Hilfe: Sie befinden sich auf...

NMI Naturwissenschaftliches und Medizinisches..., 01.02.08

Ergänzend zum Artikel

... einer Artikelseite. Sie zeigt den vollständigen Text einer Nachricht.
Sie können auf die Schlagworte zum Artikel klicken, um (andere) Artikel zu den jeweiligen Schlagworten anzuzeigen.
Auf der rechten Seite finden Sie ebenfalls Artikelinks und weitere Informationen zu den Schlagworten dieses Artikels.

Am Fuß der Seite finden Sie drei Boxen mit weiteren Aktionsmöglichkeiten:
Über die linke Box können Sie zum vorhergehenden, bzw. nachfolgenden Artikel in diesem Bereich navigieren.
In der mittleren Box können Sie diesen Artikel bewerten.
In der rechten Box kommen Sie zu einer Druckversion dieses Artikels, Sie können den Link dieses Artikels an einen E-Mail-Empfänger verschicken und Sie können diesen Artikel auf einen Merkzettel legen, um ihn leichter wiederzufinden.

Hilfe: Generell zu dieser Seite

Bei NETZGUT finden Sie Nachrichten aus dem Netz.
Zu der Nachricht Ihres Interesses können Sie auf drei Wegen gelangen:

Im Archiv sind die Nachrichten nach Bereichen getrennt.
Unter Themen finden Sie Nachrichten bereichsübergreifend zu einem bestimmten Thema.
Über die Schlagworte gelangen Sie zu den Artikeln, denen eben jene Schlagworte zugeordnet wurden. Auch diese Einordnung ist bereichsübergreifend.

Übrigens: Der Hilfe-Button gibt Ihnen zu jeder Seite die passenden Informationen.

NMI Naturwissenschaftliches und Medizinisches..., 01.02.08

Schlagworte

Biomarker, Proteomik

Vierter Biomarker-Workshop am NMI Reutlingen: wieder ein Erfolg

Für immer mehr Proteomik-Forscher ist der NMI-Workshop Ende Januar ein fest gebuchter Termin. Der Andrang war mit 130 Teilnehmern in diesem Jahr so groß wie nie zuvor. Wer etwas über neueste Trends und Ergebnisse erfahren wollte, fand hier eine gelungene

"Der Workshop hat sich sehr gut etabliert und wartet wieder einmal mit herausragenden Rednern und neuen Einblicken in die Proteomik auf" so Prof. Dr. Hugo Hämmerle, der neue Leiter des NMI Reutlingen zu Beginn der Veranstaltung. Wieder einmal präsentierte das bewährte Organisationsteam unter Leitung von Dr. Thomas Joos (NMI Reutlingen) und Dr. Jutta Bachmann vom BioChipNet (Internet-Datenbank für Microarray-Benutzer) ein hochkarätiges Programm. Joos freute sich, dass alle eingeladenen Redner zugesagt haben - ein Indiz mehr für die Exzellenz und den guten Ruf des Workshops.


Den Anfang machte Dr. Oliver Steinbach, Leiter der Abteilung "Bio-Molecular Engineering" bei Philips. Er stellte neue Entwicklungen aus den Philips-Forschungslaboren in Eindhoven vor. Steinbach unterstrich die steigende Bedeutung der molekularen Bildgebung in allen Bereichen der Medizin von der Forschung über die präklinische Wirkstoffentwicklung bis zur Diagnostik. Die Entwicklung neuer und immer besserer technischer Lösungen geht einher mit der Entwicklung eines immer größeren und spezifischeren Repertoires an Kontrastmitteln die über sogenannte Biomarker an den Untersuchungsort gebracht werden sollen. Biomarker sind ein Kerngebiet am NMI Reutlingen, einem Schwerpunkt-Zentrum für Proteomik, wie Steinbach betonte.

Biomarker werden in Forschung und Medizin immer breiter eingesetzt

Auf das Feld der Stammzellforschung führte der Beitrag von Dr. Thomas Caskey aus Houston. Der renommierte Wissenschaftler leitet unter anderem die Molekulare Medizin an der University of Texas und das Forschungsinstitut für Molekulare Medizin der Brown-Stiftung. Caskey und seinen Mitarbeitern ist es mit molekulargenetischen Methoden gelungen, embryonale Stammzellen zu Zellen des Lungengewebes (alveoläre Typ II-Zellen) zu differenzieren. Mit Hilfe spezifischer Biomarker wurden die Zellen charakterisiert und ihr korrekter Differenzierungsgrad nachgewiesen.

Der dritte Vortrag drehte sich um angewandte Forschung in der pharmazeutischen Industrie. Dr. Hanno Langen, Leiter der Proteomik bei Hoffmann-La Roche in Basel, sprach über innovative Technologien im Bereich der Biomarker-Entwicklung und die damit verbundenen neuen Möglichkeiten. Anhand der Suche nach einem Darmkrebs-Marker stellte Langen den aufwändigen Prozess von der Kandidatenauswahl über drei Entwicklungsschritte bis zum fertigen Biomarker-Produkt vor. Wie Biomarker in einem einfachen ex-vivo-Verfahren eingesetzt werden können, um Wirkstoff-Kandidaten in Vollblut-Kulturen zu testen, beschrieb Dr. Mike Spain, Chief Medical Officer von Rules Based Medicine in Austin, USA. Rules Based Medicine ist ein international führendes Unternehmen zur Identifizierung von Biomarker in Kombination mit Multiplexen-Technologien und übernahm im Herbst letzten Jahres die Reutlinger EDI GmbH.

Marktchancen für Proteom-basierte Technologien steigen

Einen Blick von ganz anderer Seite warf Dr. Hans Berger von HB Consulting in Graz auf die Proteomik. Er sprach über die wichtigsten Patente im Zusammenhang mit Protein-Microarrays, beleuchtete ihre Entstehungsgeschichte und die Marktchancen der neuen Technologien. Eine Substanzklasse, die es allein in den USA schon zu mehr als 400 Patenten und Patentanträgen gebracht hat, sind Aptamere. Diese kurzen Einzelstrang-Nukleotide binden mit ihrer spezifischen 3D-Struktur nur an bestimmte Moleküle. Wie Biomarker unter Einsatz von Aptameren "entlarvt" werden können beschrieb Dr. Larry Gold, der CEO von SomaLogic, Boulder, USA. SomaLogic hat auf der Grundlage neu entwickelter Aptamere erstmals eine Proteomik-Plattform aufgebaut, mit der eine Vielzahl von Proteinen simultan in einem Ansatz quantifiziert werden können.

NMI ist führend in der Umsetzung neuer Ergebnisse aus der Proteomik

Simultane, miniaturisierte Ansätze haben in den letzten Jahren einen Boom erlebt, der sich immer weiter ausdehnt, nicht nur in der Forschung, sondern auch in der industriellen Anwendung. Führend in der Entwicklung von miniaturisierten Immunoassays ist das NMI Reutlingen. Dr. Thomas Joos umriss in seinem Vortrag die enorme Breite der Anwendungsmöglichkeiten und ging auf neue Entwicklungen am NMI Reutlingen ein. Hier wurden innovative Methoden entwickelt, um in kleinsten Probenmengen, etwa aus Zellkulturen im 96-Well Format, mehrere Dutzend Analyte mit einem Ansatz zu messen.

Dr. Oliver Poetz forscht ebenfalls am NMI Reutlingen und beschloss den Reigen exzellenter Vorträge mit einem Beitrag über "Triple X Proteomics". Poetz entwickelt im Team von Thomas Joos peptid-spezifische Fänger-Antikörper (TXP-Antikörper), mit denen Peptidgruppen angereichert und massenspektrometrisch detektiert werden können, die die gleiche Endsequenz aufweisen. Das NMI Reutlingen arbeitet mit dem Tübinger Zentrum für Bioinformatik (ZBIT) zusammen, um TXP-Antikörper zu definieren, mit denen ein Großteil des Proteoms erfasst werden kann. Mit diesem Ansatz ist es möglich die zurzeit noch problematische Artspezifität von Antikörpern zu überwinden und Antiköper zu generieren die zur Detektion von Proteinen in Pflanzen als auch Tieren/Menschen verwendet werden können.

(leh)

Weitere Informationen:


Dr. Nadja Gugeler, NMI Naturwissenschaftliches und Medizinisches Institut an der Un
Quelle: Informationsdienst Wissenschaft, http://www.idw-online.de

Weitere Artikel in diesem BereichBewerten Sie diesen ArtikelToolbox
Endlich Kilomengen 
 Kampf den Freibeutern - Wie der Körper virale Moleküle erkennt

Klicken Sie auf die Schlagworte um weitere Links oder Infos dazu angezeigt zu bekommen
Weitere Artikel zu "Biomarker"

Wikipedia Logo
Biomarker sind messbare Produkte von Organismen, die als Indikatoren z. B. für Umweltbelastungen oder Krankheiten herangezogen werden. In der Geologie versteht man unter Biomarkern organische Substanzen, die in Sedimenten enthalten sind, und Rückschlüsse auf deren (biologischen) Ursprung erlauben. Wikipedia


 

Wikipedia Logo
Die Proteomik (englisch: proteomics) umfasst die Erforschung des Proteoms, d.h. der Gesamtheit aller in einer Zelle oder einem Lebewesen unter definierten Bedingungen und zu einem definierten Zeitpunkt vorliegenden Proteine. Das Proteom ist im Gegensatz zum (eher) statischen Genom (hoch) dynamisch und kann sich daher in seiner qualitativen und quantitativen Proteinzusammensetzung aufgrund veränderter Bedingungen (Umweltfaktoren, Temperatur, Genexpression, Wirkstoffgabe etc.) verändern. Sehr bildlich kann man sich die Dynamik des Proteoms an folgendem Beispiel vor Augen führen. Eine Raupe und der aus ihr entstehende Schmetterling enthalten das gleiche Genom, unterscheiden sich aber trotzdem äußerlich aufgrund eines unterschiedlichen Proteoms. Dasselbe gilt auch für eine Kaulquappe und den daraus entstehenden Frosch. Die Veränderungen des Proteoms können zum Teil sehr schnell erfolgen bspw. durch Phosphorylierungen und Dephosphorylierung von Proteinen, die im Rahmen der Signaltransduktion eine sehr wichtige Rolle spielen. Wikipedia


 

Archiv

Themen

Schlagworte

Anzeigen