Hilfe: Sie befinden sich auf...

Australisch-Neuseeländischer Hochschulverbund /..., 09.12.02

Archiv

... einer Artikelseite. Sie zeigt den vollständigen Text einer Nachricht.

Am Fuß der Seite finden Sie drei Boxen mit weiteren Aktionsmöglichkeiten:
Über die linke Box können Sie zum vorhergehenden, bzw. nachfolgenden Artikel in diesem Bereich navigieren.
In der mittleren Box können Sie diesen Artikel bewerten.
In der rechten Box kommen Sie zu einer Druckversion dieses Artikels, Sie können den Link dieses Artikels an einen E-Mail-Empfänger verschicken und Sie können diesen Artikel auf einen Merkzettel legen, um ihn leichter wiederzufinden.

Hilfe: Generell zu dieser Seite

Bei NETZGUT finden Sie Nachrichten aus dem Netz.
Zu der Nachricht Ihres Interesses können Sie auf drei Wegen gelangen:

Im Archiv sind die Nachrichten nach Bereichen getrennt.
Unter Themen finden Sie Nachrichten bereichsübergreifend zu einem bestimmten Thema.
Über die Schlagworte gelangen Sie zu den Artikeln, denen eben jene Schlagworte zugeordnet wurden. Auch diese Einordnung ist bereichsübergreifend.

Übrigens: Der Hilfe-Button gibt Ihnen zu jeder Seite die passenden Informationen.

Australisch-Neuseeländischer Hochschulverbund /..., 09.12.02

Verbindung zwischen Rauchen und Nierenleiden belegt

Eine Studie der Monash University, Melbourne, hat gezeigt, dass Rauchen zu Nierenschäden bei Menschen führen kann, die ansonsten gesund sind und kein erhöhtes Risiko für Nierenleiden haben.

Die Studie, von Forschern der Abteilung Epidemiologie und Präventive Medizin am Monash Medical Centre durchgeführt, untersuchte Nierenschäden bei 4500 erwachsenen Australiern, die weder an zu hohem Blutdruck noch an Diabetes litten - zwei der häufigsten Ursachen für Nierenversagen.

Die Forscher fanden heraus, dass bei Männern mit normalen Blutzucker-Werten und Blutdruck durch das Rauchen sich die Gefahr der Reduktion der Nierenfunktion um das dreifache erhöht - nicht jeoch bei Frauen.

Die Studie zeigte darüber hinaus, dass sowohl männliche als auch weibliche Raucher mit Blutzucker- und Blutdruckwerten am oberen Ende des Normalbereichs eher zu einem hohen Eiweißspiegel im Urin neigten, ein Anzeichen für Nierenschäden.

Dr. Esther Briganti zufolge untersuchte die Studie nicht, warum die Wahrscheinlichkeit einer reduzierten Nierenfunktion bei männlichen Rauchern höher war als bei weiblichen.

Sie sagte, die Studie zeigte auch, dass je mehr eine Person rauchte, desto höher war der Grad der Nierenschädigung.

"Bis jetzt gab es Zahlen, die darauf hindeuteten, dass Rauchen schädlich ist, wenn eine Person bereits ein Nierenleiden hatte. Dies ist aber die erste Studie, die aufzeigt, dass wenn man gesund ist, bei Rauchern das Risiko von Anzeichen für Nierenschäden, die sich zu Nierenversagen weiterentwickeln könnten, erhöht ist," so Dr. Briganti.

Die Nierenschädigung wurde durch eine Messung der glomerulären Filtrationsrate und der Proteinurie (der Eiweißausscheidung im Harn) ermittelt.

"Wenn bei einer Person Eiweiß aus den Nieren austritt, so ist dies ein Anzeichen, dass eine Nierenschädigung vorliegt und ein Indikator für zukünftiges Nierenversagen," sagt Dr. Briganti.

"Eines der Probleme mit Nierenleiden ist, dass erst ein erheblicher Teil der Nierenfunktion verloren gehen muss, bevor man sich krank fühlt. Ist die Krankheit so weit fortgeschritten, steigt das Risiko eines Nierenversagens erheblich, und eine Behandlung durch Dialyse oder eine Nierentransplantation könnte erforderlich werden."

"Es ist wichtig, dass die Öffentlichkeit, zusätzlich zu den anderen bekannten Gesundheitsrisiken, vor der Verbindung zwischen Rauchen und Nierenschäden gewarnt wird."

Dr. Briganti zufolge könnte Rauchen Nierenschädigungen durch einen erhöhten Blutdruck innerhalb der Nieren hervorrufen, indem die Freisetzung der Hormone Noradrenalin und Vasopressin angekurbelt wird. Es könnte auch Schädigungen dadurch verursachen, dass die endotheliale Funktion gestört und die Regulierung der Blutzirkulation in den Blutgefäßen der Nieren beeinträchtigt wird.

Die Studie wurde im American Journal of Kidney Diseases veröffentlicht.

Weitere Informationen:
esther.briganti@med.monash.edu.au
0061-4-18 100 239

Als Vertretung aller australischen Hochschulen hat sich in Deutschland das Institut Ranke-Heinemann als Einrichtung für Studienberatung und Wissenstransfer etabliert. Es ist erste Kontaktadresse für Fragen zu Wissenschaft und Bildung in Australien und kann darüber hinaus bei Fachfragen gezielt Ansprechpartner in Australien vermitteln.


Sabine Ranke-Heinemann, Australisch-Neuseeländischer Hochschulverbund / Institut Ranke-Heinemann
Quelle: Informationsdienst Wissenschaft, http://www.idw-online.de

Weitere Artikel in diesem BereichBewerten Sie diesen ArtikelToolbox
Auch Babynahrung kann Acrylamid enthalten (BfR PD 03/2002) 
 Anstieg der Brustkrebsrate in den westlichen Industrienationen