Hilfe: Sie befinden sich auf...

Westfaelische Wilhelms-Universität Münster, 19.04.07

Archiv

... einer Artikelseite. Sie zeigt den vollständigen Text einer Nachricht.
Sie können auf die im Artikel enthaltenen Bilder klicken, um eine größere Version des Bildes angezeigt zu bekommen.

Am Fuß der Seite finden Sie drei Boxen mit weiteren Aktionsmöglichkeiten:
Über die linke Box können Sie zum vorhergehenden, bzw. nachfolgenden Artikel in diesem Bereich navigieren.
In der mittleren Box können Sie diesen Artikel bewerten.
In der rechten Box kommen Sie zu einer Druckversion dieses Artikels, Sie können den Link dieses Artikels an einen E-Mail-Empfänger verschicken und Sie können diesen Artikel auf einen Merkzettel legen, um ihn leichter wiederzufinden.

Hilfe: Generell zu dieser Seite

Bei NETZGUT finden Sie Nachrichten aus dem Netz.
Zu der Nachricht Ihres Interesses können Sie auf drei Wegen gelangen:

Im Archiv sind die Nachrichten nach Bereichen getrennt.
Unter Themen finden Sie Nachrichten bereichsübergreifend zu einem bestimmten Thema.
Über die Schlagworte gelangen Sie zu den Artikeln, denen eben jene Schlagworte zugeordnet wurden. Auch diese Einordnung ist bereichsübergreifend.

Übrigens: Der Hilfe-Button gibt Ihnen zu jeder Seite die passenden Informationen.

Westfaelische Wilhelms-Universität Münster, 19.04.07

UKM: BMBF bewilligt mehr als eine Million Euro für Forschung zu Herz-Nieren-Register

Haben sich für das Herz-Nieren-Register zusammengeschlossen (v.l.): Prof. Hermann-Joseph Pavenstädt, Professor Eva Brand, Privat-Dozent Dr. Christian Vahlhaus und Professor Günter Breithardt.

Zentral organisiert wird das Register durch den interdisziplinären Verbund der Kardiologie und Nephrologie am UKM. Professor Dr. Günter Breithardt, Direktor der Medizinischen Klinik und Poliklinik C (Angiologie und Kardiologie) mit seinen Mitarbeitern Privat-Dozent Dr. Holger Reinecke und Privat-Dozent Dr. Christian Vahlhaus sowie Professor Dr. Hermann-Joseph Pavenstädt, Direktor der Medizinischen Klinik und Poliklinik D (Allgemeine Innere Medizin sowie Nieren- und Hochdruckkrankheiten) mit seiner leitenden Oberärztin Professor Dr. Eva Brand (ebenfalls Med D) sind die Hauptverantwortlichen. Das Projekt wird unterstützt von der Arbeitsgemeinschaft "Herz - Niere" der Deutschen Gesellschaft für Kardiologie und der Gesellschaft für Nephrologie.


"Wir wollen Leitlinien für Vorbeugung und Therapie insbesondere von Patientinnen und Patienten entwickeln, die sich in frühen Stadien ihrer Nierenerkrankung befinden und darüber das Herz-Kreislauf-Risiko dieser Patientengruppe reduzieren", erläutert Brand den einen Zweck des Registers. Stadium 1 markiert die leichteste, Stadium 5 die schwerste Niereninsuffizienz.
Der Zusammenhang zwischen der Niereinsuffizienz und einer Herzkreislauf-Erkrankung (kardiovaskulären Erkrankung ) ist noch nicht vollständig geklärt. Sicher ist, dass niereninsuffiziente Patienten Faktoren in ihrem Blut haben, die die Gefäße schädigen. "Oft sind die Gefäße solcher Patientinnen und Patienten so brüchig wie Porzellan", erläutert Brand. Diese Zusammenhänge aufzuklären ist ein weiteres Ziel der Datenerhebung.

Rund zehn Prozent der Deutschen leiden an einer chronischen Nierenerkrankung. Die Dunkelziffer dürfte höher sein, denn eine Niereninsuffizienz im Stadium 1 muss man nicht merken. "Man kann sie aber leicht diagnostizieren", erklärt Brand. Zum einen kann der Urin mit einem Teststreifen auf Eiweiß untersucht werden, zum anderen lässt sich über das Blut eine Aussage zu einer möglichen Nierenerkrankung machen. Beide Methoden kann der Hausarzt einfach und problemlos durchführen - sie müssen nur angewandt werden.

Während in Deutschland je rund zwei Millionen Menschen an einer Nierenschwäche der Stadien 1 und 2 leiden, sind es nur noch rund 82.000, die das Endstadium (Stadium 5) erreicht haben. Der Grund für die auffällig hohe Differenz zwischen diesen Gruppen: Kaum ein Patient erreicht das Stadium 5. Die meisten sterben zuvor an einem Herz- oder Hirninfarkt.

"Wir müssen herausfinden, wovon ein Patient in den Frühstadien der Nierenerkrankung profitiert", markiert Brand das Ziel des Registers. Soll er seinen Blutdruck oder seine Blutfette besser einstellen? Gelten dabei strengere Richtwerte? Welche Rolle spielen genetische Faktoren? Wie ist das optimale Management für Herzkatheter- und Bypass-Interventionen? Für die Beantwortung dieser Fragen haben die Forscher nun zwei Jahre Zeit: Über diesen Zeitraum sollen die Daten der Patienten gesammelt werden.


Simone Hoffmann, Westfaelische Wilhelms-Universität Münster
Quelle: Informationsdienst Wissenschaft, http://www.idw-online.de

Weitere Artikel in diesem BereichBewerten Sie diesen ArtikelToolbox
Neuartige Blockade von Blutplättchen schützt vor Schlaganfällen 
 Korstison-Therapie: Freispruch für Rezeptor-Doppelmolekül