Wärmetherapie gegen Krebs
Die weltweit modernste Anlage für die Behandlung mit Wärmestrahlen gegen Krebs (Tiefenhyperthermie) wird am Montag, 17. Dezember 2007, um 14.30 Uhr am Uni-Klinikum Erlangen eröffnet. Die Anlage kombiniert ein modernes Hyperthermiegerät mit einem leistungs
Bei der Behandlung mit Wärmestrahlen erwärmen elektromagnetische Wellen die Tumorzellen auf 40 - 44°C. Mit dem in Erlangen, zusätzlich zu dem seit 2003 bestehenden Tiefenhyperthermiesystem BSD-2000-3D, eingesetzten Gerätetyp BSD 2000-3D-MRI der amerikanischen Firma BSD Medical Corp. (Salt Lake City/USA) kann die Temperaturverteilung dreidimensional geplant und unter Kontrolle eines 1,5-Tesla-MRT von Siemens Medical Solutions präzise gesteuert werden.
Die Wärmestrahlung tötet Krebszellen ab oder schwächt sie deutlich. Konventionelle Therapien wie Strahlentherapie und Chemotherapie können erheblich besser wirken. "Profitieren werden von dem neuen, fast drei Millionen Euro teuren Erlanger Großgerät, Krebs-Patienten aus Deutschland und dem benachbarten Ausland, bei denen bislang Standardverfahren wie Strahlen- und Chemotherapie ohne zusätzliche Hyperthermie zu keiner befriedigenden Heilungsrate führten", sagte Prof. Sauer. Aktuell werden in der Strahlenklinik des Erlanger Universitätsklinikums unter anderem das lokal fortgeschrittene Gebärmutterhalskarzinom, das Harnblasenkarzinom, Prostatakarzinom, Weichteilsarkom und das Maligne Melanom sowie lokal rezidivierende Rektum- und Mammakarzinome zusätzlich mit Hyperthermie therapiert. "Weitere therapeutische Indikationen sind in Vorbereitung", sagte Prof. Sauer.
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