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Fraunhofer-Institut für Algorithmen und..., 27.04.06

FEMZIP komprimiert Daten aus Crash-Simulationen auf bis zu ein Zehntel ihrer Originalgröße

Die Grafik zeigt die Kompressionsleistung von FEMZIP in verschiedenen Auflösungsstufen

Sankt Augustin. Eine einzige Aufprall-Simulation in der Automobilindustrie belegt oft mehrere Gigabyte Speicherplatz. In einem Jahr kommt ein Fahrzeughersteller auf eine Datenmenge bis zu 100 Terabyte. Die Nutzung dieser großen Datenmenge ist zu einem erheblichen Problem geworden. Aus dieser Erkenntnis heraus hat das Fraunhofer-Institut für Algorithmen und Wissenschaftliches Rechnen (SCAI) speziell für die Kompression von Daten aus der Aufprall-Simulation eine Software entwickelt: FEMZIP.


Damit der Benutzer die Daten aus den Aufprall-Simulationen effektiv übertragen und archivieren kann, komprimiert die Software FEMZIP die Daten auf ein Minimum. Die Kompression ist jedoch nicht verlustfrei. Die Genauigkeit der komprimierten Daten wird vom Benutzer festgelegt und bleibt auch nach der Dekompression erhalten. FEMZIP komprimiert die Daten auf bis zu ein Zehntel ihrer Originalgröße. "Dadurch sparen unsere Kunden Kosten für Speicherplatz und können die Auslastung ihrer Netzwerke drastisch senken", sagt Clemens-August Thole, Abteilungsleiter Numerische Software am Fraunhofer SCAI.
Auch das Softwarehaus DYNAmore in Stuttgart, das die kommerzielle Aufprall-Simulationsprogramm LS-DYNA vertreibt, ist von der SCAI-Software überzeugt. "FEMZIP ist für unsere Kunden ein echter Mehrwert. Die Nachfrage nach effizienter Software zur Datenkompression ist bei den Unternehmen sehr groß", betont Kurt Schweizerhof, Senior Consultant der DYNAmore GmbH.

Bislang komprimiert die Software Aufprall-Simulationsdaten der Programme LS-DYNA und PAMCRASH. Es ist jedoch geplant, alle Daten aus FEM-Simulationen (Finite-Element-Methode) komprimieren zu können. Standardkompressionsprogramme wie WINZIP sind zwar gängig und weit verbreitet, für die Kompression von Simulationsdaten sind sie jedoch nicht geeignet. Der Grund dafür ist, dass sie diese großen Datenmengen nur geringfügig reduzieren.

Ein Computer mit einem 3-Gigahertz-Prozessor würde zur Kompression einer für Simulationsdaten typischen Dateigröße von etwa 1,5 GB ungefähr 80 Sekunden und für die Dekomprimierung 50 Sekunden benötigen.

Ansprechpartner:
Diplom-Mathematiker Clemens-August Thole
Abteilungsleiter Numerische Software
Fraunhofer-Institut für Algorithmen und Wissenschaftliches Rechnen (SCAI)
Telefon: 02241-14-2739
Telefax: 02241-14-2181
E-Mail: Clemens-August.Thole@scai.fraunhofer.de


Das Fraunhofer-SCAI präsentiert die Software FEMZIP auf der Hannover Messe Industrie noch bis zum 28. April. Sie finden das SCAI auf dem Fraunhofer-Gemeinschaftsstand in Halle 16, Stand D16. Die Messe ist täglich von 9 bis 18 Uhr geöffnet.

Weitere Informationen:


Dipl.-Journ. Michael Krapp, Fraunhofer-Institut für Algorithmen und Wissenschaftliches Rechn
Quelle: Informationsdienst Wissenschaft, http://www.idw-online.de

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