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Fachhochschule Bielefeld, 01.10.07

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Dreirad, Neigetechnik

Neuentwicklung: Dreirad mit Neigetechnik

Studierende des Fachbereichs Mathematik und Technik der Fachhochschule (FH) Bielefeld haben unter Leitung von Projektleiter Professor Friedrich Baumjohann in Zusammenarbeit mit dem Unternehmen PFAU-Tec aus Quakenbrück ein Dreirad mit Neigetechnik entwickelt, in dem sie die Vorteile eines starren Dreirades und eines Zweirades verbunden: Gedacht für ältere und leicht behinderte Menschen oder Personen, die in der Rehabilitation ihren Gleichgewichtssinn trainieren wollen.

Projekt-Team von links: Achim Mustermann, Dipl.-Ingenieur Manfred Hermanski , Peter Diembeck, Professor Friedrich Baumjohann, Janine Mertens, und Friedrich Schlüter (PFAU-Tec).
Foto: Daniel Müller

Dipl.-Ing. Manfred Hermanski prüft die Neigefähigkeit des Dreirads
Foto: Presse- und Informationsstelle FH Bielefeld

In Diplomarbeiten mit finanzieller Förderung des Unternehmens aus Quakenbrück entwickelten die Studierenden Konzepte für die Mechatronik, Elektronik und Regelung der Neigetechnik. Ein Prototyp wurde gebaut und die Fahreigenschaften in Testfahrten optimiert. Projektleiter Professor Baumjohann sieht in der Entwicklung des Dreirades mit intelligenter Neigetechnik ein typisches Beispiel für die Ausbildungsinhalte des Studiengangs Produktentwicklung/Mechantronik: "Dieser Studiengang verbindet Inhalte des Maschinenbaus, der Elektrotechnik und Informationstechnik, um sie erfolgreich in der Produktentwicklung einzusetzen."

Das Dreirad mit Neigetechnik ist für ältere und leicht behinderte Menschen oder Personen, die in der Rehabilitation ihren Gleichgewichtssinn trainieren wollen, gedacht. Es verbindet das Fahrgefühl eines Zweirades mit der Stabilität eines Dreirades. Abhängig von der Fahrgeschwindigkeit und Beschleunigung kann sich der Rahmen zusammen mit dem Fahrer gegenüber der Hinterachse neigen. Im Stillstand und bei geringen Geschwindigkeiten führen zwei Stellmotoren den Rahmen in die starre senkrechte Position. Dadurch ist ein sicheres Auf- und Absteigen möglich. Bei höheren Fahrgeschwindigkeiten geben die Stellmotoren den Vorderbau frei und der Fahrer kann sich wie beim Zweirad in die Kurve legen und Fliehkräfte auspendeln. Nach Bedarf kann die Neigemöglichkeit angepasst oder abgeschaltet werden. Das neue Dreirad hat einen Fahrkomfort, der mit dem Zweirad vergleichbar ist und vermittelt auch das Gefühl der Selbststabilisierung bei höherer Geschwindigkeit. Das Rad wird zurzeit für Testfahrten vorbereitet, bei denen die Programmierung der Neigetechnik optimiert wird. Erweiterungen der Technik, in der die Neigung selbsttätig und energiearm die Kippkräfte ausgleicht, sind geplant.

Kontakt:
Fachhochschule Bielefeld
Fachbereich Mathematik und Technik
Am Stadtholz 24
33609 Bielefeld
Professor Friedrich Baumjohann
fon 0521.106-7483/7490
e-mail friedrich.baumjohann@fh-bielefeld.de


Frank-Rüdiger Bürgel, Fachhochschule Bielefeld
Quelle: Informationsdienst Wissenschaft, http://www.idw-online.de

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Ein Dreirad ist in der Regel ein Fahrzeug mit drei Rädern. Zulassungsrechtlich werden in Deutschland jedoch auch vierrädrige Fahrzeuge als Dreiräder bezeichnet, wenn ein Räderpaar als Zwillingsrad ausgeführt oder der Abstand zwischen der Mitte der beiden Reifenaufstandsflächen nicht größer als 465 Millimeter ist. [1] Wikipedia


 

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Unter Neigetechnik, auch Gleisbogenabhängige Wagenkastensteuerung (Abk. Neitech, GST), versteht man eine Technik, bei der die Wagenkästen eines Eisenbahnzuges zum schnelleren Durchfahren von Gleisbögen zur Kurveninnenseite geneigt werden können. Wikipedia


 

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