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Fraunhofer-Institut für Lasertechnik ILT, 20.11.07

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Fraunhofer-Institut für Lasertechnik ILT, 20.11.07

Maßgeschneiderte Formeinsätze für den Werkzeugbau

Maßgeschneidertes Bauteil: Werkzeughülle aus Stahl hergestellt mit Selective Laser Melting, Hohlraum aufgefüllt durch Gießen von Aluminium.
Fraunhofer-Institut für Lasertechnik ILT, Aachen

Mit Laserauftragschweißen beschichtete Formkerne eines Spritzgießwerkzeuges. Links: Rohling. Rechts: fertigbearbeitetes Teil
Fraunhofer-Institut für Lasertechnik ILT, Aachen

Formkerne in Spritzgießwerkzeugen müssen die Wärme aus dem Kunststoff rasch abführen, um die Zykluszeit klein zu halten und eine gute Entformbarkeit zu gewährleisten. Ein geeigneter Werkstoff hierfür ist Kupfer. Dessen Verschleiß- und Korrosionsbeständigkeit ist jedoch für die meisten Anwendungen ungenügend. Am Fraunhofer ILT werden die Formkerne daher durch Laserstrahl-Auftragschweißen mit einer gradierten Schicht auf Stahlbasis versehen. Die Gradientenbeschichtung sorgt für eine dem Werkzeugstahl vergleichbare Verschleißbeständigkeit.


Auch im Druckgießwerkzeugbau können in Zukunft durch Gradientenwerkstoffe entscheidende Vorteile erzielt werden. Mit dem Laserstrahl-Auftragschweißen wurde hierzu am Fraunhofer ILT der Aufbau von Werkzeugeinsätzen mit einem Kern aus Edelstahl und einer Hülle aus einer verschleiß- und korrosionsbeständigen Stahllegierung demonstriert.

Das Selective Laser Melting wird am Fraunhofer ILT für die Fertigung von Formeinsätzen mit komplexen Temperierkanälen eingesetzt. Durch den schichtweisen Aufbau auf der Grundlage von CAD Daten können beliebig komplexe Hohlstrukturen erzeugt werden, die mit konventionellen Fertigungsverfahren nicht realisierbar sind. Beim SLM, das am Fraunhofer ILT entwickelt wurde, werden handelsübliche metallische Serienwerkstoffe in Pulverform verarbeitet. Hiermit lassen sich direkt Spritzwerkzeuge für die Serienproduktion herstellen. Die konturnahen Temperierkanäle sorgen für eine schnelle Werkzeugkühlung. Dies reduziert nicht nur die Zykluszeiten der Fertigung sondern führt zusätzlich zu einer erhöhten Qualität der Kunststoffprodukte.

Das Fraunhofer ILT entwickelt nun in Zusammenarbeit mit dem Gießerei-Institut der RWTH Aachen eine Alternative: die Herstellung von Formeinsätzen aus einer Werkstoffkombination. Per SLM wird nur eine dünne Hülle des Formeinsatzes aufgebaut. Der Hohlraum wird anschließend per Gießen mit einem weiteren Material aufgefüllt. Während die Hülle dann beispielsweise aus einem verschleißbeständigen Werkzeugstahl besteht, bietet sich als Gussmaterial ein hochwärmeleitfähiger Werkstoff wie eine Kupfer- oder Aluminiumlegierung an. Der Vorteil: Der Formeinsatz verfügt wegen des sehr gut wärmeleitfähigen Kerns über eine sehr gleichmäßige Kühlwirkung und benötigt dafür nur einfache oder gegebenenfalls sogar keine Kühlkanäle, wodurch der Konstruktionsaufwand erheblich reduziert wird.

Für weitere Informationen wenden Sie sich bitte an:

Dr.-Ing. Wilhelm Meiners (Experte zum Selektiven Laserschmelzverfahren SLM)
Telefon: +49 241/8906-301
Fax: +49 241/8906-121
wilhelm.meiners@ilt.fraunhofer.de

Dr.-Ing. Andreas Weisheit (Experte zum Laser-Auftragschweißen)
Telefon: +49 241/8906-403
Fax: +49 241/8906-121
andreas.weisheit@ilt.fraunhofer.de

Dr. Konrad Wissenbach (Leiter der Abteilung Oberflächentechnik)
Telefon: +49 241/8906-147
Fax: +49 241/8906-121
konrad.wissenbach@ilt.fraunhofer.de

Weitere Informationen:


Dipl.-Phys. Axel Bauer, Fraunhofer-Institut für Lasertechnik ILT
Quelle: Informationsdienst Wissenschaft, http://www.idw-online.de

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Im Werkzeugbau werden vom Werkzeugmechaniker (Werkzeugmacher) häufig komplexe und kostenintensive Werkzeuge für die Anwendung verschiedener Produktions-Verfahren hergestellt. Diese Werkzeuge dienen der kostengünstigen und schnellen Herstellung von Massenprodukten wie Werkstücken und Gegenständen für die Technik, den Haushalt usw. Die Werkzeuge werden mehrheitlich mit Hilfe von hochpräzisen und heute meistens CNC-gesteuerten Werkzeugmaschinen hergestellt. Wikipedia


 

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