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Universität Bremen, 28.09.04

Sanierungsverfahren, Risikoabschätzung: Umweltforschung an der Uni Bremen mit "sehr gut" bewertet

Mensch und Natur sind heutzutage vielfältigen Schadstoffbelastungen ausgesetzt. Umweltschutz spielt daher zunehmend eine wichtige Rolle. Das Zentrum für Umweltforschung und Umwelttechnologie (UFT) der Universität Bremen hat sich die Umweltforschung zur zentralen Zielsetzung gemacht. Das zeigt sich in den verschiedenen Forschungsprojekten, wie etwa das Aufspüren von mikrobiellen Kontaminationen mittels einer Elektronischen Nase, Sanierungsverfahren für kontaminierte Böden oder die Risikoabschätzung von neuen Chemikalien, elektromagnetischer Strahlung oder gentechnisch veränderten Pflanzen.


Seit 1997 arbeiten Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen unterschiedlichster Disziplinen, (Biologie, Chemie, Ingenieurswissenschaften, Geographie und Medizin), unter einem Dach im UFT anwendungsorientiert an diesen Forschungsprojekten - und zwar mit großem Erfolg. Das bestätigen auch externe Gutachter: Im Frühjahr dieses Jahres wurde das UFT von einem hochkarätigen Gutachter-Team, bestehend aus sechs externen Wissenschaftlern geprüft. Bei der Evaluation wurden die laufenden Forschungsaktivitäten und das Zukunftskonzept bewertet. Die Gutachter bewerteten den hierbei gewählten ganzheitlichen Ansatz als hervorragend, da hiervon ein ausgesprochen hohes Innovations- und Drittmittelpotential ausgeht. Mit dem Prädikat "sehr gut" hob das Gutachter-Team sowohl den Technologietransfer, als auch die nationale und internationale Zusammenarbeit des UFT hervor.

Schwerpunkt des Zukunftskonzepts ist die Entwicklung eines breiten Leistungsangebots für nachhaltige biokompatible Produkte und Verfahren. Biokompatible Produkte aus nachwachsenden Rohstoffen, die mit nachhaltigen Methoden hergestellt werden, eröffnen einen breiten Anwendungsbereich. Diese Forschungsaktivitäten basieren im wesentlichen auf drei Leitebenen, wobei hier die im UFT erarbeiteten Schlüsseltechnologien zur Anwendung kommen. Das Projekt "Nachhaltiges Chemikaliendesign" soll beispielsweise die Toxizität von neuartigen Chemikalien beurteilen, bevor sie auf den Markt kommen. Hierzu zählen beispielsweise Ionische Flüssigkeiten, die als Lösungsmittelersatzstoffe dienen sollen. Im Leitprojekt "Biopolymere" werden Pilze als mögliche Quelle zur Herstellung von Enzymen und Chitosanen untersucht. Chitosan hat vielfältige Anwendungsmöglichkeiten: als Lösungen, Pasten und Fasern etwa für die Lebensmittel-, Textil-, und Wasserbehandlung, als Pflanzenschutz und als Medizin (Gewebe- und Knochenregeneration). Ziel des dritten Leitprojekts "Selektive Trenntechnik" ist das Abtrennen von unerwünschten und schwer fassbaren Substanzen, wie zum Beispiel Antibiotika und Mykotoxine aus Krankenhausabwässern.

Neben dem Zukunftskonzept, zeigte sich das Gutachter-Team besonders beeindruckt von der abteilungsübergreifenden Zusammenarbeit der unterschiedlich orientierten Fachdisziplinen des UFT. Nach dem außerordentlich guten Echo erhofft sich das UFT eine weitere Förderung und den Ausbau von Forschung und Lehre.

Weitere Informationen:

Zentrum für Umweltforschung und Umwelttechnologie (UFT) der Universität Bremen
Prof. Dr. Wolfgang Heyser
Tel.: 0421-218-7644
E-Mail: uft@uni-bremen.de

Weitere Informationen:


Angelika Rockel, Universität Bremen
Quelle: Informationsdienst Wissenschaft, http://www.idw-online.de

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