Fachhochschule Jena übergibt Prototyp eines HIV-Modells an das Phyletische Museum Jena

v. links: Prof. Dr. Gabriele Beibst, Prof. Dr. Klaus Dicke und Prof. Dr. Martin Fischer mit dem Modell
Foto: Neef
(Jena, 29. Januar 2008) Prof. Dr. Gabriele Beibst, Rektorin der Fachhochschule Jena, übergab heute den Prototypen des Modells eines HIV-Virus an das Phyletische Museum Jena. Die feierliche Übergabe erfolgte in Anwesenheit des Rektors der Friedrich-Schiller-Universität Jena, Prof. Dr. Klaus Dicke und des Direktors des Phyletischen Museums, Prof. Dr. Martin S. Fischer.
Der Prototyp ist ein Geschenk der Fachhochschule Jena anlässlich der Gründung des Museums vor 100 Jahren sowie anlässlich des 450. Jubiläums der Friedrich-Schiller-Universität. Nicht zuletzt ist es auch ein aktiver Beitrag der Fachhochschule Jena zum Jahr der Wissenschaft 2008.
Die Idee für ein solches Modell hatte Museumsdirektor Prof. Dr. Martin Fischer im vergangenen Jahr. Er wandte sich an die Fachhochschule und gemeinsam mit dem Designer Christian Böhme von der Firma Develos Product Industriedesign Weimar realisierten Prof. Dr. Jens Bliedtner und Volker Heineck (beide Fachbereich SciTec der FH Jena) den Prototypen. Die Modellteile wurden mit einem modernen Rapid Prototyping Verfahren schichtweise aus einem UV-aushärtenden Kunststoff aufgebaut. Das Rapid Prototyping ermöglicht die schnelle Fertigung von Prototypen; es wird an der FH Jena schon seit mehreren Jahren erfolgreich im Bereich der Produktentwicklung eingesetzt.
Durch diese gemeinsame Initiative wird einem breiten Publikum Einblick in die Welt des gefährlichen Virus gegeben. Vor etwa 27 Jahren wurden die ersten Fälle von Aids bekannt. Seitdem hat sich die Erkrankung zu einer globalen Epidemie entwickelt. Weltweit leben über 33 Millionen Menschen mit HIV. Nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) haben sich im Jahre 2007 rund 2,5 Millionen Menschen neu mit HIV infiziert und 2,1 Millionen sind an Aids gestorben, 330.000 der Verstorbenen waren Kinder.
Der Herstellungsprozess des Prototyps steht nicht nur beispielhaft für eine enge Zusammenarbeit zwischen Friedrich-Schiller-Universität und Fachhochschule, sondern auch zwischen Wissenschaftlern, Designern und Ingenieuren. Seinen Platz hat das Modell bereits gefunden: es ist in der ständigen Ausstellung im Evolutionssaal des Phyletischen Museums ab sofort für die Besucher zugänglich.
Sigrid Neef
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