Hilfe: Sie befinden sich auf...

Laser Zentrum Hannover e.V., 26.11.02

Archiv

... einer Artikelseite. Sie zeigt den vollständigen Text einer Nachricht.
Sie können auf die im Artikel enthaltenen Bilder klicken, um eine größere Version des Bildes angezeigt zu bekommen.

Am Fuß der Seite finden Sie drei Boxen mit weiteren Aktionsmöglichkeiten:
Über die linke Box können Sie zum vorhergehenden, bzw. nachfolgenden Artikel in diesem Bereich navigieren.
In der mittleren Box können Sie diesen Artikel bewerten.
In der rechten Box kommen Sie zu einer Druckversion dieses Artikels, Sie können den Link dieses Artikels an einen E-Mail-Empfänger verschicken und Sie können diesen Artikel auf einen Merkzettel legen, um ihn leichter wiederzufinden.

Hilfe: Generell zu dieser Seite

Bei NETZGUT finden Sie Nachrichten aus dem Netz.
Zu der Nachricht Ihres Interesses können Sie auf drei Wegen gelangen:

Im Archiv sind die Nachrichten nach Bereichen getrennt.
Unter Themen finden Sie Nachrichten bereichsübergreifend zu einem bestimmten Thema.
Über die Schlagworte gelangen Sie zu den Artikeln, denen eben jene Schlagworte zugeordnet wurden. Auch diese Einordnung ist bereichsübergreifend.

Übrigens: Der Hilfe-Button gibt Ihnen zu jeder Seite die passenden Informationen.

Laser Zentrum Hannover e.V., 26.11.02

Innovativer Leichtbau: Laserstrahlschweißen von Metallschaum

Metallschäume (zellulare metallische Werkstoffe) können durch die besonderen Eigenschaften der Lasermaterialbearbeitung geschweißt werden. Dadurch ist es möglich, die industrielle Anwendung dieser Leichtbaustoffe auszubauen.

Techniken der Zusatzwerkstoffzufuhr beim Laserstrahlschweißen von Metallschaum.

Durch die Qualifizierung bzw. Weiterentwicklung zellularer metallischer Werkstoffe, kurz Metallschäume, hat diese Werkstoffgruppe in der vergangenen Dekade stark an Bedeutung gewonnen. Damit die Metallschäume dem industriellen Anforderungsspektrum gerecht werden können, bedarf es einer zuverlässigen Fügetechnik. Das Laserstrahlschweißen stellt aufgrund seiner lokal begrenzten, konzentrierten Energiezufuhr ein vielversprechendes Verfahren dar.
Am Laser Zentrum Hannover e.V. haben Untersuchungen verdeutlicht, dass das Fügen der porösen Struktur nur unter Verwendung von Zusatzwerkstoff möglich ist. Hierfür kommen verschiedene Techniken der Zusatzwerkstoffzufuhr in Frage.

Durch die Verwendung von Zusatzdraht kann ein Zusammenfall der zellularen Struktur beim Phasenübergang fest-flüssig vermieden werden. Bei geringen Laserleistungen führt die partielle Abschirmung durch den Draht zur Minderung der Einschweißtiefe bzw. Vorschubgeschwindigkeit. Bei entsprechend höheren Leistungen ist jedoch auch hier ein Tiefschweißen realisierbar.
Gesteigerte Schweißgeschwindigkeiten und der energetisch günstigere Tiefschweißeffekt lassen sich erreichen, wenn Profile aus konventionellem Aluminiumblech oder aufschäumbarem Halbzeug im Fügespalt vordeponiert werden. Diese Zusatzwerkstoffe führen aufgrund der massiven Materialzugabe zu einer deutlich gesteigerten Dichte in der Fügezone.
Als weitere Techniken der Zusatzwerkstoffzufuhr können aktiv porenbildende pulver- und pastenförmige Materialien sowie die Einleitung von technischen Gasen in das laserinduzierte Schmelzbad zum Einsatz kommen. Derartige Methoden sind für ein eingeschränktes Grundwerkstoffspektrum mit einer Dichte ab 1,0 g/cm³ anwendbar. Vorteilhaft ist jedoch die dem Grundwerkstoffkennwert ähnliche Dichte in der Fügezone.
Die äußere Nahtbewertung verdeutlicht, dass die Schweißzone mit Ausnahme der Anwendung von Zusatzdraht eine geschlossene Oberfläche aufweist. Computertomographische Untersuchungen dokumentieren, dass die innere Nahtstruktur wesentlich durch den applizierten Zusatzwerkstoff determiniert wird. Die Festigkeit der Fügeverbindung liegt mindestens auf dem Niveau des Grundwerkstoffes. Eine gesteigerte Dichte in der Fügezone sowie die feinkörnige Kristallstruktur in der Übergangszone führen zu vergleichsweise hohen Kennwerten. Die Ergebnisse der Arbeit weisen die Eignung des Laserstrahlschweißens für zellulare Aluminiumwerkstoffe mit Materialstärken bis 15 mm nach.
Teile der Arbeiten wurden durch die Deutsche Forschungsgemeinschaft DFG unterstützt. Das Laser Zentrum Hannover e.V. (LZH) ist eine durch Mittel des niedersächsischen Ministeriums für Wirtschaft, Technologie und Verkehr unterstützte Forschungs- und Entwicklungseinrichtung auf dem Gebiet der Lasertechnik.
Für mehr Information:
Laser Zentrum Hannover e.V.
Herr Michael Botts
Hollerithallee 8
D-30419 Hannover
Tel.: +49 511 2788-151
Fax: +49 511 2788-100
E-Mail: bt@lzh.de
http://www.lzh.de


Michael Botts, Laser Zentrum Hannover e.V.
Quelle: Informationsdienst Wissenschaft, http://www.idw-online.de

Weitere Artikel in diesem BereichBewerten Sie diesen ArtikelToolbox
Mit dem Laserstrahl Mikrogreifer betätigen 
 Produktion aus dem Baukasten