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Wissenschafts-Pressekonferenz e.V., 15.04.05

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Wissenschafts-Pressekonferenz e.V., 15.04.05

Eine Zukunft für das Altern?

In den nächsten 50 Jahren wird sich der Anteil der über 80-Jährigen in Deutschland verdreifachen, die Zahl der Demenzkranken verdoppeln. Eine gesellschaftspolitische Aufgabe zeichnet sich ab, für die wir nicht gewappnet sind. "Was wir nicht wissen, ist: wie weit sind die Menschen auf die Veränderungen in ihrer Umwelt durch die Altersentwicklung überhaupt vorbereitet?
Wie wird die zunehmende Zahl an Alten noch am Arbeitsleben partizipieren können? Wie kann der Generationenvertrag noch funktionieren, wie die Pflegeleistungen in Zukunft noch erbracht werden?", so Dr. Jutta Gampe vom Max-Planck-Institut (MPI) für demografische Forschung. Obwohl die Fakten auf dem Tisch liegen, lassen notwendige Weichenstellungen noch immer auf sich warten.

Welche Konsequenzen sind jetzt gefragt? In welchem Rahmen lässt sich die Entwicklung noch steuern? Und: Wo ist "der Zug schon abgefahren"?

Wissenschaftler sind sich einig: Es geht nicht darum, dass Menschen ewig leben, sondern darum, herauszufinden, was sie gesund hält. Nur dann, so ihre Überzeugung, ließen sich die Kosten im Gesundheitswesen für die Versorgung im Alter in den Griff bekommen. Zwar ist seit kurzem Geriatrie Ausbildungsfach in der Approbationsordnung der Ärzte, doch den Universitäten fehlen die Lehrstühle für das Fach. Ziel der Deutschen Gesellschaft für Alternsforschung war bei ihrer Gründung vor 15 Jahren die Verbesserung von Diagnostik und Therapie von Erkrankungen des höheren Lebensalters. Davon ist man allerdings noch weit entfernt. Was sind die Gründe dafür? Welche Folgen hat dies für die
medizinische Praxis?

Die geriatrische und gerontologische Grundlagenforschung werde bisher sträflich vernachlässigt, so die Experten. Welche Projekte innerhalb der Lebenswissenschaften bringen in Deutschland zurzeit Prävention und Gesundheitsförderung überhaupt voran? Welche neuen Einsichten in die biologischen Grundlagen des Alterungsprozesses gibt es? Wie wird in interdisziplinären Ansätzen zu den zahlreichen Aspekten des Alterungsprozesses geforscht?
Die Max-Planck-Gesellschaft plant, ein MPI für die Biologie des Alterns gründen. Was ist von diesem Institut zu erwarten? Kann es einen Beitrag zur Lösung der anstehenden Aufgaben leisten?

Es diskutieren:

Dr. Jutta Gampe,
Leiterin des Bereichs Statistik und Informationsdienste am Max-Planck-Institut für demografische Forschung, Rostock

Prof. Dr. Klaus Hager,
Präsident der Deutschen Gesellschaft für Alternsforschung, Hannover

PD Dr. Christoph Meißner,
Vorsitzender der Sektion I "Experimentelle Gerontologie" bei der Deutschen Gesellschaft für Gerontologie und Geriatrie e.V., Berlin

Moderation: Michael Lange

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WPK am 20.4.2005 um 11 Uhr in Bonn,
Wissenschaftszentrum Bonn-Bad Godesberg, Ahrstr. 45, 53175 Bonn, Sitzungsraum S2, Haupteingang
Wegbeschreibung: http://www.wzbonn.de/weg.html
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Videostream:
Wir übertragen die WPK für Mitglieder im Internet unter http://www.wpk.org! Dazu benötigen Sie Benutzerkennung und Passwort (die für den Mitgliederzugang der WPK-Internet-Seiten gelten)!!!!! Wer noch kein "Quick Time" auf seinem Rechner hat, sollte die Ladezeit einplanen und sich frühzeitig zuschalten!!

Weitere Informationen:


Geschäftsstelle Wissenschafts-Pr, Wissenschafts-Pressekonferenz e.V.
Quelle: Informationsdienst Wissenschaft, http://www.idw-online.de

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