Hilfe: Sie befinden sich auf...

Stiftung Tierärztliche Hochschule Hannover, 13.06.07

Archiv

... einer Artikelseite. Sie zeigt den vollständigen Text einer Nachricht.
Sie können auf die im Artikel enthaltenen Bilder klicken, um eine größere Version des Bildes angezeigt zu bekommen.

Am Fuß der Seite finden Sie drei Boxen mit weiteren Aktionsmöglichkeiten:
Über die linke Box können Sie zum vorhergehenden, bzw. nachfolgenden Artikel in diesem Bereich navigieren.
In der mittleren Box können Sie diesen Artikel bewerten.
In der rechten Box kommen Sie zu einer Druckversion dieses Artikels, Sie können den Link dieses Artikels an einen E-Mail-Empfänger verschicken und Sie können diesen Artikel auf einen Merkzettel legen, um ihn leichter wiederzufinden.

Hilfe: Generell zu dieser Seite

Bei NETZGUT finden Sie Nachrichten aus dem Netz.
Zu der Nachricht Ihres Interesses können Sie auf drei Wegen gelangen:

Im Archiv sind die Nachrichten nach Bereichen getrennt.
Unter Themen finden Sie Nachrichten bereichsübergreifend zu einem bestimmten Thema.
Über die Schlagworte gelangen Sie zu den Artikeln, denen eben jene Schlagworte zugeordnet wurden. Auch diese Einordnung ist bereichsübergreifend.

Übrigens: Der Hilfe-Button gibt Ihnen zu jeder Seite die passenden Informationen.

Stiftung Tierärztliche Hochschule Hannover, 13.06.07

Wieselmakis: TiHo-Forscher entdecken zwei neue Arten

Neue Primaten-Arten auf Madagaskar beschrieben

Neu entdeckt: der Lepilemur otto
Institut für Zoologie der TiHo

Tagsüber halten sich die nachtaktiven Lepilemuren gern in Baumhöhlen auf
Institut für Zoologie der TiHo

Der Doktorand Mathias Craul aus dem Institut für Zoologie der Stiftung Tierärztliche Hochschule Hannover hat zwei neue Wieselmaki-Arten auf Madagaskar beschrieben. Er veröffentlichte seine Entdeckung jetzt gemeinsam mit seinen Betreuerinnen Prof. Dr. Elke Zimmermann und Dr. Ute Radespiel sowie zwei madagassischen Wissenschaftlern im Onlinefachmagazin BMC Evolutionary Biology. Die Veröffentlichung ist unter www.biomedcentral.com/1471-2148/7/83/abstract abrufbar. Die Namen der neuen Wieselmaki-Arten lauten Lepilemur manasamody, benannt nach der Region, in der die Art gefunden wurde, und Lepilemur otto, benannt nach seinem Namenspaten: Dr. Michael Otto, Vorstandsvorsitzender des Otto-Versandes.


Für seine Doktorarbeit reiste Craul zweimal sechs Monate in den Nordwesten Madagaskars. Er fuhr in verschiedene Waldfragmente, erfasste die morphologischen Merkmale der einzelnen Tiere, wie beispielsweise Körperlänge oder Kopfumfang, und nahm genetische Proben. Sein Ziel war dabei die Untersuchung der Ausbreitungsgeschichte der Tiere. Anhand der morphologischen und genetischen Merkmale konnte Craul Aussagen über den Verwandtschaftsgrad und die Verbreitung der Tiere machen. Große Flüsse unterteilen den Nordwesten Madagaskars in geographisch isolierte Gebiete. Craul konnte zeigen, dass diese Flüsse für die ungefähr 25 bis 35 Zentimeter großen Wieselmakis unüberwindbare Barrieren sind und keine Vermischung der Populationen aus den verschiedenen Gebieten stattfindet. Diese geographische Trennung ermöglicht die unterschiedliche Entwicklung der Tiere und so, langfristig, die Entstehung neuer Arten.

"Die Entdeckung der beiden Arten war ein Nebenprodukt meiner Arbeit. Wir haben uns darüber natürlich sehr gefreut." sagt Craul. Seine Betreuerin Pivatdozentin Dr. Ute Radespiel ergänzt: "Wir hatten im Stillen gehofft, vielleicht eine neue Art zu entdecken, da die Wieselmakis im Nordwesten Madagaskars noch sehr wenig erforscht sind; wirklich damit gerechnet haben wir aber nicht." Das Projekt ist Teil eines größeren Projekts zur Ausbreitungsgeschichte nachtaktiver Lemuren, das von Dr. Ute Radespiel und Prof. Dr. Elke Zimmermann, Direktorin des Instituts für Zoologie, geleitet und unter Mitarbeit von zwei madagassischen Wissenschaftlern, Dr. Blanchard Randrianambinina und Dr. Solofonirina Rasoloharijaona, vor Ort durchgeführt wurde. Neben den Wieselmakis wurde auch die Ausbreitungsgeschichte von Mausmakis untersucht.

Mit den zwei neu entdeckten Arten gibt es zurzeit 24 bekannte Wieselmaki-Arten. Die nachtaktiven Tiere leben ausschließlich auf Madagaskar und gehören zu den Feuchtnasenaffen. Wieselmakis leben in Wäldern, wo sie sich mit langen Sprüngen ihrer kräftigen Hinterbeine von Baum zu Baum fortbewegen. Tagsüber ziehen sie sich in dichtes Blätterwerk oder Baumhöhlen zurück. Ihre Nahrung besteht vorwiegend aus Blättern. Viele Arten haben ein sehr kleines Verbreitungsgebiet und sind zudem durch Wilderei stark in ihrem Bestand bedroht.

Weitere Fotos der neuen Arten senden wir Ihnen auf Anfrage gern per E-Mail zu (presse@tiho-hannover.de).

Für weitere Informationen stehen Ihnen gern zur Verfügung:

Prof. Dr. Elke Zimmermann
Institut für Zoologie
Tel.: (05 11) 9 53-87 40
E-Mail: elke.zimmermann@tiho-hannover.de

PD Dr. Ute Radespiel
Institut für Zoologie
Tel.: (05 11) 9 53-84 30
E-Mail: ute.radespiel@tiho-hannover.de

Mathias Craul
Institut für Zoologie
Tel.: (05 11) 9 53-87 50
E-Mail: mathias.craul@tiho-hannover.de

Weitere Informationen:


Sonja von Brethorst, Stiftung Tierärztliche Hochschule Hannover
Quelle: Informationsdienst Wissenschaft, http://www.idw-online.de

Weitere Artikel in diesem BereichBewerten Sie diesen ArtikelToolbox
Emulsion mit Hin- und Rückfahrkarte 
 Erstmals frühe Behandlung von Gendefekt möglich