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Max-Planck-Gesellschaft zur Förderung der..., 13.12.07

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Max-Planck-Gesellschaft zur Förderung der..., 13.12.07

Schlagworte

Moos, Zellregulation

Der Schritt vom Wasser ans Land

Vollständig entschlüsseltes Moosgenom gibt die genetischen Veränderungen preis, die die Landbesiedlung möglich gemacht haben

Das Kleine Blasenmützenmoos (Physcomitrella patens). Moose gehören zu den ersten Pflanzen, die vor ca. 450 Millionen Jahren das Festland eroberten. Um zu überleben, mussten sie sich an extreme Temperaturschwankungen, Trockenheit und hohe UV-Strahlung anpassen, die es im Wasser in dieser Form nicht gab. Wenn Wissenschaftler diese Schutzmechanismen des Mooses besser verstehen lernen,, können sie diese eventuell auch auf Nutzpflanzen übertragen und sie so widerstandsfähiger machen.
Dr. Bernd Reiss, Max-Planck-Institut für Züchtungsforschung

Ein internationales Forscherteam aus 70 Wissenschaftlern unter Leitung des Moosgenomkonsortiums und des Joint Genome Institute (JGI) in Walnut Creek, Kalifornien (USA), hat das Erbgut des "Kleinen Blasenmützenmooses" entschlüsselt und damit der Biologie einen weiteren Meilenstein beschert. Durch den Vergleich des Erbguts verschiedener Pflanzen können die Forscher vollkommen neue Einblicke in die Entstehungsgeschichte komplexer Vorgänge der Zellregulation und der Kommunikation zwischen Zellen bekommen. Die Forschungsergebnisse, an denen auch Wissenschaftler des Max-Planck-Instituts für Züchtungsforschung in Köln beteiligt waren, werden in der heutigen Ausgabe der Zeitschrift Science veröffentlicht (ScienceExpress 13.12.2007).

Weitere Informationen:


Michael Frewin, Max-Planck-Gesellschaft zur Förderung der Wissenschaften e.V.
Quelle: Informationsdienst Wissenschaft, http://www.idw-online.de

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Moose sind grüne Landpflanzen, die in der Regel kein Stütz- und Leitgewebe ausbilden. Nach heutiger Auffassung haben sie sich vor etwa 400 bis 450 Millionen Jahren aus Grünalgen der Gezeitenzone entwickelt. Die Moose sind durch einen Generationswechsel gekennzeichnet, bei dem die geschlechtliche Generation (Gametophyt) gegenüber der ungeschlechtlichen (Sporophyt) dominiert. Der haploide Gametophyt ist die eigentliche Moospflanze, er kann lappig (thallos) oder beblättert (folios) sein. Kennzeichen der Moose sind die Photosynthesepigmente Chlorophyll a und b, Stärke als Speichersubstanz und Zellwände aus Zellulose, aber ohne Lignin. Es gibt rund 16.000 Arten. Die Wissenschaft von den Moosen heißt Bryologie. Die drei klassischen Sippen Hornmoose, Lebermoose und Laubmoose werden heute auf zwei Abteilungen verteilt. Wikipedia


 

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