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Gesellschaft für Nephrologie e.V. (GfN), 30.08.05

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Gesellschaft für Nephrologie e.V. (GfN), 30.08.05

Udo Lindenberg unterstützt die Deutsche Nierenstiftung

Udo Lindenberg und Rudi Wartha
Foto: Tine Acke

So wenig, wie sich die Passagiere auf der Andrea Doria über einen möglichen Untergang sorgten, so wenig hatte sich Rudi Wartha je über seine Nierenfunktion Gedanken gemacht. Selbst als er sich müde und energielos fühlte und unter Übelkeit litt, schrieb sein Hausarzt diese Symptome dem Stress zu. Eine Urinuntersuchung hatte man nicht durchgeführt, sonst hätte der hohe Eiweißgehalt im Urin bereits seine Nierenerkrankung verraten. So blieb jedoch die Erkrankung, eine langsam fortschreitende Form der Niereninsuffizienz (Glomerulonephritis), über Jahre unerkannt und unbehandelt. Kein Einzelfall in Deutschland - wo die Niere oft zu wenig Beachtung findet, wenn es um das Thema Gesundheitsvorsorge geht. Als Rudi Warthas Erkrankung endlich erkannt wurde, war seine Nierenfunktion bereits massiv eingeschränkt und unwiederbringlich verloren. Vier Jahre konnte die Dialyse durch eine medikamentöse Behandlung und strenge Diät hinausgezögert werden, aber dann ging auch das nicht mehr: Er wurde zum Dialysepatienten.


Für das Double von Udo Lindenberg, das den Künstler auf seine Tourneen begleitet und einen festen Part im Bühnenprogramm hat, war das ein tiefer Einschnitt im Leben und warf viele Fragen auf: Würde er trotz seiner Erkrankung noch genügend Kraft für die Shows haben? Wäre eine Tourbegleitung überhaupt noch möglich, jetzt wo er auf die Dialyse angewiesen ist?
Aber für Rudi Wartha ging es auch hinterm Horizont noch weiter: Er entschied sich für die Peritonealdialyse, die Bauchfelldialyse, die ein Patient eigenständig daheim durchführen kann. Dieses Verfahren ermöglicht Rudi die für seinen Job notwendige Flexibilität und Mobilität: In seinem VW-Bus hat er sich eine "mobile Dialysestation" eingerichtet.
Doch: Frühzeitig nicht nur auf Herz, sondern auch auf Niere untersucht, wäre ihm das alles erspart geblieben.

Auch Udo Lindenberg traf das Schicksal seines Freundes und Doubles stark, und er setzte sich zum Ziel, sich aktiv für eine "Nieren-Awareness" in Deutschland einzubringen. Er unterstützt die Nierenwoche 2005, die unter dem Motto "Ich schütze meine Nieren. Erkennen und Vorbeugen" steht. Die ganz konkrete Botschaft, welche die diesjährige Nierenwoche vermitteln möchte, heißt daher: Achten Sie beim Jahrescheck-Up auch darauf, dass Ihr Arzt den Urin untersuchen lässt. Gibt es auffällige Urinbefunde (Eiweiß oder Blut) dürfen diese nicht bagatellisiert, sondern müssen abgeklärt werden.

Zur Nierenwoche (25.09.-01.10.) finden deutschlandweit in vielen Städten Aktionen und Informationsveranstaltungen statt, um Interessierte und Betroffene rund um das Thema Niere, Dialyse und Transplantation zu beraten und die Aufmerksamkeit der Bevölkerung auf Nierenerkrankungen und ihre mögliche Vorbeugung zu lenken. Eine vollständige Liste aller Aktionen zur Nierenwoche ist einsehbar unter www.nierenwoche2005.de .

Die Nierenwoche ist eine Aktion der Deutschen Nierenstiftung, die im Wesentlichen drei Ziele verfolgt:
- Information über Nierenerkrankungen
- Unterstützung von Forschungsprojekten
- Finanzielle Unterstützung von in Not geratenen Patienten

Genauere Informationen über die Arbeit der Deutschen Nierenstiftung können Sie dem Webauftritt http://web.mannheim.de/nierenstiftung entnehmen.

Für weitere Informationen und Bildmaterial wenden Sie sich bitte an:
Bettina Albers
AVISO medien.arbeit
bettina.albers@aviso-medienarbeit.de
Tel. 03643/ 2468-0

Weitere Informationen:


Bettina Albers, Gesellschaft für Nephrologie e.V. (GfN)
Quelle: Informationsdienst Wissenschaft, http://www.idw-online.de

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