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Georg-Simon-Ohm-Fachhochschule Nürnberg, 04.08.05

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Georg-Simon-Ohm-Fachhochschule Nürnberg, 04.08.05

Energiesparen mit dem richtigen Klima

Forschung braucht starke Partner. Seit Jahren unterstützt die Nürnberger Staedtler-Stiftung die Georg-Simon-Ohm-Fachhochschule, die forschungs-stärkste aller bayerischen FHs. So auch bei einem zukünftigen Projekt, bei dem sich das hochschuleigene Institut für Energie und Gebäude (ieg) der Untersuchung von Latentwärmespeicher-Materialien und deren Verwendung widmen wird. Durch einen Förderbetrag in Höhe von 34.000 Euro wird es nun möglich, Simulationen für die Klimatisierung von Gebäuden vorzunehmen und damit bereits im Vorfeld von Bauprojekten den optimalen Einsatz von intelligenten Materialien zu planen.

Starker Partner der Forschung: Staedtler-Geschäftsführer Ullrich Gerhart, Ohm-Rektor Prof. Dr. Herbert Eichele, Stiftungs-Vorstand Dr. Werner Grandi, Prof. Dr. Wolfram Stephan und Dipl.-Ing. (FH) Arno Dentel bei der Übergabe des Förderschecks.
Foto: FH Nürnberg

Am Donnerstag, 4. August, übergab Stiftungs-Vorstand Dr. Werner Grandi den Scheck mit der Fördersumme an Prof. Dr. Wolfram Stephan, Leiter des ieg, Projekt-Leiter Dipl.-Ing. (FH) Arno Dentel und Ohm-Rektor Prof. Dr. Herbert Eichele. Mit dem Geld wird das Forschungsprojekt gestartet, dessen Thema den offiziellen Titel "Latentwärmespeicher-Materialien - Modellbildung und Entwicklung eines Berechnungsverfahrens für innovative Bauprodukte" trägt.

Bei diesen Materialien handelt es sich Baustoffe, wie zum Beispiel Dämmplatten, in deren Inneren sogenannte "PCM" (Phase Change Materials) verarbeitet sind, die in der Lage sind, Wärme zu speichern. Diese PCM - Plastikkügelchen, die Parafinwachs enthalten - schmelzen bei Hitzeeinwirkung, binden die Wärme und geben sie nicht weiter. Verbaut man sie in modernen verglasten Gebäuden, heizen diese im Sommer nicht so stark auf, im Winter wiederum halten sie umgekehrt die Heizwärme in den Räumen. Der Vorteil liegt auf der Hand: Durch intelligente Verwendung der innovativen Produkte ist es möglich, den Energieverbrauch für Klimatisierung oder Heizung deutlich zu senken.


Labortests und Simulationen

Im Forschungsprojekt des ieg werden solche Baumaterialien in der hochschuleigenen Klimakammer zunächst einschlägigen Labortests unterzogen, um die genauen Eigenschaften zu messen. "Im Anschluss werden wir dann entsprechende Software-Module entwerfen, um Szenarien für alle beliebigen Bau-Objekte zu simulieren", erklärt Projekt-Leiter Dipl.-Ing. (FH) Arno Dentel, "Damit ist es uns möglich, ein geeignetes Beurteilungs- und Berechnungsverfahren für Produkte mit Latentwärmespeicher-Materialien zu entwickeln." Architekten und Bauherren können künftig schon im Vorfeld untersuchen lassen, wo und wie der Einsatz sinnvoll ist, um Spareffekte zu erzielen. "Diese Simulationen können auch bereits in der Planungsphase die späteren Raumtemperaturen im Gebäude genau vorausberechnen", weiß ieg-Leiter Prof. Dr. Wolfram Stephan, "Auf eine aktive Klimatisierung mit den damit verbundenen Kosten und Umweltbelastungen kann somit also verzichtet werden."

Das ieg - Intelligente Lösungen für die EnergieRegion

In vielerlei Hinsicht fungiert die Georg-Simon-Ohm-Fachhochschule als aktiver Forschungspartner der EnergieRegion Nürnberg; so etwa mit dem hochschuleigenen Institut für Energie und Gebäude (ieg). Für diesen gesamten Themenkomplex besteht aktuell ein hoher Forschungsbedarf, um den künftigen Strukturwandel zu bewältigen. Im Mittelpunkt der Arbeiten der Wissenschaftler um Prof. Dr. Wolfram Stephan stehen die Themenkomplexe "Gebäudesysteme", "Facility- und "Energiemanagement". In zahlreichen Projekten liefert das ieg kompetente und intelligente Lösungen für Energieeinsparungen im industriellen und öffentlichen Bereich, entwickelt neue Konzepte für Gebäudesysteme und übernimmt die wissenschaftliche Begleitung von Pilotprojekten.

Die Staedtler-Stiftung: Partner der Wissenschaft

Die gemeinnützige Staedtler-Stiftung, die sämtliche Anteile der Nürnberger Staedtler-Gruppe hält, hat sich zum Ziel gesetzt, die Forschung an inländischen Universitäten und Fachhochschulen sowie kulturelle Einrichtungen zu fördern. Jährlich werden aus ihren Erträgen wissenschaftliche Projekte unterstützt und auch Promotionspreise für hervorragende Doktoranden vergeben. So förderte die Staedtler-Stiftung an der Georg-Simon-Ohm-Fachhochschule bereits viele Projekte, allein in den vergangenen sechs Jahren flossen über 650.000 Euro Fördergelder. Neben der Arbeit an Latentwärmespeicher-Materialien laufen aktuell Forschungen im Fachbereich Angewandte Chemie über thermoplastische Beschichtungen als Alternative zur Lackierung von Naturmaterialien, Untersuchungen über umweltfreundliche Techniken zur Herstellung neuer Baugruppen von Inkjet-Lasern im Fachbereich Elektrotechnik-Informationstechnik-Feinwerktechnik sowie Datenanalyseverfahren für Verbalmor-phologie im Fachbereich Informatik. Allesamt werden sie finanziell durch die Staedtler-Stiftung unterstützt und wären ohne den wichtigen Partner nur schwer durchführbar.

Weitere Informationen im Internet unter www.fh-nuernberg.de; www.ieg.fh-nuernberg.de sowie www.staedtler.com.

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Rückfragen von Medienvertretern bitte an Prof. Dr. Wolfram Stephan, Telefon 09 11 / 58 80 12 90 oder wolfram.stephan@fh-nuernberg.de. Gerne hilft Ihnen auch die Pressestelle der Fachhochschule, die Sie unter der Nummer 09 11 / 58 80 41 01 (Marc Briele) bzw. via Mail an presse@fh-nuernberg.de erreichen können. Für redaktionelle Zwecke stellen wir gerne Fotos zur kostenlosen Verwendung zur Verfügung

Weitere Informationen:


Diplom-Sozialwirt Marc Briele, Georg-Simon-Ohm-Fachhochschule Nürnberg
Quelle: Informationsdienst Wissenschaft, http://www.idw-online.de

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