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Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf, 16.11.04

Vergleiche von Kinderherzchirurgien und -kardiologien: UKE in der Spitzengruppe

Drei Jahre nach ihrer Gründung hat sich die Klinik für Kinderherzchirurgie in der Klinik für Herz- und Gefäßchirurgie des Universitätsklinikums Hamburg-Eppendorf (UKE) in der Spitzengruppe der bundesdeutschen kinderherzchirurgischen Kliniken etabliert: Bei zwei unabhängigen Vergleichen europäischer beziehungsweise bundesdeutscher Krankenhäuser mit Kinderherzchirurgie schneidet die Kinderherzchirurgie unter der Leitung von Dr. Viktor Hraska, Ph.D., hervorragend ab. Dazu trägt ein eingespieltes Team aus den Bereichen Kardiotechnik, Anästhesie, Kinderkardiologie und Intensivmedizin bei. Insbesondere die Sterblichkeitsraten liegen im Untersuchungszeitraum 2003 signifikant unter dem Durchschnitt - obwohl am UKE überdurchschnittlich viele Hochrisikopatienten behandelt werden.

Herzoperationen bei Kindern werden in Hamburg nur am UKE durchgeführt.

EACTS Congenital Database
(Datenbank der Europäischen Gesellschaft für Herz- und Thoraxchirurgie)

In der Kinderherzchirurgie insgesamt befindet sich das UKE an zweiter, in der Neugeborenenherzchirurgie sogar an erster Position. Bewertet wurde zum einen die Sterblichkeitsrate, die im UKE 2 Prozent beträgt - sowohl in der Kinderherzchirurgie (europaweit: 4,8 Prozent) als auch in der Neugeborenenherzchirurgie (europaweit: 12 Prozent). Zum anderen wurde die Komplexität der Fälle gemessen, die im UKE bei im Schnitt 7,4 Punkten in der Kinderherzchirurgie (europaweit: 6,6 Punkte) und 9,1 Punkten in der Neugeborenenherzchirurgie (europaweit: 8 Punkte) liegt.
In der 1998 eingerichteten EACTS Congenital Database werden die Daten von mehr als 100 europäischen Zentren mit Kinderherzchirurgie erfasst und ausgewertet. Die Angaben des UKE wurden 2003 von einem unabhängigen internationalen Auditor geprüft.

Herzbericht 2003
(vorgestellt auf der Herbsttagung der Deutschen Gesellschaft für Kardiologie)

Gemessen an der Zahl der Eingriffe befindet sich die Kinderherzchirurgie des UKE bundesweit an fünfter Stelle von 35 Kliniken. (Bezogen auf die Operationen pro einer Million Einwohner nimmt Hamburg sogar die erste Position ein.) Besonders hervorzuheben: Hamburg weist unter allen Bundesländern bei kinderherzchirurgischen Patienten bezogen auf 100 000 Einwohner die geringste Sterblichkeitsrate (0,35 Prozent) auf.
Ein zunehmender Anteil der angeborenen Herzfehler wird heutzutage auch nichtoperativ mittels therapeutischer Herzkatheter-Untersuchung behandelt. Auf diesem Gebiet liegt die Klinik für Kinderkardiologie des UKE unter der Leitung von Prof. Dr. Jochen Weil in der bundesdeutschen Spitzengruppe. Hier erfolgten 154 therapeutische Herzkatheter-Untersuchungen (bundesdeutsches Mittel: 106). Bei einer Gesamtzahl von 233 Herzkatheter-Untersuchungen wurde am UKE ein mit 66 Prozent überproportionaler Anteil von therapeutischen Herzeingriffen durchgeführt (bundesweit: 42,5 Prozent).
Der von Dr. Ernst Bruckenberger seit 16 Jahren herausgegebene Herzbericht enthält alle relevanten Daten zur kardiologischen sowie herzchirurgischen Versorgung in Deutschland.


Dr. Marion Schafft, Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf
Quelle: Informationsdienst Wissenschaft, http://www.idw-online.de

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