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Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen..., 11.06.08

"Zellmüll" in der Netzhaut - Drohende Altersblindheit früher erkennen

Rund 3,1 Millionen Menschen leiden in Deutschland an der altersabhängigen Makuladegeneration (AMD). Damit ist die Netzhauterkrankung die häufigste Ursache für Erblindung im Alter. Durch die Kombination zweier Diagnosemethoden lässt sich die AMD nun noch früher erkennen und präziser einschätzen: Die Diagnostik mithilfe der Fundusautofluoreszenz stellt giftige Ablagerungen in der Netzhaut dar. Die optische Kohärenztomographie ist eine hochauflösende Schichtuntersuchung der Netzhaut. Beide Methoden können erstmals in einem Gerät vereint und gleichzeitig durchgeführt werden. Professor Dr. med. Frank G. Holz, Präsident der Deutschen Ophthalmologischen Gesellschaft (DOG) und Direktor der Universitäts-Augenklinik Bonn wird das neue Verfahren am 19. Juni 2008 in Bonn vorstellen.

Bei der AMD nimmt vor allem die Stelle des schärfsten Sehens, die Makula, Schaden. Betroffenen fällt es zunehmend schwerer, Objekte im Bildzentrum scharf zu sehen. Häufig verdeckt sogar ein dunkler Fleck die Mitte des Gesichtsfeldes. Die Krankheit tritt in zwei Formen auf - der sogenannten "trockenen" und "feuchten" Variante. Wie es zu der Erkrankung kommt, war lange Zeit unklar. "Dank innovativer bildgebender Verfahren ist eine wichtige Ursache heute bekannt: Verantwortlich für den Verlust der Sehschärfe sind stoffwechselbedingte Ablagerungen in der Netzhaut. Mit lasergestützten Diagnoseverfahren wie der Fundusautofluoreszenz-Bildgebung können wir solche zellulären Giftstoffe, die im sogenannten Lipofuszin enthalten sind, in den Zellen selbst frühzeitig sichtbar machen", erklärt Holz.

Durch innovative technische Weiterentwicklungen ist es nun sogar möglich, die Fundusautofluoreszenz-Bildgebung mit der hochauflösenden optischen Kohärenztomographie zu kombinieren. Mikrostrukturelle Veränderungen der Netzhaut lassen sich auf diese Weise dreidimensional darstellen. "Durch die simultane Durchführung beider Verfahren können wir zum ersten Mal bestimmte krankhafte Strukturen im lebenden Auge sehen, die bisher Pathologen vorbehalten waren.", erläutert Holz. "Außerdem lassen sich Umfang und Art krankhafter Ablagerungen genau berechnen und analysieren ", so Holz weiter. Damit liefert das Diagnoseverfahren ein noch präziseres Bild der AMD. Zudem bietet es neue Ansatzpunkte, um das individuelle Risiko einzuschätzen und neuartige Therapien zu entwickeln und zu prüfen.

Terminhinweis:

Presseworkshop "Der dunkle Fleck im Bildzentrum: Altersblindheit - Früherkennung und Prognose"
Donnerstag, 19. Juni 2008, 11.00 bis 12.30 Uhr
Universitäts-Augenklinik Bonn, Konferenzraum, Ernst-Abbe-Straße 2, 53127 Bonn

Im Rahmen des Presseworkshops werden sowohl die Fundusautofluoreszenz-Bildgebung als auch die Kombination mit der hochauflösenden optischen Kohärenztomographie an einem AMD-Patienten demonstriert.

Kontakt für Rückfragen:
Pressestelle 106. DOG-Kongress
Silke Stark / Silke Jakobi
Postfach 30 11 20
70451 Stuttgart
Telefon: 0711 8931-572 / -163
stark@medizinkommunikation.org
jakobi@medizinikommunikation.org


Medizin - Kommunikation, Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften
Quelle: Informationsdienst Wissenschaft, http://www.idw-online.de

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Advanced Micro Devices, Inc. (AMD), ist ein US-amerikanischer Chiphersteller. AMD entwickelt und produziert Mikroprozessoren, Chipsätze, Grafikchips und System-on-Chip-Lösungen für die Computer-, Kommunikations- und Endverbraucherbranchen. Das Unternehmen ist im Standard & Poors 500-Aktienindex gelistet. AMD ist weltweit vertreten und hat unter anderem Fertigungsstätten in Dresden (Fab36 und Fab38) und Singapur (Endkontrolle und Verpackung). Wikipedia


 
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Unter dem Begriff Makuladegeneration wird eine Gruppe von Erkrankungen des menschlichen Auges zusammengefasst, die die Makula lutea („der Punkt des schärfsten Sehens“) – auch „Gelber Fleck“ genannt – der Netzhaut betreffen und mit einem allmählichen Funktionsverlust der dort befindlichen Gewebe einhergehen. Ausgangspunkt der Krankheit ist nicht das Nervengewebe der Netzhaut sondern seine Unterstützungsstrukturen, das Retinale Pigmentepithel, die Bruchsche Membran und die Aderhaut. Bei fortschreitender Krankheit wird durch Absterben von Netzhautzellen die Sehfähigkeit im zentralen Gesichtsfeld beeinträchtigt. Die weitaus häufigste Form der Makuladegeneration ist die Altersbedingte (oder Senile) Makuladegeneration, die definitionsgemäß erst nach dem 50. Lebensjahr auftritt. Durch die geänderte Altersstruktur hat der Anteil der Menschen, die von solchen Erkrankungen betroffen sind, deutlich zugenommen. Heute ist die Makuladegeneration die Hauptursache für eine Erblindung bei Menschen im Alter von über 55 Jahren. Wikipedia


 
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Die Netzhaut oder Retina (von lateinisch rete „Netz“) ist eine Schicht von spezialisiertem Nervengewebe an der hinteren Innenseite des Auges von Wirbeltieren und einigen Tintenfischen. In ihr wird das auftreffende Licht, nachdem es die Hornhaut, die Linse und den Glaskörper durchquert hat, in Nervenimpulse umgewandelt. Die Netzhaut besteht neben dem lichtempfindlichen Gewebsanteil aus Nervenzellen zur Verarbeitung und Weiterleitung der erzeugten Impulse, sowie aus verschiedenen Unterstützungsstrukturen zur Aufrechterhaltung der Funktion der reizerzeugenden und -verarbeitenden Zellen. Wikipedia


 

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