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Technische Universität Kaiserslautern, 07.05.01

Kann die Computermaus im Produktionsumfeld ohne weiteres eingesetzt werden?

Forschungsbericht des Zentrums für Mensch-Maschine-Interaktion am Lehrstuhl für Produktionsautomatisierung im Fachbereich Maschinenbau und Verfahrenstechnik der Universität Kaiserslautern ist Grundlage für VDI/VDE-Richtlinie.

Bedingt durch den vermehrten Einsatz von grafischen Benutzungssystemen in der Produktionstechnik werden auch mehr koordinatengebende Interaktionsgeräte (z. B. Maus oder Trackball) neben den herkömmlichen - wie z. B. Tasten zur Navigation - in diesen Benutzungssystemen eingesetzt. Allerdings können koordinatengebende Interaktionsgeräte, wie sie aus dem Bürobereich bekannt sind, nicht ohne weiteres im industriellen Umfeld eingesetzt werden. Probleme bestehen hinsichtlich Verschmutzung, Robustheit, Anordnung und Platzbedarf. Auf dem Markt werden zahlreiche alternative Interaktionsgeräte angeboten. Es mangelt an Entscheidungsgrundlagen, welches Gerät für welchen Anwendungsbereich eingesetzt werden kann und welchen Randbedingungen die Anwendung des jeweiligen Gerätes genügen muss.

Vor diesem Hintergrund wurde in eineinhalbjähriger Arbeit vom Fachausschuss Mensch-Maschine-Kommunikation in der Produktionstechnik der VDI/VDE-Gesellschaft Mess- und Automatisierungstechnik (GMA) Blatt 2 der Richtlinie 3850 erarbeitet, die den Entwickler von Bediensystemen bei der Auswahl und Integration von geeigneten Interaktionsgeräten unterstützt. Dabei sollen dem Entwickler genügend gestalterische Freiräume zur Erarbeitung eigenständiger Lösungen belassen werden. Die Grundlage für den Entwurf ist ein Forschungsbericht, der die Forschung des Zentrums für Mensch-Maschine-Interaktion am Lehrstuhl für Produktionsautomatisierung im Fachbereich Maschinenbau und Verfahrenstechnik der Universität Kaiserslautern in diesem Bereich zusammenfasst.

Zweck des Blattes 2 der VDI/VDE-Richtlinie 3850 ist die Angabe von Regeln und Empfehlungen zur Auswahl von koordinatengebenden und nichtkoordinatengebenden Interaktionsgeräten im stationären Einsatz. Die in dieser Richtlinie gegebenen Gestaltungsempfehlungen beziehen sich auf die Integrationsmöglichkeiten von Interaktionsgeräten an Maschinen. Damit sollen Entwickler und Anwender von grafischen Benutzungsoberflächen bei der Suche nach einem geeigneten Interaktionsgerät und bei der integrativen Gestaltung von Maschinen und deren Steuerungen unterstützt werden.

Ansprechpartner:
Prof. Dr.-Ing. Detlef Zühlke
Fachbereich Maschinenbau und Verfahrenstechnik
Universität Kaiserslautern
Tel.: 0631-205 3570
Email: zuehlke@mv.uni-kl.de

Weitere Informationen:
  • http:/www.uni-kl.de/pak/vdi/FA5_7.html


Christel Haag, Technische Universität Kaiserslautern
Quelle: Informationsdienst Wissenschaft, http://www.idw-online.de

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