Hilfe: Sie befinden sich auf...

Charité-Universitätsmedizin Berlin, 27.04.06

Archiv

... einer Artikelseite. Sie zeigt den vollständigen Text einer Nachricht.

Am Fuß der Seite finden Sie drei Boxen mit weiteren Aktionsmöglichkeiten:
Über die linke Box können Sie zum vorhergehenden, bzw. nachfolgenden Artikel in diesem Bereich navigieren.
In der mittleren Box können Sie diesen Artikel bewerten.
In der rechten Box kommen Sie zu einer Druckversion dieses Artikels, Sie können den Link dieses Artikels an einen E-Mail-Empfänger verschicken und Sie können diesen Artikel auf einen Merkzettel legen, um ihn leichter wiederzufinden.

Hilfe: Generell zu dieser Seite

Bei NETZGUT finden Sie Nachrichten aus dem Netz.
Zu der Nachricht Ihres Interesses können Sie auf drei Wegen gelangen:

Im Archiv sind die Nachrichten nach Bereichen getrennt.
Unter Themen finden Sie Nachrichten bereichsübergreifend zu einem bestimmten Thema.
Über die Schlagworte gelangen Sie zu den Artikeln, denen eben jene Schlagworte zugeordnet wurden. Auch diese Einordnung ist bereichsübergreifend.

Übrigens: Der Hilfe-Button gibt Ihnen zu jeder Seite die passenden Informationen.

Charité-Universitätsmedizin Berlin, 27.04.06

Verengte Herzkranzgefäße besser behand

Blutgefäßstützen mit Medikamenten verhindern Wiederverschluss

Blutgefäßstützen, die Medikamente freisetzen, sind bei der Therapie verengter Herz-kranzgefäße konventionellen Stützen deutlich überlegen. Dabei sind sie nicht mit wesentlich höheren Kosten verbunden. Das zeigt eine Studie des Instituts für Sozi-almedizin, Epidemiologie und Gesundheitsökonomie unter der Leitung von Prof. Ste-fan N. Willich.

Eine Verengung der Herzkranzgefäße führt im schlimmsten Fall zu einem Herzin-farkt. Diese Erkrankung behandeln Ärzte heute meist durch eine Ballonaufweitung des verengten Gefäßes, um die Blutversorgung des Herzmuskels wieder herzustel-len. Setzt man in das Blutgefäß ein als Stent bezeichnetes Edelmetall - Drahtge-flecht ein, erzielt man in der Regel einen guten Kurzzeiterfolg bei der Aufweitung der Koronarverengung. Der Stent fixiert Kalkfragmente in den Gefäßen. So ist der Gefä-ßinnenraum geglättet und das Blut fließt besser. Allerdings verschließt sich im All-gemeinen rund ein Drittel der behandelten Gefäße innerhalb eines halben Jahres wieder, und der Patient leidet erneut unter Beschwerden. Der Grund dafür: Das Me-tall reizt die Gefäßwand, was zur Entzündung und vermehrter Zellteilung führt. So genannte Medikamenten-freisetzende Stents reduzieren dieses Wiederverschlussri-siko erheblich. Eine Beschichtung gibt an ihre Umgebung kontinuierlich ein Medika-ment ab, das eine unkontrollierte Zellteilung der Gefäßwand verhindert.

In den ersten zwölf Monaten verschloss sich nur bei jedem fünften Patienten mit Medikament-freisetzendem Stent das Gefäß erneut. Dagegen war jeder vierte Pati-ent mit einem konventionellen Stent davon betroffen. Die neue Behandlung ist zwar anfänglich rund 2000 Euro teurer, die Folgekosten im ersten Jahr danach sind aber niedriger. Man spart kostenträchtige erneute Behandlungen, weil die Patienten sel-tener einen Herzinfarkt oder wieder auftretende Herzbeschwerden bekamen. "Die Ergebnisse haben besondere Relevanz für die Behandlungsstrategie und Vergü-tungsregelung in der medizinischen Versorgung von Patienten mit koronarer Herz-krankheit", sagt Prof. Stefan N. Willich.

Für diese so genannte GERSHWIN Studie bewerteten die Forscher den Krankheits-verlauf von 897 Patienten mit einer Verengung der Herzkranzgefäße. 35 Kliniken nahmen an der Studie teil, die im Rahmen eines bundesweiten Modellprojektes der Techniker Krankenkasse angesiedelt ist.


Kerstin Endele, Charité-Universitätsmedizin Berlin
Quelle: Informationsdienst Wissenschaft, http://www.idw-online.de

Weitere Artikel in diesem BereichBewerten Sie diesen ArtikelToolbox
Mit Laserendomikroskop den Krebs aufspüren 
 DEGUM: Ultraschall direkt am Krankenbett verbessert Diagnostik bei Lungenembolie