Hilfe: Sie befinden sich auf...

Julius-Maximilians-Universität Würzburg, 11.10.00

Archiv

... einer Artikelseite. Sie zeigt den vollständigen Text einer Nachricht.

Am Fuß der Seite finden Sie drei Boxen mit weiteren Aktionsmöglichkeiten:
Über die linke Box können Sie zum vorhergehenden, bzw. nachfolgenden Artikel in diesem Bereich navigieren.
In der mittleren Box können Sie diesen Artikel bewerten.
In der rechten Box kommen Sie zu einer Druckversion dieses Artikels, Sie können den Link dieses Artikels an einen E-Mail-Empfänger verschicken und Sie können diesen Artikel auf einen Merkzettel legen, um ihn leichter wiederzufinden.

Hilfe: Generell zu dieser Seite

Bei NETZGUT finden Sie Nachrichten aus dem Netz.
Zu der Nachricht Ihres Interesses können Sie auf drei Wegen gelangen:

Im Archiv sind die Nachrichten nach Bereichen getrennt.
Unter Themen finden Sie Nachrichten bereichsübergreifend zu einem bestimmten Thema.
Über die Schlagworte gelangen Sie zu den Artikeln, denen eben jene Schlagworte zugeordnet wurden. Auch diese Einordnung ist bereichsübergreifend.

Übrigens: Der Hilfe-Button gibt Ihnen zu jeder Seite die passenden Informationen.

Julius-Maximilians-Universität Würzburg, 11.10.00

Wertvollen Inhaltsstoffen von Lebensmitteln auf der Spur

Der 35-jährige Lebensmittelchemiker Dr. Markus Herderich von der Universität Würzburg hat den mit 3.000 Mark dotierten "Kurt-Täufel-Preis des Jungen Wissenschaftlers" verliehen bekommen.

Dr. Herderich, der als Privatdozent an der Universität Würzburg arbeitet, nahm die Auszeichnung beim Deutschen Lebensmittelchemikertag am 12. September in Stuttgart entgegen. Der Preis erinnert an den Lebensmittelchemiker Prof. Dr. Kurt Täufel (1892-1970) und wird von der Lebensmittelchemischen Gesellschaft vergeben; er soll besondere wissenschaftliche Leistungen junger Lebensmittelchemiker würdigen und diese zu weiteren Aktivitäten anspornen. Das Preisgeld, so Dr. Herderich, sei hochwillkommen, um damit den Doktoranden seiner Arbeitsgruppe einen Teil der Reisekosten zu erstatten, die im Zusammenhang mit ihren interdisziplinären Projekten entstehen.

Im Mittelpunkt der Forschung von Dr. Herderich stehen der Nachweis und die Strukturaufklärung neuartiger, natürlicher chemischer Verbindungen in haushaltsüblichen Nahrungsmitteln. Die Arbeitsgruppe des Würzburger Wissenschaftlers trachtet vor allem danach, in Lebensmitteln bislang unbekannte Stoffe zu finden, die möglicherweise interessante biologische Funktionen erfüllen und die deshalb in der Zukunft als Nahrungsergänzungsmittel oder als Medikamente eingesetzt werden könnten.

Zu diesem Zweck hat Dr. Herderich in seinem Labor ein spezielles analytisches Verfahren, die sogenannte HPLC-Tandem-Massenspektrometrie, weiterentwickelt: Mit dieser Methode lassen sich chemische Verbindungen noch in geringsten Mengen aufspüren. Werden dabei Moleküle gefunden, die noch völlig unbekannt sind, kann man außerdem so ihre Struktur bestimmen.

Dieses analytische Verfahren ist so empfindlich, dass man damit sogar noch ein Millionstel Gramm eines Inhaltsstoffes in einem Kilogramm eines Lebensmittels entdecken kann. Hinzu kommt, dass für die Analysen handelsübliche Proben ohne aufwändige Vorbehandlung verwendet werden können. Darin liege der große Vorteil seiner Methode, so Dr. Herderich: "Überspitzt gesagt, müssen wir nicht erst fünf Tonnen Äpfel aufarbeiten, bevor wir einen bestimmten Stoff nachweisen können."

Über diese wissenschaftlichen Leistungen hinaus wurde mit dem Täufel-Preis insbesondere auch die stark interdisziplinäre Ausrichtung des Analysenlabors von Dr. Herderich gewürdigt: Die über 70 wissenschaftlichen Publikationen des Würzburger Forschers würden eindrucksvoll belegen, dass dieser wesentlich zum Erfolg von Forschungen in der Biochemie sowie der Medizinischen, Organischen und Anorganischen Chemie beigetragen habe, wie es in der Laudatio heißt.

Weitere Informationen: PD Dr. Markus Herderich, T (0931) 888-4662, Fax (0931) 888-5484, E-Mail:
mherderi@pzlc.uni-wuerzburg.de


Robert Emmerich, Julius-Maximilians-Universität Würzburg
Quelle: Informationsdienst Wissenschaft, http://www.idw-online.de

Weitere Artikel in diesem BereichBewerten Sie diesen ArtikelToolbox
Völlig neue Wege für die ambulante Bestimmung von Blutgruppenmerkmalen 
 Sonnenbrand bei Weinbeeren