Hilfe: Sie befinden sich auf...

Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme ISE, 27.08.02

Archiv

... einer Artikelseite. Sie zeigt den vollständigen Text einer Nachricht.
Sie können auf die im Artikel enthaltenen Bilder klicken, um eine größere Version des Bildes angezeigt zu bekommen.

Am Fuß der Seite finden Sie drei Boxen mit weiteren Aktionsmöglichkeiten:
Über die linke Box können Sie zum vorhergehenden, bzw. nachfolgenden Artikel in diesem Bereich navigieren.
In der mittleren Box können Sie diesen Artikel bewerten.
In der rechten Box kommen Sie zu einer Druckversion dieses Artikels, Sie können den Link dieses Artikels an einen E-Mail-Empfänger verschicken und Sie können diesen Artikel auf einen Merkzettel legen, um ihn leichter wiederzufinden.

Hilfe: Generell zu dieser Seite

Bei NETZGUT finden Sie Nachrichten aus dem Netz.
Zu der Nachricht Ihres Interesses können Sie auf drei Wegen gelangen:

Im Archiv sind die Nachrichten nach Bereichen getrennt.
Unter Themen finden Sie Nachrichten bereichsübergreifend zu einem bestimmten Thema.
Über die Schlagworte gelangen Sie zu den Artikeln, denen eben jene Schlagworte zugeordnet wurden. Auch diese Einordnung ist bereichsübergreifend.

Übrigens: Der Hilfe-Button gibt Ihnen zu jeder Seite die passenden Informationen.

Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme ISE, 27.08.02

Autonome Energieversorgung mit Wasserstoff aus Erneuerbaren Energien

Fraunhofer ISE 2 kW-Membranelektrolyseur

Modular aufgebauter Stack des Fraunhofer ISE 2 kW-Membranelektrolyseurs

Die Entwicklung von Elektrolyseuren für die Wasserstoff-herstellung in autonomen Energieversorgungssystemen zählt zu den Kernkompetenzen des Fraunhofer ISE im Bereich Wasserstofftechnologie. Im Auftrag des Instituts für Energietechnik ife (Institutt for Energietekknik) in Kjeller, Norwegen, haben die Freiburger Forscher jetzt eine Elektrolyse-Einheit gebaut, die als Gesamtsystem mit Photovoltaikmodulen, Batterie, Wasserstoffspeicher und Brennstoffzelle im Labor des ife in Norwegen untersucht wird. Die Dynamik des Systems sowie der optimale Betrieb stehen dabei im Mittelpunkt.


Wasserstoff ist das häufigste Element der Erde und kann bei der Reaktion mit Luftsauerstoff große Mengen an Energie freisetzen. Diese chemische Energie kann mit hohem Wirkungsgrad in einer Brennstoffzelle kontrolliert in Strom und nutzbare Wärme umgewandelt werden. Brennstoffzellen sind effiziente Energiewandler, die umweltfreundlich, geräuscharm und wartungsarm arbeiten. Diese Eigenschaften regen seit langem die Phantasie von Forschern an, um die Vision einer schadstofffreien Energieerzeugung zu verwirklichen.

Da Wasserstoff jedoch in der Natur nicht in reiner Form vorkommt, muss er aus anderen Stoffen gewonnen werden. Eine Möglichkeit ist die Zerlegung von Wasser durch die Elektrolyse. Kommt der hierfür benötigte Strom aus regenerativen Quellen wie Photovoltaik, so ist das Ziel einer nachhaltigen und dezentralen Energiewirtschaft erreicht.

Wo eine vom Netz unabhängige Stromversorgung erforderlich ist, werden heute meist Diesel-Generatoren eingesetzt. Diese tragen jedoch zu einem erhöhten CO2-Ausstoß bei und sind obendrein wartungsintensiv. Photovoltaikanlagen in Kombination mit Wasserstofftechnologie bieten eine umweltfreundliche und nachhaltige Energieversorgung fernab vom Netz.

Da die Sonne nicht unentwegt scheint, muss die in der Solarstromanlage gewonnene Energie gespeichert werden. Im Falle der Kurzzeitspeicherung geschieht dies mit Hilfe von Batterien. Für die Langzeitspeicherung bedarf es jedoch anderer Lösungen. Will man das Überangebot an Solarstrahlung im Sommer für die Nutzung während der Winterperiode gewinnen, wird der überschüssige Strom in einem Elektrolyseur zur Spaltung von Wasser in Wasserstoff und Sauerstoff genutzt. Der Wasserstoff wird als Energieträger in speziellen Tanks gespeichert und im Bedarfsfall in einer Brennstoffzelle zur Stromgewinnung verwendet.

Der vom Fraunhofer ISE für das norwegische Institut gebaute Elektrolyseur produziert bei einer maximalen Leistung von 2 kW 450 Normliter Wasserstoff pro Stunde. Die Anlage arbeitet nach dem Prinzip der PEM (Polymer-Elektrolyt-Membran)-Elektrolyse und liefert Wasserstoff bei einem Druck von 15 bar. Die Beschichtung der protonenleitenden Membran wurde im Labor des Fraunhofer ISE vorgenommen, eine zusätzlich aufgebrachte Diffusionssperre erhöht die Reinheit des erzeugten Wasserstoffs. Die das Gesamtsystem ergänzende Brennstoffzelle hat 500 W elektrische Leistung, der Wasserstoffspeicher auf Basis von Metallhydriden ein Volumen von 15 Nm³. Die Anlage ist automatisiert und auf Knopfdruck zu bedienen.

Bereits im vergangenen Jahr hatte das Fraunhofer ISE im Rahmen eines EU-Projekts eine kleinere Elektrolyse-Anlage entwickelt. Diese ist in der Lage, als Teil eines Energie-versorgungssystems einen Telekommunikationssender autark und wartungsfrei zu versorgen und wird derzeit in Spanien im Feld getestet.

Das Fraunhofer ISE präsentiert seine Aktivitäten im Bereich Wasserstofferzeugung auf der H2-Expo in Hamburg vom 10.-12. Oktober 2002, Stand 4150.
Informationsmaterial und Fotos:
Fraunhofer ISE, Presse und Public Relations
Tel. +49 (0) 7 61/45 88-51 50, Fax +49 (0) 7 61/45 88-93 42
E-Mail: info@ise.fhg.de
Ansprechpartnerin für weitere Informationen:

Projektleiterin:
Dipl. Ing. Ursula Wittstadt, Fraunhofer ISE,
Tel. +49 (0) 7 61/45 88-52 04, Fax+49 (0) 7 61/45 88-93 20
E-Mail: Ursula.Wittstadt@ise.fhg.de


Karin Schneider, Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme ISE
Quelle: Informationsdienst Wissenschaft, http://www.idw-online.de

Weitere Artikel in diesem BereichBewerten Sie diesen ArtikelToolbox
Schutz vor Missbrauch beim Flaschenpfand 
 Neue Prothese ermöglicht problemloses Treppen steigen und Fahrrad fahren