Hilfe: Sie befinden sich auf...

Fraunhofer-Gesellschaft, 02.04.08

Ergänzend zum Artikel

... einer Artikelseite. Sie zeigt den vollständigen Text einer Nachricht.
Sie können auf die Schlagworte zum Artikel klicken, um (andere) Artikel zu den jeweiligen Schlagworten anzuzeigen.
Auf der rechten Seite finden Sie weitere Informationen zu den Schlagworten dieses Artikels.
Sie können auf die im Artikel enthaltenen Bilder klicken, um eine größere Version des Bildes angezeigt zu bekommen.

Am Fuß der Seite finden Sie drei Boxen mit weiteren Aktionsmöglichkeiten:
Über die linke Box können Sie zum vorhergehenden, bzw. nachfolgenden Artikel in diesem Bereich navigieren.
In der mittleren Box können Sie diesen Artikel bewerten.
In der rechten Box kommen Sie zu einer Druckversion dieses Artikels, Sie können den Link dieses Artikels an einen E-Mail-Empfänger verschicken und Sie können diesen Artikel auf einen Merkzettel legen, um ihn leichter wiederzufinden.

Hilfe: Generell zu dieser Seite

Bei NETZGUT finden Sie Nachrichten aus dem Netz.
Zu der Nachricht Ihres Interesses können Sie auf drei Wegen gelangen:

Im Archiv sind die Nachrichten nach Bereichen getrennt.
Unter Themen finden Sie Nachrichten bereichsübergreifend zu einem bestimmten Thema.
Über die Schlagworte gelangen Sie zu den Artikeln, denen eben jene Schlagworte zugeordnet wurden. Auch diese Einordnung ist bereichsübergreifend.

Übrigens: Der Hilfe-Button gibt Ihnen zu jeder Seite die passenden Informationen.

Fraunhofer-Gesellschaft, 02.04.08

Exakter Schliff für funkelnde Juwelen

Rubine, Smaragde, Turmaline brauchen den richtigen Schliff, um zu funkeln. Seit Anfang des Jahres übernimmt bei der Firma Paul Wild GmbH eine vollautomatische Anlage diese Schleifarbeit: Sie spart im Mittel 15 Prozent des teuren Materials und schleift die Steine exakter.

Die Edelstein-Rohlinge werden mit einer dünnen Farbschicht bedeckt, damit ihre Oberfläche vermessen werden kann.
© Fraunhofer ITWM

Nach dem Vermessen der Edelstein-Rohlinge errechnet die Software den optimalen Schliff.
© Fraunhofer ITWM

Erst mit dem richtigen Schliff zeigen Edelsteine, was in ihnen steckt. Und nur wenn die Facetten gleichmäßig und exakt sind, erzielen die teuren Schmucksteine den Höchstpreis. Beim Schleifen - bisher ausschließlich Handarbeit - bleibt von dem wertvollen Rohstein jedoch nur wenig übrig: 66 bis 70 Prozent rieseln als Staub herab, nur gut 30 Prozent funkeln später als Schmuckstück im Licht. Doch mit welchem der zahlreichen Schliffmuster holt man am meisten aus dem jeweiligen Rohedelstein heraus? Geübte Fachleute haben dies im Gespür.


Eine Schleifmaschine macht diesem Erfahrungswissen Konkurrenz: Sie nutzt im Mittel 15 Prozent mehr des Rohstein-Volumens. Seit drei Monaten ist die Anlage bei der Firma Paul Wild GmbH bei Idar-Oberstein im Einsatz, über hundert matte Gesteinsbrocken hat sie bereits in schillernde Edelsteine verwandelt. "Die Maschine - eine CNC-Fräsmaschine mit 17 Achsen - vermisst zunächst die Oberfläche des Rohsteins", erklärt Dr. Karl-Heinz Küfer, Abteilungsleiter am Fraunhofer-Institut für Techno- und Wirtschaftsmathematik ITWM in Kaiserslautern, der die Software zur Steuerung der Anlage gemeinsam mit seinen Kollegen entwickelt hat. "Vollautomatisch werden dazu schmale Lichtstreifen auf den Rohstein projiziert, anhand ihrer Krümmung lässt sich seine Geometrie bestimmen. Der Rechner ermittelt in zehn Minuten das Bild des eingeschlossenen Schmucksteins, der geschliffen werden soll und sendet die entsprechenden Befehle an die Prozesssteuerung. Die 17 Achsen sorgen dafür, dass der Fräskopf sich auf jeder beliebigen Bahn bewegen kann und die Facetten auf zehn Mikrometer genau schleift - die Steine werden perfekt geometrisch." Zum Vergleich: Per Hand erreicht man eine Genauigkeit von etwa 100 Mikrometern, also Haaresbreite. Handpolierte Steine wirken weniger exakt, die Facetten und Schleifkanten scheinen leicht rund zu sein.

Bis ein Rohstein seine Facetten erhalten hat, braucht die vollautomatische Anlage durchschnittlich 20 Minuten. Die Maschine muss sehr vorsichtig arbeiten und lässt den edlen Staub daher etwas langsamer rieseln als ein Facharbeiter, der den Schleifdruck im Gefühl hat. Auf gar keinen Fall darf sich der Stein zu stark erhitzen, denn sonst könnte er zerspringen. Beim Polieren dagegen ist die Maschine schneller: Während der Facharbeiter den Stein immer wieder abwischen und anschauen muss, stellt die Anlage die Polierzeit automatisch ein - je nach Facettengröße, Steinart und -gewicht. "Bei Rohsteinen mittlerer Qualität amortisiert sich die Anlage nach etwa ein bis zwei Jahren", schätzt Küfer.

Weitere Informationen:


Dr. Janine Drexler, Fraunhofer-Gesellschaft
Quelle: Informationsdienst Wissenschaft, http://www.idw-online.de

Weitere Artikel in diesem BereichBewerten Sie diesen ArtikelToolbox
Strom- und Gasverbrauch auf einen Blick 
 3-D-Aufnahmen - schnurlos und jederzeit

Wikipedia Logo
Schmucksteine sind Minerale, welche im Allgemeinen als schön empfunden werden und als Schmuck Verwendung finden. Zu den Schmucksteinen werden vor allem Edel- und „Halbedelsteine“ in Schmuckqualität gezählt, aber auch andere Steine, wie beispielsweise Bernstein, Pechkohle oder relativ kleine und formschöne Fossilien. Der Handel zählt außerdem Perlen und Korallen zu den Schmucksteinen. Wikipedia


 

Archiv

Themen

Schlagworte

Anzeigen