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Universität zu Köln, 13.09.00

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Universität zu Köln, 13.09.00

"Forschung in Köln" erscheint zum letzten Mal

Die neueste Ausgabe von "Forschung in Köln", dem Forschungsmagazin der Universität zu Köln, ist erschienen. In der Zeitschrift, die damit nach 13 Jahren ihr Erscheinen einstellen muß, finden sich wieder viele interessante Beiträge aus der Arbeit der Kölner Wissenschaftler. Über die rechtliche Situation der Gladiatoren berichtet Professor Dr. Andreas Wacke (Tel.: 0221/470-2665, Fax: 470-5049) vom Institut für Römisches Recht der Universität zu Köln. Da diese Kämpfer im antiken Rom zum großen Teil Sklaven waren, mußte ihr Verleih, die Zahlung von Entschädigungen für ihre Verletzungen oder die Vergütung im Todesfall gesetzlich geregelt werden.

Die Sahara ist immer noch ein weithin unerforschtes Gebiet. Eine Expedition in den Nordost-Tschad unter Beteiligung des Heinrich-Barth-Institutes fand neue Fakten zur Vergangenheit der Wüstenregion. Die Abbildung zeigt den Süßwassersee von Boku.

Eine Momentaufnahme aus der Urzeit: 40 bis 50 Millionen Jahre alt ist dieses im Bernstein eingeschlossene Wasserinsekt. Insekten und andere kleine Tiere sind Indikatoren für die Umweltbedingungen, die in den damaligen Bernsteinwäldern herrschen.

133/2000
Rechtsfragen bei Gladiatorenwettkämpfen
"Forschung in Köln" erscheint zum letzten Mal

Die neueste Ausgabe von "Forschung in Köln", dem Forschungsmagazin der Universität zu Köln, ist erschienen. In der Zeitschrift, die damit nach 13 Jahren ihr Erscheinen einstellen muß, finden sich wieder viele interessante Beiträge aus der Arbeit der Kölner Wissenschaftler. Über die rechtliche Situation der Gladiatoren berichtet Professor Dr. Andreas Wacke (Tel.: 0221/470-2665, Fax: 470-5049) vom Institut für Römisches Recht der Universität zu Köln. Da diese Kämpfer im antiken Rom zum großen Teil Sklaven waren, mußte ihr Verleih, die Zahlung von Entschädigungen für ihre Verletzungen oder die Vergütung im Todesfall gesetzlich geregelt werden.


Ein weiterer Beitrag befaßt sich mit den Patentanmeldungen aus Hochschulen. Dabei zeigt sich, daß nicht einmal zwei Prozent der Inlandsanmeldungen für Patente von den von den Universitäten und Fachhochschulen kommen. Wie Christoph M. Walter (Tel.: 0211/867600, Fax: 0211/8676 110) in seiner Untersuchung herausfand, ist die mangelnde Kenntnis patentrechtlicher Grundlagen der Hauptgrund für die Zurückhaltung der Hochschullehrer. Mit der ärztlichen Interessenpolitik beschäftigt sich ein Beitrag von Dr. Thomas Bechtel (Tel.: 0221/470-5475, E-mail: T.Brechtel@uni-koeln.de) und Melanie Schnee (Tel.: 0221/470-5469, E-mail: Melanie.Schnee@uni-koeln.de) vom Institut für angewandte Sozialforschung. Sie stellen fest, daß unter den Medizinern eine zunehmende Unzufriedenheit mit der Arbeit der Ärzteverbände zu verzeichnen ist. In einem Beitrag aus der Medizinischen Fakultät wird eine Methode vorgestellt, mit der es gelingt, Knochenbereiche im menschlichen Kiefer vertikal aufzubauen (Prof. Dr. Dr. Joachim E. Zöller, Tel.:0221/478-5771, Prof. Dr. Dr. Johannes Hidding, Tel.: 02161/9812320, Dr. Frank Christian Lazar, Tel.: 0221/478-5775, Fax: 478-5774, E-mail: Frank.Lazar@uni-koeln.de). Ein weiterer Beitrag berichtet von Behandlungsergebnissen bei Patienten mit Nasenatmungsbehinderung (Dr. Olaf Michel (Tel.: 0221/478-4778, Fax: 478-6647), Dr. Christoph Zumegen (Tel.: 0221/478-4760, Fax: 478_6647). Die chirurgische Versorgung von Knochentumoren mit Hilfe von tiefgekühltem Stickstoff, wodurch Amputationen und schwerwiegende Knochenbeschädigungen verhindert werden sollen, ist Gegenstand einer Untersuchung aus der Orthopädischen Klinik, über die ebenfalls in der Zeitschrift "Forschung in Köln" berichtet wird (Prof. Dr. Matthias Hackenbroch, 0221/478-4600, 478-6240, Dr. Frank Popken, 0221/478-4600, Fax: 478-3485, E-mail: Fpopkenm@aol.com, Dr. Stephanie Jeschkeit, Tel.: 0221/478-3323, Fax: 478-6264). Über den aktuellen Stand der Byzanzforschung (Prof. Dr. Peter Schreiner, Tel.: 0221/470-2524, Fax: 470-5937), die kulturwissenschaftliche Rezeption des britischen Films in Deutschland (Dr. Jörg Helbig, Tel.: 0221/470-4034, Fax: 470-5109, E-mail: jhelbig@uni-koeln.de), sowie die Geschichte eines antiken Marmorkopfes, der von Kölner Wissenschaftlern wiederentdeckt wurde (Prof. Dr. D. Boschung, Tel.: 0221/470-2259, Fax: 470-5099, E-mail: Dietrich.Boschung@uni-koeln.de), berichten drei weitere Beiträge.

"Die Posen des Vamps und der Sexbombe" ist der Titel eines Aufsatzes aus dem Institut für Theater-, Film- und Fernsehwissenschaft, der die Inszenierung des weiblichen Körpers im Hollywood-Kino der 20er bis 60er Jahre aufzeigt (Dr. Jürgen Trimborn, Tel.: 02203/6009218, Fax: 02203/6009230). Daran schließt sich ein Beitrag aus dem Thomas-Institut an, der sich mit der Entstehung der Gotik und dem Abt Suger von St. Denis, der als Schöpfer der Gotik gilt, widmet (Dr. Andreas Speer, 0221/470-6179, Fax: 470-5011, E-mail: andreas.speer@uni-koeln.de). Eine Expedition in den Tschad, die Dr. Stefan Kröpelin vom Heinrich-Barth-Institut durchgeführt hat, liefert erstmals konkrete geologische Beweise für die vorzeitliche Existenz von Seen in der Sahara (Uwe George (040/3703-2768, Fax: 040/3703-5648, Dr. Stefan Kröpelin, Tel.: 0221/556680, Fax: 5502303, E-mail:s.kroe@uni-koeln.de) (Abb.1). Mit fotochemischen Reaktionen, die in langwelligen ultravioletten Bereich stattfinden, befaßt sich eine Arbeit aus dem Bereich der Solarchemie am Institut für Organische Chemie (Prof. Dr. Axel Griesbeck, Tel.: 0221/470-3083, Fax: 470-5057, E-mail: griesbeck@uni-koeln.de). Mit Ruß und Kohlenstaub aus industriellen Emissionen beschäftigt sich ein Beitrag aus dem Geographischen Institut Dr. Michael (W.I. Schmidt, Tel.: 0221/470-6667, Fax: 470-4971, E-mail: mwi.Schmidt@uni-koeln.de).

Die Auswirkungen des Heimalltags auf die Selbstverwirklichung von Menschen mit Behinderung ist das Thema eines Beitrags von Professor Dr. Eva-Maria Weinwurm-Krause vom Seminar für Heilpädagogische Psychologie und Psychiatrie (Prof. Dr. Eva-Maria Weinwurm-Krause, Tel.: 0221/470-5705, Fax: 470-5955). Mit der "meta-kommunikative Szene" im Kölner Stadtteil Ehrenfeld hat sich Dr. Erol Yildiz vom Seminar für Sozialwissenschaften befaßt (Dipl.-Päd. Claudia Nikodem, Tel.: 0221/470-4747,Fax: 470-4717, E-mail: nikodem@uni-koeln.de, Dr. Erol Yildiz, Tel.: 0221/470-4739, Fax: 470-4717, E-mail: yildiz@uni-koeln.de). In seinem Beitrag beschreibt er die Ergebnisse seiner Untersuchungen zur "sozialen Grammatik" in multikulturellen Stadtteilen. Das Leben im tertiären Bernsteinwald erforscht Professor Dr. Wilfried Wichard vom Institut für Biologie und ihre Didaktik anhand von Bernsteininklusien (Prof. Dr. Wilfried Wichard, Tel.: 0221/470-4654, Fax: 470-5963, E-mail: wichard@uni-koeln.de). Besonders eingeschlossene Wasserinsekten weisen auf die Ökologie der untergegangenen Wälder, wie er in seinem Aufsatz darstellt (Abb.2).

"Forschung in Köln" muß sein Erscheinen nach 13 Jahren mit der nunmehr vorliegenden Ausgabe einstellen. Notwendig wurde dieser Schritt durch die rasante Entwicklung im Bereich des Internets, die es immer dringlicher macht, die Präsenz der Universität in diesem Medium auszubauen. Da hierfür derzeit keine Mittel zur Verfügung stehen, hat sich das Rektorat entschlossen, die Zeitschrift einzustellen. Mit Hilfe der damit freiwerdenden Kapazitäten soll die Web-Redaktion der Universität verstärkt werden.

Abb.1: Die Sahara ist immer noch ein weithin unerforschtes Gebiet. Eine Expedition in den Nordost-Tschad unter Beteiligung des Heinrich-Barth-Institutes fand neue Fakten zur Vergangenheit der Wüstenregion. Wo heute nur Sand und Steine sind, siedelten vor 10.000 Jahren Menschen in einer wasserreichen Landschaft. Die Expedition konnte anhand von geologischen Ablagerungen die zeitliche Einordnung der grünen Epoche in der Sahara präzisieren. Die Abbildung zeigt den Süßwassersee von Boku, der aufgrund eines einzigartigen ökologisch-hydrologischen Systems nicht versalzt.
Foto: Dr. Stefan Kröpelin

Abb.2: Eine Momentaufnahme aus der Urzeit: 40 bis 50 Millionen Jahre alt ist dieses im Bernstein eingeschlossene Wasserinsekt. Insekten und andere kleine Tiere sind Indikatoren für die Umweltbedingungen, die in den damaligen Bernsteinwäldern herrschten. Die Inklusien verraten verschiedene Faktoren des Ökosystems: Wasservorkommen, geographische Gestaltung und Klima. Sie zeigen untergegangene Arten genauso wie Überlebensspezialisten, die noch heute existieren.
Foto: Professor Dr. Wilfried Wichard

Verantwortlich: Robert Hahn

Für Rückfragen steht Ihnen die Autoren unter den genannten Telefonnummern und E-Mail-Adressen oder die Pressestelle der Universität zu Köln unter den Telefonnummern 0221/470-5601 bzw. 470-2922 und der E-Mail-Adresse pressestelle@uni-koeln.de zur Verfügung.

Unsere Presseinformationen finden Sie auch im World Wide Web unter http://www.uni-koeln.de/organe/presse/pi/.


Gabriele Rutzen, Universität zu Köln
Quelle: Informationsdienst Wissenschaft, http://www.idw-online.de

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