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Universitätsklinikum Mannheim, 17.09.07

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Universitätsklinikum Mannheim, 17.09.07

Transplantationen in Mannheim mit eindrucksvollem Erfolg

Ärzte des Mannheimer Universitätsklinikums bei einer Nierentransplantation

Arzt und Pflegekräfte des Mannheimer Universitätsklinikums am Bett eines genesenen Transplantations-Patienten

Patienten, die sich am Mannheimer Universitätsklinikum einer Nierentransplantation unterziehen, können mit einem überdurchschnittlich erfolgreichen Verlauf dieses Eingriffs rechnen. Dies ergibt sich jedenfalls aus Daten, die unabhängige Experten für das Jahr 2006 ermittelt haben - sie bestätigen damit das hohe Ansehen des Mannheimer Universitätsklinikums als Transplantationszentrum.

In einer bundesweiten Auswertung der Nierentransplantationen kommt die "Bundesgeschäftsstelle Qualitätssicherung Krankenhäuser" zu dem Ergebnis, dass die in Mannheim transplantierten Organe, die zuvor Verstorbenen entnommen worden waren, zu 85 Prozent ihre Funktion im Körper des Empfängers ohne jede Verzögerung aufnahmen; der entsprechende Vergleichswert liegt im Bundesdurchschnitt bei 69 Prozent. Nachdem sich der Körper auf das neue Organ eingestellt hatte, wiesen auch die übrigen Mannheimer Patienten bei ihrer Entlassung aus dem Krankenhaus eine gute Nierenfunktion auf.


Bei Lebendnierenspenden erhalten Patienten mit chronischem Nierenversagen ihr neues Organ von einem Verwandten. Bei den Mannheimer Lebendnierenspenden lag die Quote der Patienten, bei denen das implantierte Organ sofort arbeitete, sogar bei 100 Prozent (Bundesdurchschnitt 88 Prozent).

Die "Bundesgeschäftsstelle Qualitätssicherung Krankenhäuser" ist ein Dienstleistungsunternehmen mit Sitz in Düsseldorf, das die Qualität von Gesundheitsdienstleistungen untersucht und vergleicht. Träger sind die Bundesärztekammer, die Deutsche Krankenhausgesellschaft und die großen Krankenkassen.

Ein für die Nierenfunktion wichtiger Indikator, nämlich die möglichst geringe Eiweißausscheidung im Urin, lieferte Hinweise auf die einwandfreie Arbeit des Organs und damit auf den erfolgreichen Verlauf der vorausgegangenen Transplantation. Zu einer - dann erfolgreich behandelten - Abstoßungsreaktion kam es in Mannheim 2006 nur bei einem Patienten. Diese positive Bilanz ist Resultat der engen Zusammenarbeit zwischen den Chirurgen an der von Professor Dr. Stefan Post geleiteten Chirurgischen Klinik und der von Professor Dr. Peter Schnülle geleiteten V. Medizinischen Klinik am Mannheimer Universitätsklinikum. "Diese Studie stellt für uns eine wichtige Bestätigung unserer Arbeit dar," so der Chirurg Professor Dr. Matthias Schwarzbach, Leiter des Transplantationszentrums. "Mannheim folgt hier dem Motto: klein, aber fein - und zwar zum Wohle der Patienten."

Die Datenbasis der Untersuchung bilden über 2.500 Patienten aus 40 deutschen Krankenhäusern (Nierentransplantierte) sowie fast 500 Lebendnierenspender aus 35 Krankenhäusern. Auf Mannheim entfallen 25 Nierentransplantationen, davon 5 Lebendnierentransplantationen.

Die erste erfolgreiche Nierentransplantation am Mannheimer Universitätsklinikum erfolgte im Juni 1989. Seither wurde dieser Eingriff 384 Mal durchgeführt, 7 Mal kombiniert mit einer Transplantation der Bauchspeicheldrüse. Seit 1997 haben die Mannheimer darüber hinaus Erfahrung mit der Transplantation von Nieren lebender Spender. Stets handelte es sich bei den Empfängern um Menschen mit einem chronischen Nierenversagen, die auf die regelmäßige Dialyse zur Blutreinigung angewiesen waren. Ihr Altersdurchschnitt liegt bei 49 Jahren.

Aus eigenen Unterlagen können die Mannheimer Transplantationsexperten nachweisen, dass die Organe auch auf Dauer ihrer Funktion gerecht werden. Deutlich wird dies anhand der Funktionsraten fünf Jahre nach der Transplantation. In drei von vier Fällen arbeitete die neue Niere weiterhin problemlos - und die Patienten waren seither nicht mehr auf die belastende Dialyse angewiesen. Bei Lebendnieren-Transplantationen liegt dieser Wert mit 87 Prozent sogar deutlich höher. Als problematischer erweisen sich Patienten nach Zweit- oder Mehrfachtransplantationen - doch selbst hier erwies sich die letzte zurückliegende Transplantation bei jedem zweiten Patienten auch nach fünf Jahren noch als erfolgreich.

Weitere Informationen:


Klaus Wingen, Universitätsklinikum Mannheim
Quelle: Informationsdienst Wissenschaft, http://www.idw-online.de

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Transplantation bezeichnet die Verpflanzung eines Transplantates in der Medizin. Ein Transplantat kann aus Zellen, Geweben, ganzen Organen oder Gliedmaßen wie Fingern und Zehen bestehen. Transplantationen werden in der Regel an spezialisierten Transplantationszentren durchgeführt. Wikipedia


 

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