagen ermöglicht nun umfangreiche und betriebsnahe Vor-Ort-Prüfungen. Damit sind erstmals relativ sichere Aussagen über das Alterungsverhalten von Kabeln in Mittelspannungsnetzen möglich, um daraus Prognosen über einen weiteren störungsfreien Betrieb des Kabelnetzes abzuleiten.


Das neue Prüfsystem wurde von Mitarbeitern der Professur Energie- und Hochspannungstechnik unter Leitung von Prof. Dr. Wolfgang Schufft konzipiert. Kernstück des Prüf- und Diagnosesystems ist eine Resonanzprüfanlage. Im Gegensatz zu anderen in der Praxis gebräuchlichen Prüfverfahren sorgt sie für die Bereitstellung einer betriebsnahen Prüfwechselspannung. Für die Diagnose wurde die Resonanzprüfanlage mit einem auf digitaler Basis arbeitenden Teilentladungs- und Verlustfaktormesssystem kombiniert. Damit können Fehlstellen innerhalb der Kabel lokalisiert werden und der Zustandes der Kabelisolation bewertet werden.

Dank einer engen Kooperation mit der envia Energie Sachsen Brandenburg AG, dem größten regionalen Energiedienstleister in Ostdeutschland, betrachten die Forscher der TU Chemnitz ihre innovativen Ideen nicht nur im Labormaßstab. Mit Hilfe von envia werden die Erkenntnisse aus Laborversuchen mit den Prüfergebnissen an realen Kabelstrecken abgeglichen. Der Energieversorger kann so den Zustand seiner Kabelstrecken noch besser einschätzen.

Weitere Informationen erteilen Dipl.-Ing. Tino Noske, envia Energie Sachsen Brandenburg AG, Chemnitztalstrasse 13, 09114 Chemnitz, Telefon (03 71) 4 82 - 47 53, Fax (03 71) 4 82 - 47 15, E-Mail tino.noske@envia.de , und Prof. Dr. Wolfgang Schufft, Professur Energie- und Hochspannungs-technik der TU Chemnitz, 09107 Chemnitz, Telefon (03 71) 5 31 - 33 43, Fax (03 71) 5 31 - 33 76, E-Mail: wolfgang.schufft@e-technik.tu-chemnitz.de

Wichtiger Hinweis für die Medien: In der Pressestelle der TU Chemnitz können Sie kostenfrei ein themenbezogenes Foto anfordern. Motiv: Tino Noske (envia), Frank Schreiter und Uwe Jilek (TU Chemnitz) (v.l.) bereiten an einer Trafostation im Netzgebiet der envia die Diagnosemessung an einem Mittelspannungskabel vor. Im Kabelmesswagen bedient der Techniker Michael Stark von der TU das Prüf- und Diagnosesystem. (Foto: TU Chemnitz/Uwe Meinhold).


Dipl.-Ing. Mario Steinebach, Technische Universität Chemnitz
Quelle: Informationsdienst Wissenschaft, http://www.idw-online.de

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