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Stiftung Kindergesundheit, 22.05.07

TigerKids - mehr Bewegung in Kindergärten

Die Stiftung Kindergesundheit (München) unterstützt den Aktionsplan der Bundesregierung "Gesunde Ernährung und Bewegung" mit dem von ihr entwickelten Kindergarten-Programm "TigerKids". Nach einer sehr erfolgreichen Pilotphase wird das Projekt "TigerKids - Kindergarten aktiv" demnächst bundesweit auf 2.000 bis 3.000 Kindertagesstätten ausgedehnt.

Die teilnehmenden "TigerKids" lernen spielerisch mit Hilfe einer Tiger-Handpuppe und eigens entwickeltem Spielmaterial
o im Kindergarten und zu Hause reichlich Obst und Gemüse zu verzehren;
o ihren Durst mit kalorienfreien Getränken zu löschen, bei gleichzeitiger Senkung des Konsums energiereicher Getränke wie Softdrinks etc.;
o sich regelmäßig zu bewegen, bei gleichzeitiger Senkungen der inaktiven Freizeitgestaltungen (TV, Computer etc.)

Professor Dr. Berthold Koletzko, Vorsitzender der Stiftung Kindergesundheit und Ernährungsexperte der Universitätskinderklinik München: "TigerKids ist ein praktikables Programm für mehr Bewegung und gesündere Ernährung in Kindergärten, bei dem auch die Eltern mit einbezogen werden. Sie werden angeregt, ihren Kindern eine ausgewogene Pausenverpflegung in den Kindergarten bzw. in die Kindertagesstätte mitzugeben. Es wird zu Hause und in der Kindertagesstätte oder im Kindergarten auf Rituale beim Essen und eine gemütliche Atmosphäre bei Tisch geachtet".

Die Erprobung des TigerKids-Programms zeigte bei den am Pilotprojekt beteiligten 2.078 Kindern bereits nach neun Monaten erfreuliche Ergebnisse: Die Häufigkeit von hohem Obst- und Gemüseverzehr bei den teilnehmenden Kindern nahm um 38 Prozent zu, und die durch Seitwärtsspringen getestete körperliche Fitness war um acht Prozent besser.

Professor Koletzko: "Die Chancen, Ernährung und Bewegung erfolgreich zu beeinflussen, sind in dieser Altersstufe besonders groß, weil das Verhalten der Kinder in den ersten Lebensjahren entscheidend geprägt wird. Deshalb ergänzt das gemeinsam mit der AOK umgesetzte TigerKids-Projekt der Stiftung Kindergesundheit ideal die Ziele des Aktionsplans der Bundesregierung".

Vorbeugen ist besser als heilen.
Deshalb setzt sich die Stiftung Kindergesundheit, unter dem Vorsitz von Herrn Prof. Koletzko, Dr. von Haunersches Kinderspital München, für eine verbesserte Gesundheitsvorbeugung ein, fördert die hierzu notwendige Forschung und die Verbreitung wissenschaftlich gesicherter Informationen für Ärzte und Familien mit Kindern. Unser Engagement gilt nicht nur Kindern mit besonderen gesundheitlichen Problemen. Die gewonnenen Erkenntnisse kommen allen Kindern und ihren Familien zugute.
http://www.kindergesundheit.de

Weitere Informationen:


Dipl. oec. troph. Hildegard Debe, Stiftung Kindergesundheit
Quelle: Informationsdienst Wissenschaft, http://www.idw-online.de

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