Hilfe: Sie befinden sich auf...

Universitätsklinikum Heidelberg, 15.01.07

Archiv

... einer Artikelseite. Sie zeigt den vollständigen Text einer Nachricht.
Sie können auf die im Artikel enthaltenen Bilder klicken, um eine größere Version des Bildes angezeigt zu bekommen.

Am Fuß der Seite finden Sie drei Boxen mit weiteren Aktionsmöglichkeiten:
Über die linke Box können Sie zum vorhergehenden, bzw. nachfolgenden Artikel in diesem Bereich navigieren.
In der mittleren Box können Sie diesen Artikel bewerten.
In der rechten Box kommen Sie zu einer Druckversion dieses Artikels, Sie können den Link dieses Artikels an einen E-Mail-Empfänger verschicken und Sie können diesen Artikel auf einen Merkzettel legen, um ihn leichter wiederzufinden.

Hilfe: Generell zu dieser Seite

Bei NETZGUT finden Sie Nachrichten aus dem Netz.
Zu der Nachricht Ihres Interesses können Sie auf drei Wegen gelangen:

Im Archiv sind die Nachrichten nach Bereichen getrennt.
Unter Themen finden Sie Nachrichten bereichsübergreifend zu einem bestimmten Thema.
Über die Schlagworte gelangen Sie zu den Artikeln, denen eben jene Schlagworte zugeordnet wurden. Auch diese Einordnung ist bereichsübergreifend.

Übrigens: Der Hilfe-Button gibt Ihnen zu jeder Seite die passenden Informationen.

Universitätsklinikum Heidelberg, 15.01.07

Training schützt vor Sturz im Alter

Heidelberger Altersforscher zweifach ausgezeichnet / Neues Übungsprogramm zur Sturzprävention für ältere Menschen mit Demenz im Test

Privatdozent Dr. Klaus Hauer
Foto: privat

Ein spezielles Trainingsprogramm kann die Bewegungsfähigkeit älterer, an Demenz erkrankter Menschen verbessern und deren Sturzrisiko mindern. Dieses Trainingskonzept wurde von Privatdozent Dr. Klaus Hauer vom Bethanien-Krankenhaus Heidelberg entwickelt.

Für seine wegweisenden Arbeiten im Bereich der medizinischen Versorgung älterer Menschen ist der Heidelberger Sportwissenschaftler und Biologe im November 2006 gleich zweifach ausgezeichnet worden: Der Förderpreis der Wilhelm Woort-Stiftung ist mit 30.000 Euro dotiert ist und wird alle zwei Jahre für anwendungsnahe Forschung im Bereich der Versorgung älterer Menschen vergeben. Der Cochrane-Preis, der von der Deutschen Krankenversicherung AG gestiftet wurde, unterstützt Forschungsprojekte im Bereich evidenz-basierter, Medizin und ist mit 10. 000 Euro dotiert.


Demenzerkrankungen im Alter sind häufig: Ungefähr ein Drittel der über 85-Jährigen in Deutschland leidet an so genannten kognitiven Störungen. Aufgrund der demografischen Entwicklung wird ihre Zahl von heute ca. einer Million sich bis 2040 mehr als verdoppeln. Die betroffenen Menschen sind sowohl in ihrer Denkleistung als auch in ihrer Bewegungsfähigkeit eingeschränkt, zusätzlich entwickeln sie oft Verhaltensauffälligkeiten. Mit der Erkrankung gehen oft der Verlust der Selbstständigkeit und ein hohes Risiko für Stürze einher. "Epidemiologische Studien zeigen zudem einen Zusammenhang zwischen den kognitiven und körperlichen Leistungen", erklärt Dr. Klaus Hauer. So können bestimmte motorische Störungen auf spätere kognitive Schädigungen hinweisen.

Sportverbände greifen Trainingskonzept bundesweit auf

"Erste Trainingsstudien mit an Demenz erkrankten Menschen weisen darauf hin, dass nicht nur motorische Leistungen, sondern auch Denkleistung und Wohlbefinden durch ein gezieltes körperliches Training verbessert werden können", so Dr. Hauer. Er hat ein Bewegungsprogramm entwickelt, das krankheitsbedingte Einschränkungen und verbliebene Fähigkeiten berücksichtigt. In einer durch die Landesstiftung Baden-Württemberg geförderten Studie untersucht er in enger Kooperation mit dem Robert Bosch-Krankenhaus Stuttgart und der Robert Bosch Stiftung die Auswirkungen des Trainings auf den Allgemeinzustand der Patienten - dabei soll auch bewertet werden, wie effektiv die Übungen dabei helfen, Stürze zu vermeiden.

Um ein ausreichendes Übungsangebot für Personen mit Demenz aufzubauen, werden die Trainingsprogramme parallel zur wissenschaftlichen Untersuchung in ausgewählten Sportvereinen in deren Angebot integriert. Außerdem werden Ärzte, Krankengymnasten, Altenpfleger, Sport- und Ergotherapeuten, ebenso wie ehrenamtliche Übungsleiter, z. B. in Sportvereinen oder im Behindertensport, als Multiplikatoren ausgebildet: Schulungen versetzten sie in die Lage, das Training qualifiziert durchzuführen und ihre Kenntnisse weiterzugeben.

Auch der Deutsche Sportbund (DSB) unterstützt das Konzept: Erste Übungsleiterausbildungen haben bereits in zwei überregionalen Gruppierungen des DSB, dem Badischen Sportbund und dem Badischen Behindertensportverband, stattgefunden.

Weitere Information im Internet:

www.cochrane.de/de/award.htm#preis6
www.bethanien-heidelberg.de/krankenhaus---reha/forschung/forschung.html

Ansprechpartner:

Privatdozent Dr. Klaus Hauer
Bethanien-Krankenhaus/Geriatrisches Zentrum
Universitätsklinikum Heidelberg
Tel. 06221 / 3 19 15 32
E-Mail: khauer@bethanien-heidelberg.de

Bild:
Privatdozent Dr. Klaus Hauer
Foto: privat

Bei Rückfragen von Journalisten:
Dr. Annette Tuffs
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit des Universitätsklinikums Heidelberg
und der Medizinischen Fakultät der Universität Heidelberg
Im Neuenheimer Feld 672
69120 Heidelberg
Tel.: 06221 / 56 45 36
Fax: 06221 / 56 45 44
E-Mail: Annette_Tuffs@med.uni-heidelberg.de

Diese Pressemitteilung ist auch online verfügbar unter
http://www.klinikum.uni-heidelberg.de/presse

Weitere Informationen:


Dr. Annette Tuffs, Universitätsklinikum Heidelberg
Quelle: Informationsdienst Wissenschaft, http://www.idw-online.de

Weitere Artikel in diesem BereichBewerten Sie diesen ArtikelToolbox
Startschuss für das Zentrum für Wirkstoffentwicklung Berlin/Brandenburg 
 Harte Prüfung für künstliche Kniegelenke