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Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen..., 30.05.08

Zahnimplantologie auf dem Vormarsch: Qualitätssicherung ist wichtig

Neuesten Berechnungen der Deutschen Gesellschaft für Implantologie zufolge setzen Zahnärzte in Deutschland in diesem Jahr schätzungsweise 950000 Implantate, 350 000 mehr als vor zwei Jahren. Etwa 80 Prozent der Implantate werden von 20 Prozent der implantierenden Zahnärzte gesetzt: Die Implantologie wird zu einer Domäne für Zahnmediziner, die auf diesem Gebiet anspruchsvolle Fortbildungen wie das Curriculum Implantologie der DGI oder das Zusatzstudium zum Master of Science in Oral Implantology absolviert haben und sich regelmäßig fortbilden. Diese Qualitätssicherung ist für die Implantologie wichtig betonen Experten der DGI bei einer Pressekonferenz in Frankfurt. Patienten sollten daher auf solche Qualifikationen ihres Behandlers achten.

Geht es um die "Dritten" steigt das Interesse der Patienten an der Implantologie. Viele sind inzwischen auch gut über die modernen Möglichkeiten informiert. Eine aktuelle Umfrage bei mehr als 600 Patienten zeigt, dass 73 Prozent sich von implantatgetragenem Zahnersatz eine bessere Lebensqualität erwarten und mehr als 80 Prozent wünschen sich, wieder kraftvoll zubeißen zu können. Dies geht in den meisten Fällen in Erfüllung: Wissenschaftliche Studien belegen, dass die Patienten zufriedener sind und weniger Probleme beim Essen, Sprechen, Küssen und sexuellen Aktivitäten haben.

Patienten wollen von Spezialisten behandelt werden.

Aus allen bisherigen Patienten-Umfragen geht auch hervor, dass eine überwältigende Mehrheit der Befragten - 90 Prozent - von einem Spezialisten behandelt werden will. Da im Rahmen des Zahnmedizin-Studiums indes nur die theoretischen Grundlagen der Implantologie gelehrt werden können, spielt die Fortbildung der Zahnärzte auf diesem Gebiet eine große Rolle. "Die Implantologie kann man sich jedoch nicht nebenbei an einem Wochenende aneignen", erklärt Professor Günter Dhom, Ludwigshafen, Präsident der DGI.

Seit 1998 bietet die DGI darum das Curriculum Implantologie an. Dieses war die erste bundesweite strukturierte und zertifizierte Fortbildung in der deutschen Zahnmedizin überhaupt. Die führenden Köpfe des Fachs vermitteln den Teilnehmern in ihren Kliniken und Praxen in ganz Deutschland Einblicke in die vielfältigen Möglichkeiten der modernen Implantologie. "Die enge Kooperation von Praktikern und Wissenschaftlern in der DGI bildet das Fundament für diese neutrale, wissenschaftlich basierte, praxisorientierte Fortbildung", erklärt Dr. Gerhard Iglhaut, Memmingen, Fortbildungsreferent der DGI.

Mehr als 3000 Zahnmediziner haben das DGI-Curriculum absolviert. Sein einmaliges Konzept hat das DGI-Curriculum zum Goldstandard der implantologischen Fortbildung gemacht: Mehr als 3000 Zahnärztinnen und Zahnärzte haben teilgenommen, einige hundert Teilnehmer haben Kursserien in Kooperation mit Landeszahnärztekammern absolviert. Der erste Kurs begann im März 1998. An diesem Wochenende startet die Kursserie Nummer 129 in Frankfurt. Insgesamt haben bis heute über 1000 Wochenendkurse stattgefunden.

Frauenanteil steigt.

Dass die Implantologie keine "Männerdomäne" mehr ist, zeigen die steigenden Zahlen von Zahnärztinnen, die das Curriculum absolvieren. Unter den Absolventen der Abschlussprüfung im Jahr 1999 waren gerade einmal zwei Prozent Zahnärztinnen. Dieser Anteil ist bis zur Abschlussprüfung im Jahr 2008 auf 26 Prozent gestiegen.

Trend: Mehr Implantationen durch weniger Implantologen.

Die Aktivitäten der DGI dürften an einem aktuellen Trend innerhalb der Zahnmedizin nicht unbeteiligt sein: Zwar implantieren 15 Prozent der 60000 Zahnärztinnen und Zahnärzte, also schätzungsweise 9000 Zahnärzte. Das zeigt eine aktuelle Umfrage. Doch es zeichnet sich ein besonderer Trend ab: Etwa 20 Prozent der Implantologen setzen 80 Prozent der Implantate. "Dies bedeutet", so Dr. Iglhaut, "dass wenige Zahnärzte, nämlich jene, die eine entsprechende Ausbildung absolviert haben, das Gelernte umsetzen und immer mehr implantieren, während andere ihre diesbezüglichen Aktivitäten offenkundig reduzieren."

Studiengang zum Master of Science.

Seit 2005 bietet die DGI zusammen mit der privaten Steinbeis-Hochschule Berlin einen postgradualen berufsbegleitenden Studiengang an. Dieser führt zum dem international angesehenen akademischen Grad "Master of Science in Oral Implantology". Bislang haben über 130 Zahnärztinnen und Zahnärzte aus der ganzen Bundesrepublik dieses anspruchsvolle Studium erfolgreich absolviert.

Patienten sollten auf die Qualifikation ihres Behandlers achten.

Patienten, die sich für Implantate interessieren, sollten sich über die Qualifikation ihres Behandlers informieren. Denn leider gibt es auch "Schnellkurse", die nur oberflächliche Kenntnisse vermitteln und Masterstudiengänge, die einen Abschluss verleihen, ohne dass der Studierende jemals viele Implantate gesetzt hat. Auf der Homepage der DGI sind (fast) alle Mitglieder der Gesellschaft mit ihren jeweiligen Qualifikationen aufgeführt.

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Die Deutsche Gesellschaft für Implantologie im Mund-, Kiefer- und Gesichtsbereich e.V. (DGI) ist mit rund 6500 Mitgliedern - Zahnärzten, Oralchirurgen, Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgen - die größte Fachgesellschaft im Bereich der Implantologie in Europa. Ihr Markenzeichen ist die enge Kooperation von Praktikern und Hochschullehrern. Deren gemeinsames Ziel ist die schnelle Umsetzung gesicherten Wissens und neuer Erkenntnisse in die Praxis durch ein differenziertes Fortbildungsangebot für Zahnärztinnen und Zahnärzte auf dem Gebiet der Implantologie - zum Nutzen von Patientinnen und Patienten.

Pressestelle
Dipl. Biol. Barbara Ritzert
ProScience Communications GmbH
Andechser Weg 17
82343 Pöcking
Fon: 08157 9397-0
Fax: 08157 9397-97
ritzert@proscience-com.de

Weitere Informationen:


Dipl. Biol. Barbara Ritzert, Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften
Quelle: Informationsdienst Wissenschaft, http://www.idw-online.de

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Ein Implantat ist ein im Körper eingepflanztes künstliches Material, welches permanent oder zumindest für einen längeren Zeitraum dort verbleiben soll. Dabei unterscheidet man häufig nach medizinischen, plastischen und funktionellen Implantaten. Wikipedia


 

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Unter der Implantologie versteht man einen Teilbereich der Zahnheilkunde, der sich schwerpunktmäßig mit zahnärztlichen Implantaten, den Zahnimplantaten beschäftigt. Für Zahnärzte oder auf Kieferchirurgie spezialisierte Ärzte, Kieferchirurgen, die sich vorwiegend mit Implantologie befassen, ist die inoffizielle Bezeichnung Implantologe gebräuchlich. Man kann Zahnimplantate als künstliche Zahnwurzeln bezeichnen, wenn sie anstelle fehlender Zähne in den Kieferknochen eingepflanzt werden. (Weiterführende Informationen siehe unter: Zahnimplantate) Wikipedia


 

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Zahnarzt oder Zahnärztin ist die Berufsbezeichnung für einen Arzt der Zahnmedizin. Das Tätigkeitsfeld erstreckt sich über Prävention, Diagnose und Therapie von Zahn-, Mund- und Kiefererkrankungen. Die ersten Zahnärzte praktizierten bereits im 5. Jahrhundert vor Christus. Das Fachbuch „Le chirurgien dentiste“ des Franzosen Pierre Fauchard begründete im Jahr 1728 die moderne Zahnheilkunde. Früher behandelten Barbiere und zogen Zähne. Sie hatten geeignete Instrumente wie Hebel, Nadeln, Scheren und Klingen und konnten sie im stets verfügbaren warmen Seifenwasser säubern. Wikipedia


 

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Die Zahnmedizin (richtiger: Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde oder kurz Zahnheilkunde) umfasst die Vorbeugung, Erkennung und Behandlung aller Erkrankungen im Zahn-, Mund- und Kieferbereich. Wikipedia


 

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