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Deutsches Museum, 29.11.07

Alltag mit Nanoprodukten - Neue Sonderausstellung im Deutschen Museum

(München, 29. November 2007) Im Deutschen Museum ist ab sofort eine Sonderausstellung über Nanotechnologie im Alltag zu sehen. Auf etwa 25m2 werden über 70 Produkte gezeigt, die Nanotechnologie enthalten und für den Endanwender schon im Geschäft verfügbar sind. Die Ausstellung zeigt wie sehr Nanotechnologie heute schon in unser Leben Einzug gehalten hat. Das Spektrum reicht von Oberflächenbeschichtungen bei Kleidung und in der Küche, über Haus- und Bautechnik bis hin zu Kosmetik und Nanoelektronik.

Gesammelte aus Nanotechnologie hergestellte Objekte. Nanotechnologie wird schon heute in einer Vielzahl von Produkten eingesetzt. Hier eine kleine Auswahl von Objekten die in der neuen Ausstellung "Alltag mit Nanoprodukten" zu sehen sind.
Foto: Deutsches Museum

Mit Nanotechnik entspiegelte Glasscheiben werden zum Beispiel bei den Zuganzeigern an Bahnhöfen eingesetzt. (hier: S-Bahnhof Marienplatz, München)
Foto: Deutsches Museum

Für viele Menschen ist "Nano" noch von Visionen und Phantasien geprägte Zukunftstechnik. Dort wo die Objekte und Strukturen nur die Größe von wenigen Nanometern haben - das ist etwa 50.000-mal kleiner als der Durchmesser von einem menschlichen Haar - verbergen sich erstaunliche neue Effekte; Kurioses wie Nützliches. Es gibt viele Visionen was die Nanotechnik alles irgendwann einmal leisten könnte, von selbstorganisierenden Nanorobotern bis hin zu personenspezifischen Medikamenten.
Diese neue Technologie besteht aber nicht nur aus Visionen und Phantasien einiger Forscher oder Marketing-Spezialisten, sondern hat an vielen Stellen schon Einzug in unseren Alltag gehalten. Die neue Sonderausstellung zeigt Belege hierfür. Bei allen gezeigten Produkten trägt Nanotechnologie zu einer Verbesserung der Anwendungseigenschaften bei, wobei der Effekt von "einfach nur praktisch" bis "spektakulär" reicht.
Bei den einzelnen Produkten in der Sammlung wird kurz und anschaulich die Art und Wirkung der enthaltenen Nanotechnologie erklärt. Des Weiteren werden einige ausgewählte Leittechnologien vertieft behandelt und an Beispielartikeln erläutert. Die Ausstellung ist im Deutschen Museum zwischen der Chemie- und Physikabteilung im Bereich des Gläsernen Forscherlabors angesiedelt. Dort finden auch regelmäßig Vorführungen zu verschiedenen nanotechnologischen Effekten statt.
Die Ausstellung ist Teil des "Zentrum Neue Technologien" (ZNT) und wird mit der Eröffnung der neuen Räumlichkeiten 2009 dort als Dauerausstellung gezeigt werden. Im Angesicht der rasanten Entwicklung der Nanotechnik werden die Exponate immer wieder aktualisiert werden, um einen stets aktuellen Spiegel der Nanoprodukt-Szene zeigen zu können.
Für das Deutsche Museum ist dies ein weiterer Baustein in seiner wichtigen Rolle der Bevölkerung die Schlüsseltechnologien des 21. Jahrhunderts anschaulich und verständlich zu vermitteln. Insbesondere die Nano- und Biotechnologien gelten als Forschungs- und Wachstumsmotor und werden die wirtschaftliche Zukunft Deutschlands signifikant prägen.
Die Ausstellung "Alltag mit Nanoprodukten" im Deutschen Museum wird von der Arbeitsgemeinschaft der Nanotechnologie-Kompetenzzentren Deutschlands AgeNT-D gefördert.

Weitere Informationen:


Bernhard Weidemann, Deutsches Museum
Quelle: Informationsdienst Wissenschaft, http://www.idw-online.de

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Eine Ausstellung (auch '"Exposition") ist eine dauerhafte oder temporäre öffentliche Veranstaltung, bei der Ausstellungsobjekte ("Exponate") einem Publikum gezeigt werden. Wikipedia


 
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Mit Nanotechnologie (v. altgriech. νάνος [nános] „Zwerg“) wird heute populärwissenschaftlich die Forschung in der Clusterphysik und Oberflächenphysik, Oberflächenchemie, der Halbleiterphysik, in Gebieten der Chemie und bisher noch im begrenzten Rahmen in Teilbereichen des Maschinenbaus und der Lebensmitteltechnologie (Nano-Food) bezeichnet. Der Sammelbegriff gründet auf der allen Nano-Forschungsgebieten gleichen Größenordnung vom Einzelatom bis zu einer Strukturgröße von 100 Nanometern (nm). Ein Nanometer ist ein Milliardstel Meter (10-9 m). Diese Größenordnung bezeichnet einen Grenzbereich, in dem die Oberflächeneigenschaften gegenüber den Volumeneigenschaften der Materialien eine immer größere Rolle spielen und zunehmend quantenphysikalische Effekte berücksichtigt werden müssen. In der Nanotechnologie stößt man also zu Längenskalen vor, auf denen besonders die Größe die Eigenschaften eines Objektes bestimmen. Man spricht von „größeninduzierten Funktionalitäten“. Wikipedia


 

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