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Technische Universität Dresden, 16.09.02

Wissenschaftler der TU Dresden an WHO-Projekt zur Kinder- und Jugendgesundheit beteiligt

22. September: Tagung im Deutschen Hygienemuseum stellt erste Ergebnisse vor

Wie gesund sind unsere Kinder? Welche Faktoren gefährden deren Gesundheit? Diese Fragen umreißen nur einen kleinen Teil des Gesamtspektrums eines weltumspannenden Projektes, das die Weltgesundheitsorganisation (WHO) 2001/2002 durchführt. An dieser internationalen Studie (HBSC-Studie ? Health Behaviour in School-Aged Children) über den Gesundheits- und Krankenstatus von Kindern und Jugendlichen sind 37 Länder beteiligt ? darunter Deutschland mit vier Bundesländern (Berlin, Hessen, Nordrhein-Westfalen und Sachsen). In diesem Rahmen werden Schüler der 5., 7. und 9. Jahrgangsstufen mit Hilfe einer internationalen Standardversion des HBSC-Kernfragebogens befragt.


Auf der Fachtagung "Kinder- und Jugendgesundheit ? Möglichkeiten der Prävention und Gesundheitsförderung in Schulen" am 22. September im Deutschen Hygienemuseum Dresden werden erstmalig Daten über die sächsische Repräsentativbefragung zum Gesundheits- und Krankenstatus von Kindern und Jugendlichen (WHO-Studie)vorgestellt.
Das interdisziplinär angelegte Forschungsprojekt verfolgt das Ziel, neue Einblicke in das Gesundheitsverhalten von Heranwachsenden und ein verbessertes Verständnis über den Kontext von Gesundheit und die Lebensstile von Kindern und Jugendlichen zu gewinnen. Aus der Analyse sollen Konsequenzen für die Gesundheitsförderung in Schulen gezogen und Expertisen als Grundlage für gesundheitspolitische Entscheidungen erarbeitet werden.

Der sächsische Untersuchungsteil wird aus Mitteln des Freistaates Sachsen finanziert und von der Forschungsgruppe Schulevaluation an der TU Dresden in Kooperation mit den Sächsischen Staatsministerien für Soziales und Kultus bestritten. In der Schülerbefragung sollen die subjektiven Dimensionen des Gesundheits- und Krankenstatus der Heranwachsenden, wie zum Beispiel negative psychosoziale Befindlichkeiten im Vorfeld manifester Erkrankungen, die Wahrnehmungen eigener Gesundheitsstörungen, die Belastungen und Bewältigungsressourcen, sowie die sozialen Unterstützungsnetzwerke erhoben werden. Die so ermittelten subjektiven Daten werden mit den
Befunden der Reihenuntersuchungen des schulärztlichen Dienstes, die in Sachsen traditionell nicht nur zum Schulbeginn, sondern auch in den 5. und 9. Jahrgängen durchgeführt werden (Teilprojekt unter Leitung von Prof. Dr. Joachim Kugler; Mitarbeiterin: Cornelia Riedrich, Public Health), abgeglichen. Im Zusammenwirken beider Untersuchungsansätze können dann biographische, internationale und kontextuelle Erklärungsmuster für den jeweiligen medizinischen Gesundheits- bzw. Krankenstatus herausgefunden und analysiert werden. Die Ergebnisse des sächsischen Untersuchungsteils fließen in die Kinder- und Jugendgesundheitsberichterstattung des Freistaates Sachsen ein.

Tagungsprogramm und weitere Informationen unter http://www.tu-dresden.de/...rzwisg/spsf/frame/aktuelle.htm

Projektleitung: Prof. Dr. Wolfgang Melzer,
Mitarbeiter (auch Ansprechpartner für die Fachtagung): Sabine Zubrägel, MPH, Diplom-Sportlehrer; Cornelia Hähne, M.A., Tel. (03 51) 4 63-3 48 58

Mathias Bäumel

Weitere Informationen:


Birgit Berg, Technische Universität Dresden
Quelle: Informationsdienst Wissenschaft, http://www.idw-online.de

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