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Technische Universität Chemnitz, 27.02.06

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Technische Universität Chemnitz, 27.02.06

CeBIT 2006: Drahtlos schalten im intelligenten Haus

Prof. Dr. Wolfram Hardt (r.) und Informatik-Student Norman Zschiegner testen die Steuerung eines Modell-Autos mit Hilfe eines bluetooth-fähigen Handys.
Foto: Mario Steinebach

CeBIT 2006: Drahtlos schalten im intelligenten Haus
Chemnitzer Informatiker zeigen, wie mobile Bluetooth-Geräte beispielsweise die Haustechnik über neuartige Kommunikationsnetzwerke steuern können

Mit dem Handy die Fenster eines Wohnhauses zu öffnen und zu schließen oder Lampen zu schalten, entspringt nicht der Phantasie eines Science-Fiction-Autors. "Im intelligenten Haus der Zukunft werden bluetooth-fähige Handys zahlreiche Hausgeräte vom Fenster über das Garagentor bis hin zu den Lampen drahtlos bedienen", versichert Prof. Dr. Wolfram Hardt von der Professur Technische Informatik der TU Chemnitz. Sein Forschungsteam entwickelte in den vergangenen Monaten das so genannte "selbstorganisierende Bluetooth-Netzwerk". In diesem Netzwerk können sowohl bekannte als auch fremde Bluetooth-Geräte Steuerungsfunktionen übernehmen. Kommen beispielsweise die Bewohner eines Hauses mit ihrem Handy in die Reichweite dieses im Gebäude installierten Netzes, wird das Funktelefon automatisch mit dem Bluetooth-Netz verbunden. Danach kann es alle Steuerungsfunktionen übernehmen, für die eine Berechtigung vorliegt. Fremde Bluetooth-Geräte müssen erst über einen Sicherheitscode authentifiziert werden.

Erstmals zeigen die Informatiker der TU Chemnitz ihre neue Lösung vom 9. bis 15. März 2006 auf der CeBIT in Hannover auf dem mitteldeutschen Gemeinschaftsstand "Forschung für die Zukunft" (Halle 9, Stand D04). Auf der Computerfachmesse demonstrieren die Wissenschaftler die Funktionsweise auf Basis der Fernsteuerung des Motors eines Modellautos über ein Handy der neuesten Generation.

"Das Besondere an diesem neuartigen Bluetooth-Netzwerk ist, dass selbst dann, wenn ein Bluetooth-Knoten ausfällt, die Steuerung der Geräte möglich ist - das Netzwerk organisiert sich den Havarieplan selbst", erklärt Projektmitarbeiter Andre Meisel. Bisher bekannte "kritische Knoten" gehören so der Vergangenheit an.

Weitere Informationen: TU Chemnitz, Fakultät für Informatik, Professur Technische Informatik, Prof. Dr. Wolfram Hardt, Telefon (03 71) 5 31 - 14 69, E-Mail wolfram.hardt@informatik.tu-chemnitz.de , sowie Dipl.-Inf. André Meisel, Telefon (03 71) 5 31 - 19 01, E-Mail andre.meisel@informatik.tu-chemnitz.de , http://www.tu-chemnitz.de/cs/ce

Weitere Informationen:


Dipl.-Ing. Mario Steinebach, Technische Universität Chemnitz
Quelle: Informationsdienst Wissenschaft, http://www.idw-online.de

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