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Max-Planck-Gesellschaft zur Förderung der..., 19.10.07

Wie reagieren wir spezifisch auf Stress?

Forscher identifizieren einen molekularen Schalter, der unsere Zellen spezifisch und treffsicher auf Stress reagieren lässt

Wenn wir unter Stress stehen, reagiert unser gesamter Organismus sofort und effektiv auf die jeweilige Situation und passt sich an diese an. Wie Stress diese regulativen Prozesse auf zellulärer Ebene steuert, haben nun Eduardo Arzt von der Universität von Buenos Aires in Argentinien und Florian Holsboer vom Max-Planck-Institut für Psychiatrie in München herausgefunden. Sie identifizierten einen Faktor (RSUME, RWD-containing Sumoylation Enhancer), der die Veränderung von Eiweißstoffen durch kleine Ubiquitin-ähnliche Moleküle (Sumoylation) verstärkt. Diese Veränderung stabilisiert, aktiviert oder ändert die Funktion der betroffenen Eiweißstoffe und bildet die Grundlage einer erfolgreichen Stressreaktion. Entdeckt wurde RSUME in Tumorzellen, welche meist unter chronischem Sauerstoffmangel (Hypoxie) als Stressfaktor leiden. Die Aufklärung der Regelkreise, die von RSUME kontrolliert werden, könnte in Zukunft therapeutische Interventionen ermöglichen, sowohl in der Tumorbehandlung als auch bei Sauerstoffmangel nach der Geburt (pränataler Hypoxie), Schlaganfall sowie traumatischer Gehirnverletzung. (Cell, 19. Oktober 2007)

Weitere Informationen:


Michael Frewin, Max-Planck-Gesellschaft zur Förderung der Wissenschaften e.V.
Quelle: Informationsdienst Wissenschaft, http://www.idw-online.de

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Stress (engl.: Druck, Anspannung; lat.: stringere: anspannen) bezeichnet zum einen durch spezifische äußere Reize (Stressoren) hervorgerufene psychische und physiologische Reaktionen bei Tieren und Menschen, die zur Bewältigung besonderer Anforderungen befähigen, und zum anderen die dadurch entstehende körperliche und geistige Belastung. Wikipedia


 

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