Hilfe: Sie befinden sich auf...

Universitätsklinikum Gießen, 28.10.04

Archiv

... einer Artikelseite. Sie zeigt den vollständigen Text einer Nachricht.
Sie können auf die im Artikel enthaltenen Bilder klicken, um eine größere Version des Bildes angezeigt zu bekommen.

Am Fuß der Seite finden Sie drei Boxen mit weiteren Aktionsmöglichkeiten:
Über die linke Box können Sie zum vorhergehenden, bzw. nachfolgenden Artikel in diesem Bereich navigieren.
In der mittleren Box können Sie diesen Artikel bewerten.
In der rechten Box kommen Sie zu einer Druckversion dieses Artikels, Sie können den Link dieses Artikels an einen E-Mail-Empfänger verschicken und Sie können diesen Artikel auf einen Merkzettel legen, um ihn leichter wiederzufinden.

Hilfe: Generell zu dieser Seite

Bei NETZGUT finden Sie Nachrichten aus dem Netz.
Zu der Nachricht Ihres Interesses können Sie auf drei Wegen gelangen:

Im Archiv sind die Nachrichten nach Bereichen getrennt.
Unter Themen finden Sie Nachrichten bereichsübergreifend zu einem bestimmten Thema.
Über die Schlagworte gelangen Sie zu den Artikeln, denen eben jene Schlagworte zugeordnet wurden. Auch diese Einordnung ist bereichsübergreifend.

Übrigens: Der Hilfe-Button gibt Ihnen zu jeder Seite die passenden Informationen.

Universitätsklinikum Gießen, 28.10.04

Sildenafil (Viagra®) gegen Lungenhochdruck

Höhenstudie unter extremen Bedingungen am Mount Everest

Mitglieder der Expedition bei der Überquerung einer Spaltenbrücke

Vor den Teilnehmern der medizinischen Fachtagung des American College of Chest Physicians (ACCP) konnten die Giessener Lungenforscher, vertreten durch Dr. Ardeschir Ghofrani, jetzt dokumentieren, daß der Wirkstoff Sildenafil eine weitere Hürde zur Zulassung gegen Lungenhochdruck überwunden hat:
Aus der kontrollierten, doppelblinden Studie an 60 medizinischen Einrichtungen und ca. 280 Patienten aus verschiedenen Ländern geht hervor, daß die Einnahme von Sildenafil den krankhaft erhöhten Druck in den Lungengefäßen deutlich senkt. Männer und Frauen in verschiedenen Krankheitsstadien, Altersstufen und ethnischer Herkunft erhielten entweder die Wirksubstanz in Tablettenform mit unterschiedlichen Dosierungen oder ein Plazebo. Unter Gabe von Sildenafil verbesserten sich in allen Patientengruppen mit Wirkstoff die typischen Beschwerden wie z.B. Luftnot und Brustenge. Die körperliche Leistungsfähigkeit konnte im Verlauf des Untersuchungszeitraumes deutlich gesteigert werden.

Als besonders bemerkenswert werteten die Spezialisten die Beobachtung, dass Sildenafil eine gute Wirksamkeit auch in den Frühphasen der Erkrankung aufweist.

Voruntersuchungen an Gesunden auf dem Mount Everest
In einer Aufsehen erregenden Höhenstudie im Basislager des Mount Everest konnte ein Team von Gießener Lungenforschern unter der Leitung von Prof. Friedrich Grimminger bereits im Oktober 2003 entscheidende Erkenntnisse über die Wirkungsweise von Sildenafil gewinnen: Der Wirkstoff erweiterte gezielt die verengten Lungengefäße der Bergsteiger und verbesserte dadurch die Pumpleistung des Herzens, die Sauerstoffaufnahme und die Leistungsfähigkeit der Sportler. Die Veränderungen an Herz und Lunge, die durch die "äußere Sauerstoffarmut" in der extremen Höhe ausgelöst werden, imitieren die Gefäßveränderungen, wie sie bei "inneren Sauerstoffarmut" bei verschiedensten Lungenerkrankungen entstehen.

Bedeutung für die Breitenmedizin
Der Wirkstoff Sildenafil (Viagra®) stellt mit seiner guten Wirksamkeit und Verträglichkeit eine entscheidende neue Therapiemöglichkeit des Lungenhochdrucks dar. Bisher waren insbesondere die starken Blutdruckabfälle eine gefürchtete Komplikation der wenigen, verfügbaren Therapien des lebensbedrohlichen Lungenhochdrucks, der infolge einer Vielzahl von Lungen- und Herzerkrankungen auftritt. Die betroffenen Patienten aller Altersgruppen sind körperlich kaum belastbar und leiden an der zunehmenden Verschlechterung der Lebensqualität bis hin zum tödlichen Rechtsherzversagen.
Die erfolgreiche Auswertung der pharmazeutischen Phase III Studie bildet die Grundlage für die Zulassung des Arzneimittels für diese Erkrankung, die jetzt bei den zuständigen amerikanischen und europäischen Behörden beantragt werden kann.

Weitere Informationen:


Doktor Christiane Eickelberg, Universitätsklinikum Gießen
Quelle: Informationsdienst Wissenschaft, http://www.idw-online.de

Weitere Artikel in diesem BereichBewerten Sie diesen ArtikelToolbox
Genotoxizitätstest an menschlichen Zellkulturen 
 Rückenschulen verfehlen ihre Hauptzielgruppen