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Universitätsklinikum Heidelberg, 07.02.07

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Universitätsklinikum Heidelberg, 07.02.07

Virenjäger in Heidelberg zu Gast

Professor Albert Osterhaus spricht über die Gefahr von Pandemien und deren Bekämpfung / Vortrag in der Print Media Academy am 14. Februar 2007 um 18 Uhr

Professor Albert Osterhaus spricht am 14. Februar 2006 in der Print Media Academy über die Gefahr von Pandemien und deren Bekämpfung.
Foto: Heidelberger Forum Biowissenschaft und Gesellschaft

Im Sommer 2003 hielt das SARS-Virus die Welt in Atem. Bereits Anfang 2004 wies das Forschungsteam um den niederländischen Virusforscher Albert Osterhaus nach, dass die gefährliche Lungenerkrankung SARS von einem neu entdeckten Erreger, einem Coronavirus, verursacht wird, das normalerweise nur Tiere befällt. Professor Dr. Albert Osterhaus, Leiter des Instituts für Virologie an der Erasmus Universität Rotterdam, ist am 14. Februar um 18 Uhr Gast des "Heidelberger Forum Biowissenschaft und Gesellschaft" und spricht in der Heidelberger Print Media Academy über "Epidemics and Pandemics in a Globalized World".


Das "Heidelberger Forum Biowissenschaft und Gesellschaft" ist eine Initiative der Heidelberger molekularbiologischen Forschungsinstitute: des Europäischen Molekularbiologielabors (EMBL), des Deutschen Krebsforschungszentrums (DKFZ), des Zentrums für Molekulare Biologie Heidelberg (ZMBH) und der Medizinischen Fakultät sowie der Universität Heidelberg. Die Initiative, die ein besseres Verständnis biomedizinischer Forschung zum Ziel hat, wird von der Manfred Lautenschläger Stiftung unterstützt. Der Eintritt ist frei, Bevölkerung und Medien sind herzlich eingeladen.

Er identifizierte die Erreger von SARS und Vogelgrippe

Nicht nur zu SARS (Schweres akutes Atemwegssyndrom), sondern unter anderem auch zu Vogelgrippe, Hepatitis C, Masern und Robbensterben hat Professor Osterhaus bahnbrechende wissenschaftliche Beiträge geliefert. So wies er erstmals nach, dass der Erreger der Vogelgrippe, bekannt als H5N1, Menschen infizieren und zu einer tödlichen Erkrankung führen kann. Für diese bedeutende Entdeckung, wie auch für die Identifizierung des SARS-Erregers, wurde ihm im September 2006 der "Lung Health Award" der European Lung Foundation (ELF) verliehen.

Im letzten Jahrhundert haben Pandemien von Influenza und AIDS Millionen Menschen das Leben gekostet. Doch wie entstehen Epidemien und Pandemien und woher kommen die Erreger? Auf diese und weitere Fragen geht Professor Osterhaus in seinem Vortrag anhand von Beispielen ein: Wie groß ist trotz verbesserter Diagnose- und Behandlungsmöglichkeiten heute die Gefahr neuer Pandemien? Warum kommt es in unserer modernen Gesellschaft immer häufiger zu neuen Viruserkrankungen? "Neue Virusarten entwickeln sich permanent", stellt Osterhaus fest, "daher ist es wichtig, Entwicklungen der Forschung optimal umzusetzen, in Forschung auf diesem Gebiet zu investieren und diese zudem gut aufeinander abzustimmen. Nur so können Frühwarnsysteme und effektive Vorsorgemaßnahmen eingerichtet werden."

Albert Osterhaus studierte Tiermedizin, ging dann in die Forschung und promovierte 1978 in Virologie an der Universität in Utrecht. Heute ist er Professor an der Universität Utrecht und der Erasmus Universität Rotterdam, leitet das National Influenza Center (NIC) Rotterdam und arbeitet eng mit der Weltgesundheitsorganisation (WHO) zusammen. In den letzten 20 Jahren hat Professor Osterhaus mehr als ein Dutzend unbekannter Viren identifiziert und über 600 Fachartikel veröffentlicht.

Der Vortrag "Epidemics and Pandemics in a Globalized World" findet am Mittwoch, dem 14. Februar 2007, um 18 Uhr im Auditorium der Print Media Academy, Kurfürsten-Anlage 52-60, 69115 Heidelberg, statt. Der Eintritt ist frei; Interessierte und Medien sind herzlich eingeladen.

Bei Rückfragen von Journalisten:
Dr. Annette Tuffs
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit des Universitätsklinikums Heidelberg
und der Medizinischen Fakultät der Universität Heidelberg
Im Neuenheimer Feld 672
69120 Heidelberg
Tel.: 06221 / 56 45 36
Fax: 06221 / 56 45 44
E-Mail: Annette_Tuffs@med.uni-heidelberg.de

Diese Pressemitteilung ist auch online verfügbar unter
http://www.klinikum.uni-heidelberg.de/presse


Dr. Annette Tuffs, Universitätsklinikum Heidelberg
Quelle: Informationsdienst Wissenschaft, http://www.idw-online.de

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