Hilfe: Sie befinden sich auf...

VolkswagenStiftung, 20.02.04

Archiv

... einer Artikelseite. Sie zeigt den vollständigen Text einer Nachricht.

Am Fuß der Seite finden Sie drei Boxen mit weiteren Aktionsmöglichkeiten:
Über die linke Box können Sie zum vorhergehenden, bzw. nachfolgenden Artikel in diesem Bereich navigieren.
In der mittleren Box können Sie diesen Artikel bewerten.
In der rechten Box kommen Sie zu einer Druckversion dieses Artikels, Sie können den Link dieses Artikels an einen E-Mail-Empfänger verschicken und Sie können diesen Artikel auf einen Merkzettel legen, um ihn leichter wiederzufinden.

Hilfe: Generell zu dieser Seite

Bei NETZGUT finden Sie Nachrichten aus dem Netz.
Zu der Nachricht Ihres Interesses können Sie auf drei Wegen gelangen:

Im Archiv sind die Nachrichten nach Bereichen getrennt.
Unter Themen finden Sie Nachrichten bereichsübergreifend zu einem bestimmten Thema.
Über die Schlagworte gelangen Sie zu den Artikeln, denen eben jene Schlagworte zugeordnet wurden. Auch diese Einordnung ist bereichsübergreifend.

Übrigens: Der Hilfe-Button gibt Ihnen zu jeder Seite die passenden Informationen.

VolkswagenStiftung, 20.02.04

Schnappschüsse von Elektronen

Wie die renommierte englisch-amerikanische Zeitschrift Nature in ihrer neuesten Ausgabe am 26. Februar 2004 berichtet, gelang einem Team Bielefelder und Wiener Experimentalphysiker in einem von der VolkswagenStiftung mitfinanzierten Projekt erstmals sowohl die Erzeugung als auch der Nachweis isolierter einzelner ultrakurzer Röntgenstrahlungs- und Elektronenpulse, die nur 250 Attosekunden lang sind. Dieser Zeitraum entspricht etwa der Umlaufdauer eines Elektrons um den Atomkern. Damit konnten zum ersten Mal das Wechselspiel des ausgelösten Elektrons mit einer einzigen, nur 2000 Attosekunden dauernden Schwingung sichtbaren Lichts und dessen Bewegung zeitaufgelöst sichtbar gemacht werden (Chronoskopie im Attosekundenbereich).


"Attosekundenbereich" - oder eben "10 hoch minus 18 Sekunden": Verglichen mit dieser ultrakurzen Zeitspanne dauert der berüchtigte Wimpernschlag geradezu eine Ewigkeit. Was aber lässt sich in dieser Dimension erforschen? Wie eingangs beschrieben, wollen die Forscher die Dynamik der Elektronenbewegung in atomaren und molekularen Systemen zeitaufgelöst verfolgen. Ähnlich wie vor 125 Jahren Eadweard J. Muybridge über die sequenzielle Auslösung von Kameras die alte Frage beantworten konnte, ob ein Pferd im Galopp jemals alle Hufe vom Boden hebt, erwarten die beteiligten Wissenschaftler mit den ultrakurzen Lichtpulsen Schnappschüsse der Elektronenbewegung aufnehmen zu können und damit offene Fragen zu erforschen.

Väter des jetzt gemeldeten Erfolgs sind Professor Dr. Ulrich Heinzmann vom Lehrstuhl für Molekül- und Oberflächenphysik der Universität Bielefeld und Professor Dr. Ferenc Krausz, Institut für Photonik der Technischen Universität Wien und zugleich Direktor am Max-Planck-Institut für Quantenoptik in Garching bei München; auf Bielefelder Seite des Weiteren Dr. Markus Drescher und Dr. Ulf Kleineberg. Die Stiftung fördert das Vorhaben seit Mitte 2003 mit 571.000 Euro und unterstützt damit ein Gebiet, das noch neu und wenig erforscht, zugleich aus technischer Sicht mit einer Fülle von Herausforderungen gespickt ist. Weltweit gibt es nur eine Hand voll Gruppen, die sich in diesem Feld bewegen. Die Wiener und Bielefelder Wissenschaftler selbst waren es, die in jüngster Zeit entsprechende Pionierarbeit geleistet haben: Bereits 2001 und 2002 wurden erste Arbeiten in renommierten Fachzeitschriften veröffentlicht (vgl. Science 297 vom 16. August 2002 und Nature 419 vom 24. Oktober 2002).
----------------------------
Kontakt Universität Bielefeld
Lehrstuhl für Molekül- und Oberflächenphysik
Prof. Dr. Ulrich Heinzmann
Telefon: 05 21/1 06 - 5469, Fax: 05 21/1 06 - 6001
E-Mail: uheinzm@physik.uni-bielefeld.de
-----------------------------
Der Text der Presseinformation steht im Internet zur Verfügung unter http://www.volkswagenstiftung.de/...sse-news/presse04/20022004.htm
-------------------------------------
Kontakt VolkswagenStiftung
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Dr. Christian Jung
Telefon: 05 11/83 81 - 380, E-Mail: jung@volkswagenstiftung.de

Kontakt Fachgebiet Physik der VolkswagenStiftung
Dr. Ulrike Bischler
Telefon: 05 11/83 81 - 350, E-Mail: bischler@volkswagenstiftung.de

Weitere Informationen:


Dr. Christian Jung, VolkswagenStiftung
Quelle: Informationsdienst Wissenschaft, http://www.idw-online.de

Weitere Artikel in diesem BereichBewerten Sie diesen ArtikelToolbox
Neues Modell der Wirbelsäulenversteifung unter Verzicht auf Knochenmasse 
 Nierenzell-Krebs: Erstmals Wirksamkeit von Krebs-Impfstoff belegt