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Julius-Maximilians-Universität Würzburg, 22.01.08

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Julius-Maximilians-Universität Würzburg, 22.01.08

Zwei Preise für Steffen Kunzmann

Für seine besonderen wissenschaftlichen Leistungen auf dem Gebiet der Erkrankungen von Früh- und Neugeborenen wurde Privatdozent Steffen Kunzmann von der Universitäts-Kinderklinik Würzburg gleich zwei Mal ausgezeichnet: So erhielt der Kinderarzt und Neona

Steffen Kunzmann bei einem Frühgeborenen im Inkubator.
Foto Matthias Emmert

Den Credè-Preis vergibt die Deutsche Gesellschaft für Perinatale Medizin alle zwei Jahre zum Andenken an Karl Siegmund Franz Credè (1819-1892), einen Pionier der Geburtsmedizin. Steffen Kunzmann würdigt sie mit der Auszeichnung insbesondere für seine wissenschaftlichen Untersuchungen zu zwei Signalstoffen (TGF-beta und CTGF), die bei der Entstehung der bronchopulmonalen Dysplasie eine wichtige Rolle spielen. Bei dieser chronischen Lungenerkrankung bei Frühgeborenen ist die Lungenentwicklung gestört, die Kinder haben dadurch einen erhöhten Sauerstoffbedarf.

Bei Frühgeborenen ist die Lunge oftmals noch unreif. Kommt es in dieser unreifen Lunge zusätzlich zu Entzündungsprozessen - zum Beispiel durch Infektionen oder durch Schädigungen durch künstliche Beatmung - kann dies zu Umbauprozessen in der Lunge führen, die die normale Lungenentwicklung und -funktion der Frühgeborenen beeinträchtigen. Dass Teile dieser Umbauprozesse in der Lunge durch die Botenstoffe TGF-beta und CTGF vermittelt werden, konnte Steffen Kunzmann mit seiner Arbeit aufzeigen.

Außerdem konnte er belegen, dass der Entzündungsbotenstoff TGF-beta vom Surfactant Protein-A in der Lunge gebunden werden kann - eine Interaktion, die Entzündungsvorgänge und Umbauprozesse in der Lunge bei verschiedenen Erkrankungen beeinflussen kann. Dafür wurde ihm von der Deutschen Gesellschaft für Neonatologie und pädiatrische Intensivmedizin in Hamburg der 2. Wissenschaftspreis zugesprochen.

Der 35-jährige Kinderarzt und Neonatologe arbeitet unter anderem auf der Frühgeborenen-Intensivstation der Universitäts-Kinderklinik. In seiner wissenschaftlichen Arbeit erforscht er Lungenerkrankungen von Frühgeborenen und die Entwicklung des menschlichen Immunsystems - dabei insbesondere die Entstehung allergischer Erkrankungen.

Kontakt: Dr. Steffen Kunzmann; kunzmann_s@kinderklinik.uni-wuerzburg.de

Weitere Informationen:


    Robert Emmerich, Julius-Maximilians-Universität Würzburg
    Quelle: Informationsdienst Wissenschaft, http://www.idw-online.de

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    Die Lunge (lat. Pulmo, -onis m.) ist ein paariges Körperorgan, das der Atmung dient. Echte Lungen kommen bei fast allen luftatmenden Wirbeltieren einschließlich des Menschen vor. Sie entstehen embryonal als Ausstülpung des Vorderdarms. Die Amphibien (Amphibia) besitzen die einfachsten Lungen. Sie sind bei ihnen sackförmig und glattwandig oder nur schwach gekammert. Viel stärker gekammert ist sie bei den Kriechtieren (Reptilien). Bei Vögeln sind sie relativ klein, aber wegen der zusätzlich vorhandenen Luftsäcke auch viel komplizierter gebaut. Die Lungen der Säugetiere ähneln denen der Kriechtiere. Beim Menschen bestehen sie aus zwei Lungenflügeln, die links in zwei und rechts in drei Lungenlappen unterteilt sind. Die Lunge besitzt keine Muskulatur. Die Luft wird stattdessen mit Hilfe der Rippen- und Zwerchfellmuskulatur eingesogen. Der Brustkorb dehnt sich, dadurch wird das Volumen größer und es entsteht ein Unterdruck, der durch die einströmende Luft ausgeglichen wird. Wikipedia


     

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    Die Pneumologie (griechisch πνευμονολογία „die Lungen[heil]kunde“, von πνεύμονας „die Lunge“ [aus πνεύμα „der Atem, Geist“] und λόγος „die Lehre, Wissenschaft“) oder Pneumonologie oder Pulmonologie (von lateinisch pulmo „die Lunge“) ist ein Teilgebiet der Inneren Medizin, welches sich mit Lungenerkrankungen beschäftigt. Die deutsche Bezeichnung lautet Lungenheilkunde. Wikipedia


     
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    Der Transforming Growth Factor (Abk. TGF, deut. Transformierender Wachstumsfaktor) gehört zu den Zytokinen zählenden Signalmolekülen. Sie sind namensgebend für die TGF-Signalwege. TGF spielen eine sehr wichtige Rolle bei der embryonalen Entwicklung und der Differenzierung von Zellen und Geweben. Sie werden in verschiedene Gruppen eingeteilt: in die TGF-α- sowie TGF-β-Superfamile und die BMP-Familie. Wikipedia


     

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