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Klinikum der Johann Wolfgang Goethe-Universität,..., 13.03.07

Stefan Zeuzem neuer Direktor an der Medizinischen Klinik I

Neuer Klinikdirektor startet mit ambitionierten Projekten: Ausbau der Inneren Medizin zum Kernbereich. Frankfurter Universitätsklinikum soll zukünftig in der Hepatologie einer der primären Versorger in Deutschland werden

Prof. Dr. med. Stefan Zeuzem
Universitätsklinikum Frankfurt a. M.

Sein Ruf zum Direktor der Medizinischen Klinik I ist zugleich seine Rückkehr an den Main. Professor Dr. med. Stefan Zeuzem ist seit 1. Januar 2007 neuer Direktor der Medizinischen Klinik I (Schwerpunkte: Gastroenterologie, Hepatologie, Pneumologie, Endokrinologie und Ernährungsmedizin) am Zentrum der Inneren Medizin der Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt. Damit ist der neue Klinikdirektor Nachfolger von Professor Dr. med. Wolfgang Caspary. Zeuzem war bereits am Frankfurter Universitätsklinikum als Leitender Oberarzt mit dem Schwerpunkt Gastroenterologie und Hepatologie tätig. Dem Ruf auf den Lehrstuhl für Innere Medizin an das Universitätsklinikum des Saarlandes in Homburg/Saar folgte er 2002, wo er vom 1. Juli 2002 an Direktor der Medizinischen Klinik II und bis zu seiner Neuberufung nach Frankfurt Geschäftsführender Direktor der Medizinischen Kliniken und Polikliniken des Saarlandes war.


"Es freut mich, nach Frankfurt am Main zurückzukehren und als neuer Klinikdirektor meine Erfahrungen an dem Universitätsklinikum Homburg/Saar für die Zukunft des Frankfurter Uniklinikums wirkungsvoll einzubringen", erklärt Zeuzem. Ein langfristiges Ziel Zeuzems wird sein, die Innere Medizin des Frankfurter Uniklinikums verstärkt als einen Kernbereich auszubauen und seine Position in der Rhein-Main-Region als eines der zentralen Versorgungszentren in der internistischen Medizin voranzutreiben.

Allen voran soll die interdisziplinäre Zusammenarbeit zwischen den klinischen Bereichen intensiviert werden. Zeuzem plant, die Schwerpunkte der Medizinischen Klinik I, Gastroenterologie, Hepatologie und Endokrinologie wie auch die Pneumologie und Ernährungsmedizin, innerhalb der Klinik stärker zu vernetzen und den Austausch zwischen den Abteilungen zu intensivieren. "Bei vielen Befundkonstellationen der Inneren Medizin sind effektive und kurze Kommunikationswege zwischen den Schwerpunkten mit ihrem Know-how ein wichtiges medizinisches Argument im Sinne einer ganzheitlichen Patientenversorgung. Diese müssen wir verbessern", erklärt Professor Zeuzem. Dieses Prinzip verfolgte er als Klinikdirektor in Homburg/Saar, wo überregionale Schwerpunkte, etwa für entzündliche Darmerkrankungen und akute und chronische Lebererkrankungen gebildet wurden. Zeuzem setzt bereits jetzt mit der Gründung des Leberzentrums Frankfurt dieses Prinzip der Bündelung medizinisch-wissenschaftlichen Know-hows um. Gemeinsam mit Professor Dr. Thomas Vogl und Professor Dr. Wolf-Otto Bechstein, den Direktoren des Instituts für Diagnostische und Interventionelle Radiologie und der Klinik für Allgemein- und Gefäßchirurgie, will Zeuzem das Frankfurter Universitätsklinikum als einen der primären Versorger auf dem Gebiet der Hepatologie in Deutschland etablieren. Dies gilt auch für die daran gekoppelten Bereiche der Grundlagenforschung, der kontrollierten Prüfung und Entwicklung wirksamer innovativer Medikamente und zukunftsträchtiger chirurgischer sowie interventionell-radiologischer Verfahren.

Auch als Stellvertretender Vorsitzender der Deutschen Leberstiftung, zu der auch das Kompetenznetz Hepatitis (Hep-Net) gehört, setzt sich Zeuzem für die bundesweite Erforschung und Bekämpfung von chronischen Entzündungen der Leber ein. Ziel der Stiftung ist es, einheitliche Diagnose- und Therapiestandards, insbesondere zur Bekämpfung der Hepatitis-B und C-Virus-Infektionen (HBV und HCV) zu entwickeln. Virusbedingte chronische Leberentzündungen sind eine der weltweit häufigsten Infektionen mit einer Million Erkrankten alleine in Deutschland. Das Prinzip der Stiftung ist das der vertikalen Vernetzung von Wissen und Erfahrung: alle namhaften Experten an einen Ort zusammenzuführen, zugleich von dort aus den Dialog nach außen, zu den Krankenhäusern, niedergelassenen Ärzten und Patienten-Gruppen herzustellen. "Die Erforschung der Folgen der Hepatitis-Infektion ist das eine, die Prävention einer solchen Erkrankung das andere", erklärt Zeuzem. "Dazu bedarf es der Förderung der gleichberechtigten Partnerschaft zwischen Arzt und Patient, die Unikliniken müssen sich auch hier in den Dialog verstärkt einklinken", so der neue Klinikdirektor weiter.

Zur Person
Professor Dr. med. Stefan Zeuzem, geboren am 19. März 1959, studierte Medizin in Cambridge, Newcastle upon Tyne und Frankfurt, promovierte 1986 zum Doktor der Medizin, und habilitierte 1992 für das Fach Innere Medizin an der J. W. Goethe-Universität Frankfurt. Im Dezember 2001 erhielt er den Ruf auf den Lehrstuhl für Innere Medizin (C4) mit den Schwerpunkten Gastroenterologie, Hepatologie und Endokrinologie an der Universität des Saarlandes und war von Juli 2002 an Direktor der Medizinischen Klinik II des Universitätsklinikums des Saarlandes, ab Januar 2006 Geschäftsführender Direktor der Medizinischen Kliniken und Polikliniken. Zeuzem forschte unter anderem am Max-Planck-Institut für Biophysik in Frankfurt und am Howard Hughes Medical Institute der Yale University in New Haven (USA). Zeuzem ist stellvertretender Vorsitzender der Deutschen Leberstiftung, Mitglied im Senats- und Bewilligungsausschuss für die Graduiertenkollegs der Deutschen Forschungsgemeinschaft und medizinischer Beirat unter anderem der Deutschen Leberhilfe e.V.. Prof. Zeuzem erhielt mehrere wissenschaftliche Auszeichnungen, darunter den renommierten Thannhauser-Preis der Deutschen Gesellschaft für Verdauungs- und Stoffwechselkrankheiten.

Frankfurt am Main, 13. März 2007

Für weitere Informationen:

Ricarda Wessinghage
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Klinikum der J.W. Goethe-Universität Frankfurt/ Main
Fon (0 69) 63 01 - 77 64
Fax (0 69) 63 01 - 8 32 22
E-Mail ricarda.wessinghage@kgu.de
Internet www.kgu.de


Ricarda Wessinghage, Klinikum der Johann Wolfgang Goethe-Universität, Frankfurt a. M
Quelle: Informationsdienst Wissenschaft, http://www.idw-online.de

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