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Universitätsklinikum Heidelberg, 26.06.03

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Universitätsklinikum Heidelberg, 26.06.03

Weitdenkender Mensch mit Sinn für das Machbare

Zum 65. Geburtstag von Prof. Dr. Dr. h.c. Hans-Günther Sonntag, dem langjährigen Dekan der Medizinischen Fakultät Heidelberg

Prof. Dr. Dr. h.c. Hans-Günther Sonntag, Dekan der Medizinischen Fakultät Heidelberg / Foto: Universitätsklinikum Heidelberg.

Am 25. Juni 2003 wurde Prof. Dr. Dr. h.c. Hans-Günther Sonntag, langjähriger Dekan der Medizinischen Fakultät der Universität Heidelberg und Ärztlicher Direktor am Hygiene-Institut des Universitätsklinikums Heidelberg, 65 Jahre alt. Seine umfangreichen Leistungen, die er insbesondere in seinen 23 Heidelberger Jahren erbracht hat, kennzeichnen Hans-Günther Sonntag als weit denkenden, innovativen Menschen mit einem ausgeprägten Sinn für das Machbare.

Der geborene Kasseler studierte in Gießen und Kiel Medizin und promovierte dort über immunologische Aspekte der Silikose. 1974, als Oberarzt am Institut für Hygiene, habilitierte er sich an der Universität Kiel auf dem Gebiet der Medizinischen Mikrobiologie und Hygiene. 1980 folgte er dem Ruf nach Heidelberg und wurde zum Direktor der Abteilung für Hygiene und Medizinische Mikrobiologie ernannt.


Bei seiner wissenschaftlichen Arbeit, die zu über 350 Publikationen geführt hat, galt Sonntag als Universalist. Im Heidelberger Klinikum etablierte er ein System der Krankenhaushygiene, das eine Spitzenposition in Deutschland einnimmt, und war einer der Wegbereiter für die Einführung der Qualitätssicherung in der Krankenhausversorgung und Mitbegründer der European Foundation of Quality Management, deren Präsidentschaft er derzeit innehat. Unter seiner Leitung wurde erstmals an einem deutschen Universitätsklinikum eine Sektion für Klinische Infektiologie an einem theoretisch-medizinischen Institut eingerichtet, das als infektiologischer Konsiliardienst für alle Kliniken tätig ist.

Von 1981 bis 1989 war Prof. Sonntag Dekan der Fakultät für Theoretische Medizin. Fünf Jahre später übernahm er das Amt als Dekan der neu zusammengeführten Medizinischen Fakultät Heidelberg, das er bis zum heutigen Tag inne hat. Eine maßgebliche Leistung war die Einführung der praxisbezogenen, innovativen Medizinerausbildung, des Heidelberger Curriculums Medicinale, Heicumed, das über ähnliche Reformansätze in Deutschland weit hinausgeht. Mit bewundernswerter Ausdauer und Überzeugungskraft hat es Prof. Sonntag geschafft, die gesamte Fakultät zu einem Neubeginn zu motivieren und hinter diesem großen Ziel zu vereinen. Seine Mühen haben mittlerweile Früchte getragen: Erste externe Begutachtungen haben mittlerweile bestätigt, dass Heicumed die Qualität der Lehre entscheidend verbessern konnte.

Das Engagement Sonntags für die Forschung stand seinem Einsatz in der Lehre in nichts nach: Die Medizinischen Fakultät Heidelberg ist, nach Zahl und Zitierung ihrer Publikationen bemessen, die erfolgreichste aller deutschen Fakultäten, wie eine externe Studie des Bundesforschungsministeriums im vergangenen Jahr bestätigte. Auch der Wissenschaftsrat hat sich in diesem Jahr dem sehr positiven Urteil angeschlossen.

Seit 1993 ist Prof. Sonntag Mitglied des Vorstands des Universitätsklinikums und an der Vorbereitung und Umsetzung zahlreicher innovativer Projekte im Klinikum Heidelberg beteiligt, z.B. der Errichtung einer Schwerionenanlage zur Behandlung unheilbarer Tumoren.

Diese Pressemitteilung ist auch online verfügbar unter
http://www.med.uni-heidelberg.de/aktuelles/


Dr. Annette Tuffs, Universitätsklinikum Heidelberg
Quelle: Informationsdienst Wissenschaft, http://www.idw-online.de

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