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Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU), 05.11.06

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Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU), 05.11.06

Mit Grips und Gefühlen "Bionik" erfahren: Neue DBU-Ausstellung eröffnet

Osnabrück. Heute wurde "Inspiration Natur - Patentwerkstatt Bionik", die Gemeinschaftsausstellung der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU) und des Bionik-Kompetenz-Netzes BIOKON e.V., im Zentrum für Umweltkommunikation (ZUK) der DBU in Osnabrück von Dr. Rudolf Bannasch, Vorstandsvorsitzender von BIOKON e.V., und DBU-Generalsekretär Dr. Fritz Brickwedde eröffnet. Interesse hervorrufen für die junge Wissenschaft Bionik, die sich mit biologischen Vorbildern für technische Verfahren befasst, zum Mitmachen einladen und die Neugier der Ingenieure von morgen für natur- und technikorientierte Fragestellungen wecken - das sind die Ziele der Ausstellungsmacher.

Eröffneten heute im ZUK der DBU in Osnabrück die neue DBU-Ausstellung "Inspiration Natur - Patentwerkstatt Bionik": DBU-Generalsekretär Dr. Fritz Brickwedde (M.) und Dr. Rudolf Bannasch, Vorstandsvorsitzender von BIOKON e.V. (r.); mit auf dem Bild: Prof. Dr. Berndt Heydemann, Vorstand von BIOKON e.V. (l.)

"Mit der Ausstellung möchten wir einen Zugang zu faszinierenden Details aus der Natur schaffen, die Vorbild für umweltfreundliche technische Verfahren und Produkte sind", führt Brickwedde aus. Vor allem ginge es um die anschauliche Vermittlung des Zusammenhangs zwischen entdecken, entschlüsseln, übertragen und anwenden: "In unserer Bionik-Ausstellung bewegen Sie sich zwischen faszinierenden Phänomenen aus der Natur und ihrer eindrucksvollen technischen Nutzung in unterschiedlichsten Bereichen."


Auf etwa 240 Quadratmetern werden in acht verschiedenen Themenkomplexen wie zum Beispiel "Verbinden und Lösen", "Schwimmen, Fliegen, Laufen" oder "Entwickeln und Optimieren" zahlreiche Modelle aus der Natur und ihre Anwendungsmöglichkeiten in der Technik vorgestellt. Besuchern erschließen sich Zusammenhänge wie die von Katzenpfoten und Reifenprofilen, von Haihaut und Schwimmanzug oder von Lotus-Blume und Dachziegel. Anfassen und ausprobieren ausdrücklich erwünscht! Zahlreiche Exponate, Experimente und interaktive Elemente laden zu sinnlichen Erfahrungen ein: Zum Beispiel können Besucher fühlen, warum für Seepocken der Halt an Schiffsrümpfen schwierig ist, begreifen, warum "Lehrmeister Baum" Ingenieure begeistert und hören, wie Delfine miteinander kommunizieren.

Vor allem bei Jugendlichen, aber auch bei Kindern, den Ingenieuren von morgen, möchten DBU und BIOKON e.V. Interesse für die Ausstellung und damit für die Wissenschaft der Bionik wecken. "Wir möchten Bildung voran treiben und den wissenschaftlichen Nachwuchs fördern", begründet Bannasch. "Denn der wichtigste nachwachsende Rohstoff ist Grips". Es gehe nicht darum, mehr zu lernen, sondern intensiver. "Das heißt auch, nicht nur mit dem Kopf zu lernen, sondern auch über die Gefühle - und sich dabei von der Natur inspirieren zu lassen." Viele Exponate befänden sich auf einer für Kinder erreichbaren Höhe. Geeignet sei die Ausstellung insbesondere ab Schulklasse 7, "aber auch die Kleinen kommen bei uns nicht zu kurz". Deshalb wurden zwei kindgerechte Comicfiguren entwickelt: Gecko "Bio" und Roboter "Nik". "Wir schicken sie selbstständig auf Reise durch die 'Patentwerkstatt Bionik'", so Bannasch. "Unsere jüngsten Besucher laden wir ein, sie dabei zu begleiten." Für Schüler ab Klasse 7 liegt im ZUK begleitendes Unterrichtsmaterial vor.

Nach "Faszination Biotechnologie", "Energie@home" und "FasziNatur - Natur entdecken" ist dies die vierte DBU-eigene Ausstellung. Ab morgen ist sie im ZUK der DBU in Osnabrück montags bis donnerstags von 9 bis 17 Uhr, freitags von 9 bis 13 Uhr geöffnet. Eintritt und Führungen sind kostenlos. Für Führungen ist eine rechtzeitige Absprache und Anmeldung im ZUK erforderlich (Ansprechpartnerin: Eva Kolb, Tel.: 0541/9633-921). Flankierend wird das ZUK Begleitmaterial (geeignet ab Klasse 7) und ein Vortragsprogramm anbieten. Als Wanderausstellung konzipiert, geht sie ab Anfang 2008 deutschlandweit auf Reise; während dieser Zeit ist ein Ausleihen möglich. Mehr Informationen beim ZUK der DBU: Kerstin Schulte, Tel.: 0541/9633-941 und Meike Wunderlich, Tel.: 0541/9633-920; E-Mail: ausstellung-dbu@dbu.de.

Weitere Informationen:


Franz-Georg Elpers, Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU)
Quelle: Informationsdienst Wissenschaft, http://www.idw-online.de

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