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Kooperationsgemeinschaft Mammographie, 15.03.02

Zweifel am Nutzen des Mammographie-Screening gegenstandslos

Köln, den 15. März 2002 Die gestrige MONITOR-Sendung zum Thema Mammographie-Screening in Deutschland, die vor allem ablehnende Außenseitermeinungen berücksichtigt hat, könnte die Frauen hinsichtlich des tatsächlichen Nutzens der Früherkennung von Brustkrebs verunsichern. "Dieser einseitigen Darstellung von MONITOR widersprechen wir auch im Interesse der Frauengesundheit ganz entschieden", so Dr. Bernd Metzinger, IKK Bundesverband und Vorsitzender des Beirates der Planungsstelle Mammographie-Screening.


Denn die Kritik zweier Kopenhagener Wissenschaftler, auf die sich der Beitrag stützt, wurde nach sorgfältiger Prüfung durch internationale Gremien verworfen. Die zahlreichen nationalen Mammographie-Screening-Programme in unseren europäischen Nachbarländern laufen unverändert weiter.

Auch in den Vereinigten Staaten haben sich erst kürzlich das Gesundheitsministerium, das nationale Krebsinstitut und die nationale Krebsgesellschaft einmütig für das Mammographie-Screening als beste verfügbare Früherkennungsmaßnahme für Brustkrebs bei Frauen ausgesprochen.

Ende Januar 2002 fand in Wiesbaden das erste internationale Expertentreffen zur Begutachtung der deutschen Modellprojekte zum Mammographie-Screening statt. Dort präsentierten die Projekte ihre vorläufigen Zwischenergebnisse. Dabei zeigte sich, dass auch in den deutschen Modellprojekten soweit bisher messbar die in den europäischen Leitlinien geforderte Screening-Qualität erreicht wurde. So konnte schon im ersten halben Jahr in den beiden Modellprojekten in Bremen und Wiesbaden eine doppelt so hohe Krebsentdeckungsrate erreicht werden wie zehn Jahre zuvor in der deutschen Mammographiestudie.

Im Auftrag des Bundesausschusses der Ärzte und Krankenkassen wurden die Modellprojekte eingerichtet, damit vor der flächendeckenden Ausdehnung des Screenings feststeht, dass alle international anerkannten Qualitätsanforderungen erfüllt werden können. Dr. Wolfgang Aubke, Mitglied des Vorstandes der Kassenärztlichen Bundesvereinigung dazu: "Die Entscheidung zum Start der bundesweiten Ausdehnung des Mammographie-Screenings braucht als Basis zuverlässige Daten aus den Modellprojekten. Wenngleich die ersten Ergebnisse vielversprechend sind, wird eine ausreichende Datenbasis voraussichtlich erst im nächsten Jahr zur Verfügung stehen."

Durch die streng auf Qualität ausgerichteten Vorbereitungen für die Einführung des Mammographie-Screenings in Deutschland und durch die aktuellen Bewertungen der anerkannten internationalen Experten auf dem Gebiet der Brustkrebsfrüherkennung sind die von MONITOR gestreuten Zweifel am Nutzen des Mammographie-Screening gegenstandslos. Dr. Margrit Reichel, Leiterin des Wiesbadener Modellprojektes Mammographie-Screening, sieht sich darin bestärkt, mit den Vorbereitungen für die flächendeckende Ausdehnung des Programms in Deutschland zügig fortzufahren: "Denn das ist es doch, was die große Mehrheit der gesundheitsbewussten Frauen in diesem Land von uns erwartet."

Redaktion:
Planungsstelle Mammographie-Screening
Ute Wülfing
Postfach 52 01 01, 50950 Köln
Tel.: 0221 4005 130, Fax: 0221 4005 7144
MSP@kbv.de

Pressekontakt:
Dr. Friedrich Hansen
Tel./Fax: 040 480 1872
Mobil: 0179 23 11 908


Dr. Friedrich Hansen, Kooperationsgemeinschaft Mammographie
Quelle: Informationsdienst Wissenschaft, http://www.idw-online.de

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