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Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf, 13.03.08

Tiefe Hirnstimulation am Universitätsklinikum Düsseldorf:Hirnschrittmacher hilft Parkinson-Patienten

Bei fortgeschrittener Erkrankung wird ihre medikamentöse Behandlung der Parkinson'schen Krankheit schwieriger; sie führt zu Nebenwirkungen oder lässt in der Wirksamkeit nach. Ein effektives Verfahren, um die Symptome der Krankheit zu unterdrücken und für betroffene Patienten mehr Lebensqualität zu erreichen, ist die Tiefe Hirnstimulation (THS) mithilfe eines Hirnschrittmachers. Die Neurologische und die Neurochirurgische Klinik bieten in enger Kooperation jetzt diese Behandlung im Universitätsklinikum Düsseldorf an.

OP-Planung der Implantation eines Hirnschrittmachers
Vesper

Prof. Dr. Alfons Schnitzler, Neurologie, und Prof. Dr. Jan Vesper, Neurochirurgie, sind spezialisiert auf die Tiefe Hirnstimulation. Die Entscheidung für einen Hirnschrittmacher treffen beide Disziplinen gemeinsam mit dem Patienten. Neurochirurg Vesper erläutert: "Dem Patienten werden Elektroden eines Schrittmachers in den erkrankten Bereich des Gehirns implantiert. Das geschieht unter lokaler Betäubung beim wachen Patienten. Auf diese Weise können wir kontrollieren, ob die Elektroden optimal platziert sind." Die schwachen elektrischen Impulse des Schrittmachers stimulieren das erkrankte Areal des Gehirns. So wird die bei Morbus Parkinson typische, gehemmte Verarbeitung von Nervensignalen überwunden. Während des Eingriffs wird der Patient ständig neurologisch überwacht. Nach der Operation wird der Schrittmacher individuell eingestellt. "Hier ist wieder der Neurologe gefragt,"so Alfons Schnitzler. "In der Phase der Rehabilitation wird die Stimulation stetig angepasst, um das Ergebnis für den Patienten zu optimieren."

Bereits im Jahr 2006 hatten Prof. Schnitzler u. A. im renommierten New England Journal of Medicine die Ergebnisse einer klinischen Studie zur Therapiebewertung der Tiefen Hirnstimulation veröffentlicht. Auch die Voraussetzung für die wissenschaftliche Forschung auf diesem Gebiet verbessert sich nun weiter durch die Einrichtung des Therapieschwerpunktes in Düsseldorf.

Kontakt: Prof. Dr. Alfons Schnitzler, Direktor des Instituts für Klinische Neurologie und med. Psychologie
Prof. Dr. Jan Vesper, NC Klinik, Funktionelle Neurochir. Tel.: 0211 / 81-17893 oder -18408

Weitere Informationen:


Susanne Dopheide, Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf
Quelle: Informationsdienst Wissenschaft, http://www.idw-online.de

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Die Tiefe Hirnstimulation ist ein medizinischer Eingriff in das Gehirn, mit dem krankheitsbedingte Fehlleistungen korrigiert werden sollen. Dabei wird dem Patienten ein "Hirnschrittmacher" implantiert, der über subkutan verlegte Elektrodenleitungen mit minimalen elektrischen Impulsen die fehlgesteuerten Hirnregionen stimuliert. Wikipedia


 
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Die Parkinson-Krankheit bzw. Morbus Parkinson (weitere Synonyme: Parkinson’sche Krankheit, Paralysis agitans = Schüttellähmung oder Zitterlähmung, Idiopathisches Parkinson-Syndrom (IPS)) ist eine langsam fortschreitende neurologische Erkrankung. Sie zählt zu den degenerativen Erkrankungen des Extrapyramidalmotorischen Systems. Die vier Hauptsymptome sind Rigor (Muskelstarre), Tremor (Muskelzittern) und Hypokinese (Bewegungsarmut), welche bis hin zu Akinese (Bewegungslosigkeit) führen kann, sowie posturale Instabilität (Haltungsinstabilität). Ausgelöst wird sie durch das Absterben von Zellen in der Substantia nigra, einer Struktur im Mittelhirn, die den Botenstoff Dopamin herstellt. Der Mangel an Dopamin führt letztlich zu einer Verminderung der aktivierenden Wirkung der Basalganglien auf die Großhirnrinde. Wikipedia


 

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