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Technische Universität Chemnitz, 13.01.03

DFG-Sonderforschungsbereich: Wo nicht nur "Ich-AG's" ins Netz gehen

Wo nicht nur "Ich-AG's" ins Netz gehen
Drei Millionen Euro für DFG-Sonderforschungsbereich "Hierarchielose regionale Produktionsnetze"

Mit jährlich über einer Million Euro fördert die Deutsche Forschungsgemeinschaft in den kommenden drei Jahren an der TU Chemnitz den Sonderforschungsbereich 457 "Hierarchielose regionale Produktionsnetze". Sonderforschungsbereiche (SFB) sind langfristige Vorhaben, in denen Wissenschaftler aus verschiedenen Fachrichtungen gemeinsam an einer Thematik forschen. Vier derartige Forschungsbereiche arbeiten bereits an der Chemnitzer Universität.

Im SFB 457 schaffen 15 Wissenschaftler aus fünf Fakultäten gemeinsam mit ihren Professoren die Grundlagen für den Aufbau von Produktionsnetzen, die in Zukunft regional vorhandene Kompetenzen für jeweils einen Kundenauftrag bündeln sollen. Die Idee der Forscher um SFB-Sprecher Prof. Dr. Hartmut Enderlein besteht darin, Produktionsnetze nicht mehr vordergründig aus Unternehmen sondern direkt aus den jeweils kleinsten Leistungseinheiten - so genannten Kompetenzzellen - zu bilden und dabei Verwaltungsaufwand einzusparen. Gleichzeitig sollen die Entscheidungen im Netzwerk durch wissenschaftlich fundierte Handlungsempfehlungen und neu entwickelte Informationssysteme "objektiviert" werden. Kleinunternehmen und auch Selbständige ("Ich-AG's") erhalten dadurch die Chance, komplexe Problemlösungen anzubieten. Praxispartner des SFB sind Chemnitzer Industrieverbünde wie das Anwendungszentrum Mikrosystemtechnik, der Interessenverband Chemnitzer Maschinenbau und das Kompetenzzentrum Maschinenbau.

Heute existierende Netzwerke basieren vor allem auf persönlichen Beziehungen und gewachsenem Vertrauen. Beides bleibt weiterhin eine wichtig Grundlage, genügt aber nicht, um ausreichend schnell und effizient zu sein. Um die Vision von kompetenzzellenbasierten Produktionsnetzen mit Leben zu erfüllen, entwickelten die Wissenschaftler des SFB in den letzten drei Jahren grundlegende Modelle und Lösungsansätze, die sie nun in virtuelle Prototypen überführen und mit Computersimulationen testen wollen. Von diesen Experimenten erwarten sie sich Erkenntnisse über empfehlenswerte Netzkonfigurationen und über die Tauglichkeit der eingesetzten Methoden und Instrumente.

Weitere Informationen erteilen der Sprecher des Sonderforschungsbereichs "Hierarchielose regionale Produktionsnetze" Prof. Hartmut Enderlein, Telefon (03 71) 5 31 - 53 08, sowie der SFB-Koordinator Thomas Löffler, Telefon (03 71) 5 31 - 53 14, E-Mail sfb457@tu-chemnitz.de


Dipl.-Ing. Mario Steinebach, Technische Universität Chemnitz
Quelle: Informationsdienst Wissenschaft, http://www.idw-online.de

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