Hilfe: Sie befinden sich auf...

BioRegioN - Biotechnologie Niedersachsen, 18.12.03

Archiv

... einer Artikelseite. Sie zeigt den vollständigen Text einer Nachricht.

Am Fuß der Seite finden Sie drei Boxen mit weiteren Aktionsmöglichkeiten:
Über die linke Box können Sie zum vorhergehenden, bzw. nachfolgenden Artikel in diesem Bereich navigieren.
In der mittleren Box können Sie diesen Artikel bewerten.
In der rechten Box kommen Sie zu einer Druckversion dieses Artikels, Sie können den Link dieses Artikels an einen E-Mail-Empfänger verschicken und Sie können diesen Artikel auf einen Merkzettel legen, um ihn leichter wiederzufinden.

Hilfe: Generell zu dieser Seite

Bei NETZGUT finden Sie Nachrichten aus dem Netz.
Zu der Nachricht Ihres Interesses können Sie auf drei Wegen gelangen:

Im Archiv sind die Nachrichten nach Bereichen getrennt.
Unter Themen finden Sie Nachrichten bereichsübergreifend zu einem bestimmten Thema.
Über die Schlagworte gelangen Sie zu den Artikeln, denen eben jene Schlagworte zugeordnet wurden. Auch diese Einordnung ist bereichsübergreifend.

Übrigens: Der Hilfe-Button gibt Ihnen zu jeder Seite die passenden Informationen.

BioRegioN - Biotechnologie Niedersachsen, 18.12.03

Trennsysteme für den Pharma-Weltmarkt

Immer mehr Arzneimittel und Diagnostika werden mit biotechnologischen Verfahren hergestellt: Man lässt diese Wirkstoffe von - meist genetisch veränderten - Zellen produzieren. Hinterher müssen sie von anderen Zellbestandteilen abgetrennt werden, was in der Regel der aufwändigste Schritt des ganzen Prozesses ist: "Wenn man Proteine für die medizinische Anwendung herstellt, fallen 50 bis 80 Prozent der Kosten bei der Aufreinigung an", erklärt Dr. Joachim Bertram, einer der IBA Geschäftsführer. Zur Erleichterung dieser Reinigungsschritte dient die von IBA entwickelte Strep-tag-Technologie: Die Proteinmoleküle, die man isolieren möchte, werden dabei schon während ihrer biotechnologischen Erzeugung mit einem Anhängsel versehen, dem so genannten "Strep-tag". Anschließend lässt man die Protein-Mischung über ein Reinigungsmodul laufen, dessen Oberfläche so bearbeitet ist, dass sie das Tag-Anhängsel bindet, andere Moleküle jedoch nicht.

"Im Labor, im kleinen Maßstab, funktioniert diese Technologie hervorragend", erläutert Bertram, "deshalb hat sie sich auf dem Forschungsmarkt bereits etabliert. Aber um sie für die großtechnische Herstellung im 1000-Liter-Maßstab tauglich zu machen, müssen geeignete Verfahren entwickelt werden. Denn Zellen und Proteine sind empfindlich, es ist schwierig, sie im großtechnischen Maßstab zu handhaben." Zudem müssen Wirkstoffe für Medizin und Pharmazie - anders als Reagenzien für die Forschung - strengen gesetzlichen Vorschriften entsprechen. Solche Substanzen sind nach einem exakt definierten Regelwerk herzustellen, dem so genannten GMP-System (für "Good Manufacturing Practice"). Nur wenige Einrichtungen haben eine Genehmigung für die GMP-Produktion nach dem Arzneimittelgesetz - unter ihnen die GBF in Braunschweig. Für ihre Kooperation haben GBF und IBA gemeinsam ein Joint Venture ins Leben gerufen, die IBA Biologics. Bis 2006 soll vor allem die Pharma-Industrie mit serienmäßig hergestellten Strep-tag-Komponenten für GMP-Prozesse beliefert werden.

"Wenn dieses Projekt Erfolg hat", begründet BioProfil-Sprecher Hannes Schlender die Förderung mit öffentlichen Mitteln, "dann eröffnet es für Niedersachsen den Zugang zu einem internationalen Milliarden-Markt."

Über das BioProfil
Das BioProfil "Funktionelle Genomanalyse" ist eine Initiative von Forschungseinrichtungen und Biotechnologie-Unternehmen der Region Braunschweig, Göttingen, Hannover. Um wissenschaftliche Ergebnisse aus Infektions-, Neuro- und Stammzellbiologie wirtschaftlich nutzbar zu machen, stehen dem BioProfil Mittel des Bundesministeriums für Bildung und Forschung in Höhe von 15 Millionen Euro zur Verfügung. Koordiniert wird das BioProfil "Funktionelle Genomanalyse" von der BioRegioN GmbH.

Ansprechpartner: Hannes Schlender


Dipl.-Ing. Ilka Zajons, BioRegioN - Biotechnologie Niedersachsen
Quelle: Informationsdienst Wissenschaft, http://www.idw-online.de

Weitere Artikel in diesem BereichBewerten Sie diesen ArtikelToolbox
Erfolgreiche Zusammenarbeit in der Forschung 
 Kinderauto als Ergometer