Hilfe: Sie befinden sich auf...

Institut für ökologische Wirtschaftsforschung..., 22.11.04

Archiv

... einer Artikelseite. Sie zeigt den vollständigen Text einer Nachricht.
Sie können auf die im Artikel enthaltenen Bilder klicken, um eine größere Version des Bildes angezeigt zu bekommen.

Am Fuß der Seite finden Sie drei Boxen mit weiteren Aktionsmöglichkeiten:
Über die linke Box können Sie zum vorhergehenden, bzw. nachfolgenden Artikel in diesem Bereich navigieren.
In der mittleren Box können Sie diesen Artikel bewerten.
In der rechten Box kommen Sie zu einer Druckversion dieses Artikels, Sie können den Link dieses Artikels an einen E-Mail-Empfänger verschicken und Sie können diesen Artikel auf einen Merkzettel legen, um ihn leichter wiederzufinden.

Hilfe: Generell zu dieser Seite

Bei NETZGUT finden Sie Nachrichten aus dem Netz.
Zu der Nachricht Ihres Interesses können Sie auf drei Wegen gelangen:

Im Archiv sind die Nachrichten nach Bereichen getrennt.
Unter Themen finden Sie Nachrichten bereichsübergreifend zu einem bestimmten Thema.
Über die Schlagworte gelangen Sie zu den Artikeln, denen eben jene Schlagworte zugeordnet wurden. Auch diese Einordnung ist bereichsübergreifend.

Übrigens: Der Hilfe-Button gibt Ihnen zu jeder Seite die passenden Informationen.

Institut für ökologische Wirtschaftsforschung..., 22.11.04

Für Vielfalt in Ställen und auf Feldern - Wege zu mehr Agrobiodiversität

Die Vielfalt der genutzten Arten, Sorten und Rassen in der Landwirtschaft - die Agrobiodiversität - ist in Gefahr: Ställe, Weiden und Felder sind in den letzten Jahrzehnten immer monotoner geworden. Insgesamt basiert die Welternährung heute im Wesentlichen auf nur zehn Kulturpflanzen. Die Folge: Die Anfälligkeit für Missernten, Schädlinge und Krankheiten nimmt zu, die globale Ernährungssicherung ist zunehmend Risiken ausgesetzt. Das wissenschaftliche Verbundprojekt "Agrobiodiversität entwickeln!", das unter Federführung des Instituts für ökologische Wirtschaftsforschung (IÖW) durchgeführt wurde, fragte nach den Ursachen für das schleichende Umweltproblem und suchte nach Wegen aus dieser Entwicklung. Die Ergebnisse des Projektes sind jetzt in einer Broschüre erschienen.

Agrobiodiversität entwickeln!
Foto: Michael Miethe, Berlin

Agrobiodiversität entwickeln!
Foto: Michael Miethe, Berlin

Allein im Bereich der Nutztiere sind in den letzten hundert Jahren 1000 der 6400 anerkannten Rassen ausgestorben, 300 davon in den vergangenen 30 Jahren. Weitere 2000 Rassen sind gefährdet. Als eine Hauptursache für den Verlust von Agrobiodiversität gilt die weltweite Durchsetzung moderner Landwirtschaft mit Hochleistungssorten und -rassen, deren Ertragszuwachs zwar beeindruckend ist, deren Risiken aber nicht hinreichend berücksichtigt werden. Zudem wirken Lebensmittelverarbeitung und Handel standardisierend auf die Landwirtschaft, so ein Ergebnis der Studie.


Doch Rassen- und Sortenverluste und die damit einhergehende Verringerung der genetischen Vielfalt sind irreversible Vorgänge. Mit dem Aussterben jeder Rasse und Sorte gehen Potenziale für die zukünftige Züchtungsarbeit verloren. Die Anpassungsfähigkeit an sich ändernde Umweltbedingungen, noch unbekannte Tier- und Pflanzenkrankheiten, aber auch an neues Wissen über Ernährungserfordernisse nimmt damit ab. "Was wir dringend brauchen, ist eine konsequente Zusammenarbeit von Züchtern, Landwirten, Lebensmittelwirtschaft und Konsumenten. Nur so kann eine größere Diversität in der Landwirtschaft gewährleistet werden," fordert Ulrich Petschow, Projektleiter von "Agrobiodiversität entwickeln!". Eine Vielfalt an regionalen Anbaumethoden und Haltungsformen ist hier ebenso wichtig wie Kooperationen entlang der Lebensmittelkette, um die Nachfrage nach vielfältigen landwirtschaftlichen Produkten zu steigern. Und nicht zuletzt erfordert der Erhalt der Agrobiodiversität auch eine vielfältige Ernährungskultur, in der regionale Spezialitäten aus diversen Tierrassen und Pflanzensorten genossen werden.

Diese und weitere Handlungsstrategien für mehr Vielfalt in Ställen und auf Feldern finden sich in der Broschüre "Agrobiodiversität". Das Projekt "Agrobiodiversität entwickeln!" wurde gefördert vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) im Rahmen des Förderschwerpunktes "Sozial-ökologische Forschung". Das Projektteam bestand aus dem Institut für ökologische Wirtschaftsforschung (IÖW), dem Öko-Institut e.V., der Schweisfurth-Stiftung, dem Landesumweltamt Brandenburg, dem Otto-Suhr-Institut der Freien Universität Berlin und die Projektkoordination Tiergesundheit und Agrobiodiversität.

Bezug: Die Broschüre "Agrobiodiversität" steht zum Download bereit unter http://www.ioew.de. Ein gedrucktes Exemplar ist gegen Einsendung von 2,50 Euro in Briefmarken zu bestellen bei:

Institut für ökologische Wirtschaftsforschung (IÖW)
Jeannette Wernz
Potsdamer Str. 105, 10785 Berlin
Tel.: 030-884 59 410; Fax: 030-882 54 39
E-Mail: vertrieb@ioew.de
Der Versand von Rezensionsexemplaren ist kostenlos.

___________________________________________________________________

Kontakt:
Gesamtprojekt, ökonomische Dimension und
Öffentlichkeitsarbeit:
Ulrich Petschow
Institut für ökologische Wirtschaftsforschung gGmbH (IÖW)
Potsdamer Str. 105, 10785 Berlin
Tel. 030-884594-23, Fax 030-8825439
E-mail: ulrich.petschow@ioew.de ; http://www.ioew.de

Rechtlich-institutionelle Dimension:
Miriam Dross
Öko-Institut e.V. - Institut für angewandte Ökologie
Novalisstraße 10
D-10115 Berlin
Tel. 030-28 04 86 80; Fax 030-28 04 86 88
E-mail: m.dross@oeko.de; http://www.oeko.de

Tierzüchterische Dimension und Gender:
Dr. Anita Idel
Projektkoordination Tiergesundheit & Agrobiodiversität
Monumentenstr. 3
10829 Berlin
Tel.: 030-70509501
E-Mail: Anita.Idel@t-online.de

Schweisfurth-Stiftung
Dr.a. Maite Mathes
Südliches Schlossrondell 1, 80638 München
Tel.: 089-17 95 95 10; Fax: 089-17 95 95 19
E-mail: gottwald@schweisfurth.de; http://www.schweisfurth.de

Pflanzenzüchterische Dimension
Landesumweltamt Brandenburg, Abt. Raumentwicklung/Großschutzgebiete
Rudolf Vögel
Tramper Chaussee 2, 16225 Eberswalde
Tel: 03334-66-2721, Fax 03334-66-2650
E-mail: rudi.voegel@lua.brandenburg.de; http://www.grossschutzgebiete.brandenburg.de

Politikwissenschaftliche Dimension:
Dr. Markus Wissen
Freie Universität Berlin - Otto-Suhr-Institut für Politikwissenschaft
Ihnestr. 22, 14195 Berlin
Tel.: 030-838-54965, Fax 030-838-54066
E-Mail: wissen@zedat.fu-berlin.de; http://www.fu-berlin.de

Weitere Informationen:


Claudia Nikschtat, Institut für ökologische Wirtschaftsforschung gGmbH
Quelle: Informationsdienst Wissenschaft, http://www.idw-online.de

Weitere Artikel in diesem BereichBewerten Sie diesen ArtikelToolbox
Schwangerschaft und Lebendgeburt nach Präimplantationsdiagnostik an Eizellen für unheilbare Erberkrankung in Lübeck erzielt 
 Wertvolles aus Abfallprodukt der Saft- und Weinherstellung