Hilfe: Sie befinden sich auf...

Fraunhofer-Gesellschaft, 01.10.07

Ergänzend zum Artikel

... einer Artikelseite. Sie zeigt den vollständigen Text einer Nachricht.
Sie können auf die Schlagworte zum Artikel klicken, um (andere) Artikel zu den jeweiligen Schlagworten anzuzeigen.
Auf der rechten Seite finden Sie weitere Informationen zu den Schlagworten dieses Artikels.
Sie können auf die im Artikel enthaltenen Bilder klicken, um eine größere Version des Bildes angezeigt zu bekommen.

Am Fuß der Seite finden Sie drei Boxen mit weiteren Aktionsmöglichkeiten:
Über die linke Box können Sie zum vorhergehenden, bzw. nachfolgenden Artikel in diesem Bereich navigieren.
In der mittleren Box können Sie diesen Artikel bewerten.
In der rechten Box kommen Sie zu einer Druckversion dieses Artikels, Sie können den Link dieses Artikels an einen E-Mail-Empfänger verschicken und Sie können diesen Artikel auf einen Merkzettel legen, um ihn leichter wiederzufinden.

Hilfe: Generell zu dieser Seite

Bei NETZGUT finden Sie Nachrichten aus dem Netz.
Zu der Nachricht Ihres Interesses können Sie auf drei Wegen gelangen:

Im Archiv sind die Nachrichten nach Bereichen getrennt.
Unter Themen finden Sie Nachrichten bereichsübergreifend zu einem bestimmten Thema.
Über die Schlagworte gelangen Sie zu den Artikeln, denen eben jene Schlagworte zugeordnet wurden. Auch diese Einordnung ist bereichsübergreifend.

Übrigens: Der Hilfe-Button gibt Ihnen zu jeder Seite die passenden Informationen.

Fraunhofer-Gesellschaft, 01.10.07

Schlagworte

Belastungstest, Lack

Belastungstests für Lacke

Glänzt der Lack noch genauso, wenn er sich in den verarbeitenden Betrieben durch all die Pumpen, Schläuche und Ventile gequetscht hat und endlich am Bauteil angekommen ist, das er zieren soll? Eine miniaturisierte Testanlage in Tischformat gibt Aufschluss.

Mit der Ringleitung lässt sich die Belastung simulieren, der Lacke in realen Produktionsumgebungen ausgesetzt sind.
© Fraunhofer IFAM

Lacke müssen in Betrieben einen langen und beschwerlichen Weg zurücklegen, bevor sie ein Bauteil zieren: Aus den Lieferbehältern, die bis zu 200 Kilogramm fassen, werden die Farben durch Schläuche, Pumpen, Ventile und Vorratsmischer bis zum Lackierroboter gepumpt - über Entfernungen von bis zu hundert Metern. Durch die hohe Be-anspruchung kann auf diesem Weg viel schiefgehen: Teilweise verformen sich die Pigmente, was den Farbton ändert. Das Bindemittel kann versagen, schlimmstenfalls trennt sich der Lack in zwei Phasen. Auch Haftungseigenschaften und Glanz des Lacks können sich verändern. Bevor ein Unternehmen zu einem neuen Lacksystem greift, muss daher seine Belastbarkeit getest werden. Welche Lacke eignen sich für die industrielle Anwendung, bei welchen ist Vorsicht geboten? Mit wie viel Lösungsmittel muss man die Anlage spülen, um den Lack vollständig zu entfernen? Große Unternehmen besitzen teils teure Prüfringleitungen, die solche Fragen beantworten. Bei kleinen und mittelständischen Firmen übersteigt dies jedoch meist das Budget.

Speziell für diese Anwender entwickeln Forscher der Fraunhofer-Institute für Fertigungstechnik und Angewandte Materialforschung IFAM in Bremen und für Umwelt-, Sicherheits- und Energietechnik UMSICHT in Oberhausen ein preisgünstiges, miniaturisiertes Testsystem, das im kommenden Jahr einsatzbereit sein soll. Es hat etwa die Größe eines Tisches. Als Vorbild für die kleine Anlage dient eine 20 Meter lange Ringleitung, die denen in den Betrieben entspricht: Durch diese kreisförmige Testanlage pumpen die Forscher den Lack und messen online Temperatur, Druck, Fließgeschwindigkeit und Scherrate. Bei der Miniaturisierung der Anlage kommt es vor allem darauf an, dass der Lack trotz der kurzen Wege genauso stark belastet wird wie später im Betrieb. Daher berechnen die Forscher mit Hilfe von Simulationen zunächst die auftretenden Scherleistungen in Anlagen herkömmlicher Größe. Diese Simulationen gleichen sie mit den Daten ab, die sie in der 20 Meter langen Ringleitung messen. Die Komponenten, in denen der Lack am meisten beansprucht wird, schalten die Forscher in der miniaturisierten Anlage hintereinander - auf Leitungen und Schläuche, die den Lack recht wenig beanspruchen, kann man verzichten. Pumpen, Verengungen und Druckminderer erzielen ein Strömungsprofil, das dem der großen Anlage nachempfunden ist. "Statt 50 bis 100 Litern Lack wie bei einer herkömmlichen Anlage reichen beim neuen Testsys-tem ein bis zwei Liter. Die miniaturisierte Anlage ist daher nicht nur in der Anschaffung, sondern auch bei den Betriebskosten wesentlich kostengünstiger und zudem umweltschonender", sagt Buchbach.

Weitere Informationen:


Dr. Janine Drexler, Fraunhofer-Gesellschaft
Quelle: Informationsdienst Wissenschaft, http://www.idw-online.de

Weitere Artikel in diesem BereichBewerten Sie diesen ArtikelToolbox
Laser fügen Solarzellen zusammen 
 Reinigen mit Kohlenstoffdioxid-Schnee

Klicken Sie auf die Schlagworte um weitere Links oder Infos dazu angezeigt zu bekommen

Wikipedia Logo
Unter einem Lasttest versteht man die Bestimmung von unter Last veränderlichen Parametern. Die Last wird hierbei künstlich herbeigeführt und ist meist fein dosierbar. Wikipedia


 

Wikipedia Logo
Lack ist ein flüssiger oder auch pulverförmiger Beschichtungsstoff, der dünn auf Gegenstände aufgetragen wird und durch chemische oder physikalische Vorgänge (zum Beispiel Verdampfen des Lösemittels) zu einem durchgehenden Film aufgebaut wird. Hierbei können stumpfmatte (z. B. Softfeel-Oberflächen im Kfz-Innenraum) bis hochglänzende (z. B. Klavierlacke) Oberflächen erzielt werden. Wikipedia


 

Archiv

Themen

Schlagworte

Anzeigen