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Deutsche Röntgengesellschaft e.V., 18.05.07

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Deutsche Röntgengesellschaft e.V., 18.05.07

Virtueller Lageplan erleichtert die Organspende

Eine typische Gefäßanomalie wird sichtbar: Die linke Niere wird bei diesem Patienten von drei Arterien versorgt. Damit ist das Organ für eine Transplantation ungeeignet: Es besteht die Gefahr, dass eine der kleineren Arterien nicht an den Blutkreislauf des Empfängers angeschlossen werden kann und dadurch ein Teil des Gewebes abstirbt.
© Institut für Diagnostische Radiologie, Heinrich-Heine Universität Düsseldorf

Der Lebendspende - derzeit möglich bei Niere und Leber - kommt in der Transplantationsmedizin eine immer größere Bedeutung zu: Stammten im Jahr 1996 nur etwa 4 % der transplantierten Organe von Lebendspendern, so hat sich dieser Anteil mittlerweile mehr als verdreifacht. Am deutlichsten ist diese Entwicklung bei den Nierentransplantationen: Fast jede fünfte Niere stammt heute von einem lebenden Spender.
Um die Organübertragung für Spender und Empfänger so sicher wie möglich zu gestalten, müssen Lebendspenden besonders genau geplant werden. Denn insbesondere bei den zu- und ableitenden Gefäßen - z.B. Blutbahnen, Gallenwege und Harnleiter - gibt es von Mensch zu Mensch große Unterschiede: Bei einigen Patienten wird die Niere beispielsweise nur von einer Arterie versorgt, bei anderen von zwei oder sogar drei. "Bei einer Organtransplantation ist es elementar, alle versorgenden Gefäße des Spenderorgans zu erhalten", erläutert Prof. Ulrich Mödder vom Institut für Diagnostische Radiologie der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf. "Wird dies versäumt, kann ein Teil des Organs absterben und die Organfunktion für den Empfänger empfindlich eingeschränkt werden." Aus diesem Grund ist es von herausragender Bedeutung, im Vorfeld einer Organentnahme den Aufbau des Organs und die Besonderheiten des Gefäßsystems genau zu kennen.

Radiologen untersuchen diese Faktoren heute mithilfe der Magnetresonanztomographie (MRT) und der Computertomographie (CT), die das Spenderorgan und seine umliegenden Gefäße detailliert abbilden. Im Vergleich zu herkömmlichen Katheteruntersuchungen liefern diese Verfahren nicht nur schnellere Ergebnisse, sondern sind auch deutlich angenehmer für den Patienten, da sie ohne Eingriff durchgeführt werden. Darüber hinaus geben MRT und CT Auskunft über den Gesundheitszustand des Gewebes. Sie machen Nierensteine, Zysten, Entzündungen und Tumorherde sichtbar und helfen so dem behandelnden Arzt zu entscheiden, ob das Organ eines Spenders überhaupt für die Transplantation geeignet ist.

Wenn Sie Fragen haben oder zusätzliche Informationen benötigen, stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung.

Pressekontakt:

Silke Stark
ipse Communication
Tel. 030 288846-22
Fax 030 288846-47
Mail s.stark@ipse.de

Patrick Torka
ipse Communication
030 030 288846-28
030 030 288846-47

Bei Veröffentlichung bitten wir Sie um die Zusendung eines Belegexemplars. Vielen Dank!

Wissenschaftlicher Ansprechpartner:

Prof. Dr. Ulrich Mödder
Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf
Institut für Diagnostische Radiologie
Tel.: 0211 811 77 52
E-Mail: moedder@uni-duesseldorf.de

Über den Deutschen Röntgenkongress
Mit etwa 7.000 Besuchern pro Jahr ist der Deutsche Röntgenkongress der wichtigste radiologische Fachkongress im deutschsprachigen Raum. Veranstaltet wird er von der Deutschen Röntgengesellschaft (DRG). Im Zentrum stehen der wissenschaftliche Austausch sowie die fachliche Weiterbildung. Im Rahmen des angeschlossenen Industrieforums stellen jedes Jahr weit über 100 Aussteller aus der Medizintechnik ihre Produktneuheiten vor. Seit 2005 findet der Röntgenkongress in Berlin statt.

Weitere Informationen:


Silke Stark, Deutsche Röntgengesellschaft e.V.
Quelle: Informationsdienst Wissenschaft, http://www.idw-online.de

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