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Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf, 01.11.07

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Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf, 01.11.07

Schlagworte

Protein, Ubiquitin, Zelle

Wie die Zelle ihren Proteinmüll entsorgt: UKE-Molekularbiologe ausgezeichnet

Großer Erfolg für einen Nachwuchswissenschaftler des Universitätsklinikums Hamburg-Eppendorf (UKE): Dr. rer. nat. Thorsten Hoppe, Zentrum für Molekulare Neurobiologie Hamburg (ZMNH), wurde von der Europäischen Molekularbiologischen Organisation (EMBO) mit der Aufnahme in deren renommiertes "Young Investigator Programme" als einer der besten europäischen Nachwuchsforscher im Bereich der Lebenswissenschaften ausgezeichnet. Der 37-jährige Leiter der Forschergruppe "Neuronaler Proteinabbau" am ZMNH wurde für seine Arbeiten zum zellulären Abfallentsorgungssystem für Proteine geehrt. Die Auszeichnung ist mit einem Preisgeld von 45 000 Euro verbunden.

Beim Abfallentsorgungsprozess in der Zelle werden ausgediente oder geschädigte Proteine zunächst von einer Vielzahl von Enzymen erkannt und mit einem weiteren Protein, dem Ubiquitin, verknüpft. Die mit Ubiquitin markierten Proteine werden dann zum "Fleischwolf" der Zelle, dem Proteasom, transportiert und dort in ihre einzelnen Aminosäuren zerlegt.

Bei seinen Untersuchungen am nur einen Millimeter langen Fadenwurm Caenorhabditis elegans fand Hoppes Team unter anderem heraus, dass bestimmte am Ubiquitin-Proteasom-System beteiligte Enzyme eine wesentliche Rolle bei der Regulation der Muskelentwicklung spielen. Sind sie nicht vorhanden oder fehlerhaft, ist das zelluläre Abfallentsorgungssystem gestört. Dies führt zu einer erblich bedingten Muskelerkrankung, der Einschlusskörpermyopathie. Bei dieser Krankheit treten die ersten Symptome im Alter von circa 40 bis 45 Jahren auf. Nach etwa fünf bis sechs Jahren stirbt der Patient an Muskelschwäche. Die Erkenntnisse der ZMNH-Forschergruppe bieten neue Forschungsansätze auf der Suche nach Diagnose- und Therapiemöglichkeiten für diese Erkrankung.

Jährlich bewerben sich rund 200 bis 250 Kandidaten um die begehrte EMBO-Förderung, die eingerichtet wurde, um junge Wissenschaftler in deren ersten Jahren als selbstständige Gruppenleiter zu unterstützen. In diesem Jahr wurden insgesamt 18 Kandidaten, darunter drei Forscher aus Deutschland, ausgewählt. Außer dem Preisgeld erhalten sie und die Mitglieder ihrer Arbeitsgruppen zum Beispiel Hilfe beim Kontaktaufbau zu anderen Forschern und beim internationalen wissenschaftlichen Austausch, Gelder für die Teilnahme an internationalen Symposien sowie Kurse in Labormanagement. Außerdem steht ihnen ein EMBO-Mitglied als Mentor zur Seite.

Informationen für Journalisten:
Dr. Thorsten Hoppe, Tel.: 040/42803-6274, E-Mail: thorsten.hoppe@zmnh.uni-hamburg.de
Auf Wunsch mailen wir Ihnen ein Foto des Preisträgers.


Kathrin Herbst, Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf
Quelle: Informationsdienst Wissenschaft, http://www.idw-online.de

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Proteine, umgangssprachlich auch Eiweiße genannt, sind Makromoleküle, die aus Aminosäuren aufgebaut sind. Proteine gehören zu den Grundbausteinen aller Zellen. Sie verleihen der Zelle nicht nur Struktur, sondern sind die molekularen „Maschinen“, die Stoffe transportieren, Ionen pumpen, chemische Reaktionen katalysieren und Signalstoffe erkennen. Wikipedia


 

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Ubiquitin ist ein Protein, das ubiquitär in eukaryotischen Zellen vorkommt und dem Abbau von Proteinen (Proteolyse) in der Zelle dient. Ubiquitin gilt dabei als Signalmolekül, da es bei Bindung an ein Protein dessen Abbau durch das Proteasom ermöglicht. Wikipedia


 
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Die Zelle (lateinisch cellula = kleine Kammer, Zelle) ist die strukturell sichtbare Einheit aller Lebewesen. Es gibt Einzeller, die aus einer einzigen Zelle bestehen, und Mehrzeller, bei denen mehrere Zellen zu einer funktionellen Einheit verbunden sind. Der menschliche Körper beispielsweise besteht aus rund 220 verschiedenen Zell- und Gewebetypen. Dabei haben die Zellen ihre Selbständigkeit durch Arbeitsteilung (Spezialisierung) aufgegeben und sind einzeln oft nicht mehr vollständig lebensfähig. Wikipedia


 

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